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PSALM 106–109 | Schätze Aus Gottes Wort: woche vom 22.–28. August

BIBLISCHE TEXTE UND VERWEISE: SCHÄTZE AUS GOTTES WORT | PSALM 106–109

„DANKT JEHOVA!“ (10 MIN.):

Warum vergaßen die Israeliten so schnell, wie Jehova sie gerettet hatte?
106:7, 13, 14
• Für sie stand nicht mehr Jehova an erster Stelle, sondern ihre unmittelbaren Wünsche und persönlichen Angelegenheiten
Wie kann man eine dankbare Einstellung entwickeln und bewahren?
106:1-5
• Konzentriere dich auf all das, wofür du dankbar sein kannst
• Denke über die Zukunftshoffnung nach
• Bedanke dich bei Jehova für konkrete Dinge

Ps 106:1-3 — Jehova verdient unsere Dankbarkeit (w15 15. 1. 8 Abs. 1; w02 1. 6. 17 Abs. 19)

StudienbibelPsalm 106:1-3
106 Preiset Jah!
Dankt Jehova, denn er ist gut;
Denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit.
2 Wer kann die Machttaten Jehovas aussprechen
[Oder] kann all seinen Lobpreis hören lassen?
3 Glücklich sind die, die das Recht beobachten,
Gerechtigkeit üben allezeit.
Der Wachtturm 2015Dankt Jehova und werdet gesegnet
1. Warum verdient Jehova unseren Dank?
„JEDE gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk“ kommt von Jehova und deshalb verdient er wirklich unseren Dank (Jak. 1:17). Als unser liebevoller Hirte kümmert er sich fürsorglich um unsere körperlichen und geistigen Bedürfnisse (Ps. 23:1-3). Er ist „uns Zuflucht und Stärke“ — das hat er vor allem in Notzeiten bewiesen! (Ps. 46:1). Wir haben daher bestimmt viele Gründe, dem Psalmisten mit ganzem Herzen zuzustimmen, der schrieb: „Dankt Jehova, denn er ist gut; denn seine liebende Güte währt auf unabsehbare Zeit“ (Ps. 106:1).
Unser Jahrestext für 2015: „Dankt Jehova, denn er ist gut“ (Psalm 106:1)
Der Wachtturm 2002An Jehovas Gerechtigkeit Gefallen finden
19. Welche Segnungen werden uns zuteil, wenn wir an Gottes Gerechtigkeit Gefallen finden?
19 An Jehovas Gerechtigkeit Gefallen zu haben bedeutet in der heutigen gefahrvollen und unsicheren Zeit Sicherheit und Schutz. Auf die Fragen: „O Jehova, wer wird Gast sein in deinem Zelt? Wer wird weilen auf deinem heiligen Berg?“ antwortete König David: „Wer untadelig wandelt und Gerechtigkeit übt“ (Psalm 15:1, 2). Wenn wir nach Gottes Gerechtigkeit jagen und Gefallen an ihr finden, können wir ein gutes Verhältnis zu ihm bewahren und uns weiterhin seiner Gunst und seines Segens erfreuen. So verspüren wir in unserem Leben Zufriedenheit, Selbstachtung und Herzensfrieden. In Gottes Wort heißt es: „Wer der Gerechtigkeit und der liebenden Güte nachjagt, wird Leben, Gerechtigkeit und Herrlichkeit finden“ (Sprüche 21:21). Wenn wir uns nach besten Kräften bemühen, stets gerecht und rechtschaffen zu handeln, entsteht ein beglückendes Verhältnis zu anderen und unsere Lebensqualität verbessert sich in moralischer und geistiger Hinsicht. Der Psalmist erklärte: „Glücklich sind die, die das Recht beobachten, Gerechtigkeit üben allezeit“ (Psalm 106:3).

Ps 106:7-14, 19-25, 35-39 — Die Israeliten verloren ihre Wertschätzung und wurden Jehova untreu (w15 15. 1. 8-9 Abs. 2-3; w01 15. 6. 13 Abs. 1-3)

StudienbibelPsalm 106:7-14
7 Was unsere Vorväter in Ägypten betrifft,
Sie bekundeten keine Einsicht in deine wunderbaren Werke.
Sie gedachten nicht der Fülle deiner großen liebenden Güte,
Sondern sie benahmen sich rebellisch am Meer, am Roten Meer.
8 Und er ging daran, sie um seines Namens willen zu retten,
Um seine Macht bekanntzumachen.
9 Demgemäß schalt er das Rote Meer, und es wurde nach und nach trocken;
Und er ließ sie dann durch die Wassertiefe schreiten wie durch die Wildnis;
10 Und so rettete er sie aus der Hand des Hassers
Und forderte sie zurück aus der Hand des Feindes.
11 Und die Wasser bedeckten dann ihre Widersacher;
Nicht einer von ihnen blieb übrig.
12 Dann glaubten sie an sein Wort;
Sie begannen sein Lob zu singen.
13 Schnell vergaßen sie seine Werke;
Sie warteten nicht auf seinen Rat,
14 Sondern sie bekundeten ihr selbstsüchtiges Begehren in der Wildnis
Und stellten dann Gott in der Wüste auf die Probe.
StudienbibelPsalm 106:19-25
19 Außerdem machten sie ein Kalb im Họreb
Und beugten sich vor einem gegossenen Bild nieder,
20 So daß sie meine Herrlichkeit
Mit der Darstellung eines Stieres, eines Pflanzenfressers, vertauschten.
21 Sie vergaßen Gott, ihren RETTER,
Der in Ägypten große Dinge getan hatte,
22 Wunderbare Werke im Lande Hams,
Furchteinflößende Dinge am Roten Meer.
23 Und er stand im Begriff zu sagen, daß sie vertilgt werden sollten,
Wäre es nicht wegen Moses, seines Auserwählten, gewesen,
Der vor ihm in die Bresche trat,
Um seinen Grimm davon abzuwenden, [sie] ins Verderben zu bringen.
24 Und sie verachteten dann das begehrenswerte Land;
Sie glaubten nicht an sein Wort.
25 Und sie fuhren fort, in ihren Zelten zu murren;
Sie hörten nicht auf die Stimme Jehovas.
StudienbibelPsalm 106:35-39
35 Und sie vermischten sich dann mit den Nationen
Und begannen ihre Werke zu lernen.
36 Und sie dienten ständig ihren Götzen,
Und diese wurden ihnen zu einer Schlinge.
37 Und sie pflegten ihre Söhne
Und ihre Töchter Dämọnen zu opfern.
38 So vergossen sie fortgesetzt unschuldiges Blut,
Das Blut ihrer Söhne und ihrer Töchter,
Die sie den Götzen Kạnaans opferten;
Und das Land wurde durch Blutvergießen entweiht.
39 Und sie wurden unrein durch ihre Werke
Und hatten fortwährend unsittlichen Verkehr durch ihre Handlungen.
Der Wachtturm 2015Dankt Jehova und werdet gesegnet
2, 3. (a) Was kann passieren, wenn wir den Segen Jehovas für selbstverständlich nehmen? (b) Auf welche Fragen geht der Artikel ein?
2 Warum ist es für uns wichtig, über das Thema Dankbarkeit nachzudenken? Wie für die letzten Tage vorausgesagt, sind die Menschen immer undankbarer geworden (2. Tim. 3:2). Viele nehmen das Gute in ihrem Leben für selbstverständlich. Beeinflusst von der Geschäftswelt und der Werbung, wollen Millionen Menschen immer mehr besitzen, anstatt mit dem zufrieden zu sein, was sie haben. Diese Einstellung kann auch leicht auf uns abfärben. Wie die Israeliten damals können auch wir undankbar werden und die Wertschätzung für unser kostbares Verhältnis zu Jehova und für die Segnungen verlieren, die wir von ihm erhalten haben (Ps. 106:7, 11-13).
3 Überlegen wir auch, was passieren kann, wenn wir Schweres durchmachen. In solchen Zeiten können wir uns schnell überfordert fühlen und aus den Augen verlieren, dass Jehova uns segnet (Ps. 116:3). Wie können wir also eine dankbare Herzenseinstellung entwickeln und bewahren? Und wie können wir sogar dann positiv bleiben, wenn wir sehr Schlimmes durchmachen? Wir werden sehen.
• Der Wachtturm 2001Werdet nicht vergeßliche Hörer
1. Welche Wunder durfte das Volk Israel in alter Zeit selbst erleben?
„UNVERGESSLICH“ wäre ein passendes Wort, um die Wunder zu beschreiben, die Jehova im alten Ägypten wirkte. Jede der zehn Plagen war unbestreitbar ehrfurchtgebietend. Auf diese Plagen folgte die erstaunliche Befreiung des Volkes Israel am Roten Meer, dessen Wasser geteilt wurden (5. Mose 34:10-12). Wären wir Augenzeugen dieser Ereignisse gewesen, hätten wir hoffentlich nie vergessen, wer dafür verantwortlich war. Und doch sang der Psalmist über die Israeliten: „Sie vergaßen Gott, ihren RETTER, der in Ägypten große Dinge getan hatte, wunderbare Werke im Lande Hams, furchteinflößende Dinge am Roten Meer“ (Psalm 106:21, 22).
2. Was zeigt, daß Israels Wertschätzung für Gottes Machttaten nicht lange anhielt?
2 Nachdem die Israeliten das Rote Meer durchquert hatten, ‘begannen sie Jehova zu fürchten und an Jehova zu glauben’ (2. Mose 14:31). Die Männer Israels stimmten mit Moses in ein Siegeslied für Jehova ein, und Mirjam und die anderen Frauen antworteten mit Tamburinspiel und Reigentänzen (2. Mose 15:1, 20). Ja, Gottes Diener waren beeindruckt von Jehovas Machttaten. Aber ihre Wertschätzung für den, der diese Taten vollbrachte, hielt nicht lange an. Schon bald darauf benahmen sich viele von ihnen geradeso, als hätten sie einen schweren Gedächtnisverlust erlitten. Sie fingen an, gegen Jehova zu murren und sich zu beklagen. Manche verstrickten sich in Götzendienst und Unsittlichkeit (4. Mose 14:27; 25:1-9).
Was könnte bei uns Vergeßlichkeit bewirken?
3. Was könnten wir vergessen, weil wir unvollkommen sind?
3 Es ist wirklich kaum zu begreifen, warum die Israeliten so wenig Wertschätzung hatten. Dennoch könnte uns das gleiche passieren. Zwar waren wir nie Zeuge solcher Wundertaten Gottes. Aber in unserem Verhältnis zu Gott haben wir bestimmt so manches erlebt, was uns unvergeßlich ist. Vielleicht erinnern sich einige von uns daran, wie sie die biblische Wahrheit annahmen. Oder wir denken mit Freude an das Gebet zurück, durch das wir uns Jehova hingaben, und an unsere Wassertaufe als echte Christen. Viele von uns haben Jehovas helfende Hand bei anderen Gelegenheiten in ihrem Leben verspürt (Psalm 118:15). Vor allem haben wir durch den Opfertod Jesu Christi, des Sohnes Gottes, die Hoffnung auf Rettung erlangt (Johannes 3:16). Aber weil wir unvollkommen sind, könnten uns dennoch verkehrte Wünsche und die Sorgen des Lebens allzuleicht vergessen lassen, wieviel Gutes Jehova für uns getan hat.

Ps 106:4, 5, 48 — Wir haben viele Gründe, Jehova dankbar zu sein (w11 15. 10. 5 Abs. 7; w03 1. 12. 15-16 Abs. 3-6)

StudienbibelPsalm 106:4, 5
4 Gedenke meiner, o Jehova, mit dem Wohlwollen gegenüber deinem Volk.
Nimm dich meiner an mit deiner Rettung,
5 Damit ich die Güte gegenüber deinen Auserwählten sehe,
Damit ich mich freue mit der Freude deiner Nation,
Damit ich mich rühme mit deinem Erbteil.
StudienbibelPsalm 106:48
48 Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels,
Von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit;
Und das ganze Volk soll amen sagen.
Preiset Jah!
Der Wachtturm 2011Miteinander unsere Freude teilen!
Ganz anders dagegen sieht die Sache bei unseren Brüdern aus, sie haben eine völlig andere Grundhaltung. Der Apostel Paulus schrieb: „Freut euch, was auch immer geschieht!“ (1. Thes. 5:16, Neue Genfer Übersetzung). Wir haben viele Gründe, guter Dinge zu sein und zur gegenseitigen Freude beizutragen: Wir dürfen Jehova, den Allerhöchsten, anbeten, die biblische Wahrheit verstehen, darauf hoffen, dass Gott uns ewiges Leben schenkt, und auch anderen auf diesen schönen Weg verhelfen (Ps. 106:4, 5; Jer. 15:16; Röm. 12:12).
Der Wachtturm 2003„Erweist euch als dankbar“
3. Wofür sind wir Jehova dankbar?
3 Angesichts der großzügigen Gaben, die wir von Jehova, unserem Schöpfer und Lebengeber, erhalten haben, schulden wir ihm Dank (Jakobus 1:17). Täglich sind wir ihm dafür dankbar, dass wir am Leben sind (Psalm 36:9). Um uns herum sehen wir unzählige Beweise seines Wirkens. Denken wir nur an die Sonne, den Mond und die Sterne. Die reichhaltigen Vorräte unseres Planeten an lebenserhaltenden Mineralien, das ausgewogene Gemisch lebenswichtiger Gase in der Atmosphäre und die ausgeklügelten Kreisläufe in der Natur — für all das schulden wir unserem liebevollen himmlischen Vater Dank. „Viele Dinge hast du selbst getan, o Jehova, mein Gott“, sang König David, „ja deine wunderbaren Werke und deine Gedanken uns gegenüber; niemand ist mit dir zu vergleichen. Wollte ich sie kundtun und davon reden: Sie sind zahlreicher geworden, als ich aufzählen kann“ (Psalm 40:5).
4. Warum sollten wir Jehova für die freudige Gemeinschaft in unseren Versammlungen danken?
4 Jehovas Diener befinden sich zwar noch nicht im buchstäblichen Paradies, erfreuen sich aber eines geistigen Paradieses. In unseren Königreichssälen und auf unseren Kongressen sehen wir, wie unsere Bruderschaft die Frucht des Geistes Gottes auslebt. Im Predigtdienst verweisen einige Zeugen bei Personen, die wenig oder gar keinen Bezug zu Religion haben, auf das, was Paulus im Brief an die Galater schrieb. Nachdem sie auf die „Werke des Fleisches“ aufmerksam gemacht haben, fragen sie, was ihr Gesprächspartner beobachtet hat (Galater 5:19-23). Die meisten werden ohne weiteres zustimmen, dass derartige Verhaltensweisen heute üblich sind. Viele, die sich auch die Beschreibung der Frucht des Geistes Gottes anhören und die Einladung annehmen, in den Königreichssaal zu kommen, um sich die Beweise dafür anzusehen, geben schnell zu: „Gott ist wirklich unter euch“ (1. Korinther 14:25). Und das trifft nicht nur auf einen bestimmten Königreichssaal zu. Wohin man auch reist und einige der über sechs Millionen Zeugen Jehovas antrifft, überall ist derselbe freudige Geist zu beobachten. Diese erbauende Gemeinschaft ist wirklich Grund, Jehova Dank zu sagen, denn er ist es, der sie durch seinen Geist erst möglich macht (Zephanja 3:9; Epheser 3:20, 21).
5, 6. Wie können wir uns für das Lösegeld, die größte Gabe Gottes, als dankbar erweisen?
5 Die größte Gabe, das vollkommenste Geschenk Jehovas, besteht darin, dass er durch seinen Sohn, Jesus, für ein Loskaufsopfer sorgte. „Wenn Gott uns so geliebt hat“, schrieb der Apostel Johannes, „dann sind wir selbst verpflichtet, einander zu lieben“ (1. Johannes 4:11). Ja, unsere Dankbarkeit für das Lösegeld zeigen wir nicht allein durch Liebe zu Jehova und Dankbarkeit ihm gegenüber, sondern auch durch eine Lebensführung, die Liebe zu unseren Mitmenschen verrät (Matthäus 22:37-39).
6 Weitere Möglichkeiten, uns als dankbar zu erweisen, lernen wir aus Jehovas Handlungsweise mit dem Volk Israel kennen. Er lehrte die Nation vieles durch das Gesetz, das er ihr durch Moses gab. Durch „den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ“ können wir vieles lernen, was uns hilft, die Aufforderung des Paulus zu befolgen: „Erweist euch als dankbar“ (Römer 2:20; Kolosser 3:15).

NACH GEISTIGEN SCHÄTZEN GRABEN (8 MIN.):

Ps 109:8 — Wurde Judas von Gott dazu vorherbestimmt, Jesus zu verraten, um die Prophezeiung zu erfüllen? (w00 15. 12. 24 Abs. 20; it-2 1252)

StudienbibelPsalm 109:8
8 Seine Tage mögen sich als wenige erweisen;
Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.
Der Wachtturm 2000In Vollständigkeit und mit fester Überzeugung dastehen
20. Warum sollte es kein Grund zur Entmutigung sein, wenn sich einige wenige vom christlichen Weg abwenden?
20 Wir sollten uns davon, daß nicht alle in Vollständigkeit und mit fester Überzeugung dastehen, weder ablenken noch entmutigen lassen. Einige mögen fehlgehen, sich abwenden oder einfach aufgeben. Das kam selbst unter denen vor, die Jesus am nächsten standen, seinen Aposteln. Ließen aber die anderen Apostel nach oder gaben sie auf, als Judas zum Verräter wurde? Keineswegs! Petrus führte Psalm 109:8 an, um zu zeigen, daß ein anderer Judas’ Amt übernehmen würde. Ein Ersatz wurde ausgewählt, und Gottes Loyalgesinnte kamen ihrem Predigtauftrag weiterhin eifrig nach (Apostelgeschichte 1:15-26). Sie waren entschlossen, mit fester Überzeugung in Vollständigkeit dazustehen.
Einsichten, Band 2Vorherbestimmung, Vorherwissen
Wurde Judas von Gott dazu vorherbestimmt, Jesus zu verraten, um die Prophezeiung zu erfüllen?
Judas Iskariots verräterisches Vorgehen war eine Erfüllung göttlicher Prophezeiungen und ein Beweis für Jehovas Vorherwissen und das Vorherwissen seines Sohnes (Ps 41:9; 55:12, 13; 109:8; Apg 1:16-20). Es kann aber nicht gesagt werden, Gott habe Judas zu einer solchen Handlungsweise prädestiniert oder vorherbestimmt. Gemäß den Prophezeiungen sollte Jesus von einem seiner Vertrauten verraten werden, es wurde aber nicht ausdrücklich gesagt, welcher von ihnen der Verräter sein würde. Auch in diesem Fall schließen biblische Grundsätze aus, daß Gott Judas’ Handlungen vorherbestimmt hatte. Der göttliche Maßstab, den der Apostel Paulus anführte, lautet: „Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht teil an den Sünden anderer; bewahre dich selbst keusch“ (1Ti 5:22; vgl. 3:6). Jesu Sorge, bei der Auswahl seiner 12 Apostel weise und richtig vorzugehen, zeigt sich unter anderem darin, daß er die ganze Nacht zu seinem Vater betete, bevor er seine Entscheidung bekanntgab (Luk 6:12-16). Wäre Judas von Gott bereits als Verräter vorherbestimmt worden, würde dies auf Widersprüche in Gottes Führung und Leitung hinweisen, und er würde gemäß der Regel an den Sünden, die jemand begeht, teilhaben.
Als Judas zum Apostel gewählt wurde, wies sein Herz anscheinend noch keine eindeutigen Anzeichen für die Einstellung eines Verräters auf. Er ließ zu, daß in ihm ‘eine giftige Wurzel aufsproß’ und er dadurch befleckt wurde, was zur Folge hatte, daß er sich nicht mehr von Gott leiten ließ, sondern vom Teufel, und so zum Dieb und Verräter wurde (Heb 12:14, 15; Joh 13:2; Apg 1:24, 25; Jak 1:14, 15; siehe JUDAS Nr. 3). Als diese Entwicklung einen bestimmten Punkt erreicht hatte, konnte Jesus selbst sehen, was in Judas’ Herz vorging, und vorhersagen, wer ihn verraten werde (Joh 13:10, 11).
In Johannes 6:64, wo davon berichtet wird, daß einige Jünger an gewissen Lehren Jesu Anstoß nahmen, heißt es: „Jesus wußte . . . von Anfang an [oder: von Beginn an], wer die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn verraten würde.“ In 2. Petrus 3:4 wird das Wort „Anfang“ (gr.: archḗ) zwar auf den Beginn der Schöpfung angewandt, es kann sich aber ebensogut auf andere Zeiten beziehen (Luk 1:2; Joh 15:27). Als z. B. der Apostel Petrus erzählte, daß der heilige Geist auf Nichtjuden gefallen sei, „wie er zu Anfang auch auf uns gefallen war“, bezog er sich offensichtlich nicht auf den Anfang seiner Jüngerschaft oder seines Apostelamtes, sondern auf einen wichtigen Zeitpunkt in seinem Dienst: auf den Pfingsttag des Jahres 33 u. Z., den „Anfang“ der Ausgießung des heiligen Geistes, die einem bestimmten Zweck diente (Apg 11:15; 2:1-4). Das Theologisch-homiletische Bibelwerk von J. P. Lange enthält zu Johannes 6:64 folgenden interessanten Kommentar: „[‚Von Anfang an‘] heißt nicht: metaphysisch vom Uranfang an . . ., noch vom Anfang der jedesmaligen Bekanntschaft an . . ., noch vom Anfang, da er [Jesus] Schüler um sich sammelte, oder vom Beginn seiner messianischen Wirksamkeit an . . ., sondern von dem ersten geheimen Keimen des Unglaubens [das einige Jünger zum Straucheln veranlaßte] an. So kannte er auch seinen Verräther vom Anfang an“ (Das Evangelium nach Johannes, 1868, S. 155; vgl. 1Jo 3:8, 11, 12).

Ps 109:31 — In welchem Sinn steht Gott „zur Rechten des Armen“? (w06 1. 9. 14 Abs. 7)

StudienbibelPsalm 109:31
31 Denn er wird zur Rechten des Armen stehen,
Um [ihn] vor denen zu retten, die seine Seele richten.
Der Wachtturm 2006Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen
109:30, 31; 110:5. Die rechte Hand, mit der ein Soldat das Schwert führte, war gewöhnlich nicht vom Schild geschützt. Der Schild wurde nämlich links gehalten. Bildlich gesprochen steht Jehova „zur Rechten“ seiner Diener, um für sie zu kämpfen. Dadurch beschützt er sie und steht ihnen bei — ein guter Grund, ihn ‘sehr zu lobpreisen’.

Was erfahre ich aus den gelesenen Kapiteln über Jehova?

Welche Gedanken kann ich bei Gesprächen im Predigtdienst verwenden?

PSALM 106–109 | VORSCHLÄGE FÜR IHRE PERSÖNLICHE KOMMENTAR

Psalm 106:7)
„Was unsere Vorväter in Ägypten betrifft, Sie bekundeten keine Einsicht in deine wunderbaren Werke. Sie gedachten nicht der Fülle deiner großen liebenden Güte, Sondern sie benahmen sich rebellisch am Meer, am Roten Meer.“
w95 1. 9. S. 19-20 Kannst du mehr Unterscheidungsvermögen entwickeln?
Israels fehlendes Unterscheidungsvermögen
Ein Geschehen aus der frühen Geschichte Israels zeigt, welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn man kein Unterscheidungsvermögen anwendet. Rückblickend auf jene Zeit, sagte der inspirierte Psalmist: „Was unsere Vorväter in Ägypten betrifft, sie bekundeten keine Einsicht in deine wunderbaren Werke. Sie gedachten nicht der Fülle deiner großen liebenden Güte, sondern sie benahmen sich rebellisch am Meer, am Roten Meer“ (Psalm 106:7).
Als Moses Israel aus Ägypten herausführte, hatte Jehova bereits seine Macht und seine Entschlossenheit gezeigt, sein Volk zu befreien, indem er über die mächtige Weltmacht zehn Plagen gebracht hatte. Nachdem Pharao die Israeliten hatte ziehen lassen, wurden sie von Moses an das Ufer des Roten Meeres geführt. Die ägyptischen Streitkräfte jagten ihnen jedoch nach. Es hatte den Anschein, als seien die Israeliten in einer Falle und ihre neuerlangte Freiheit sei nur von kurzer Dauer. Daher heißt es im Bibelbericht: „Die Söhne Israels gerieten in große Furcht und begannen zu Jehova zu schreien.“ Sie wandten sich an Moses mit den Worten: „Was hast du uns da angetan, uns aus Ägypten herauszuführen? . . . Denn es ist besser für uns, daß wir den Ägyptern dienen, als daß wir in der Wildnis sterben“ (2. Mose 14:10-12).
Ihre Furcht erscheint einem vielleicht verständlich, aber nur solange man die zehn außergewöhnlichen Beweise der Macht Jehovas, von denen die Israeliten Zeuge waren, unberücksichtigt läßt. Sie hatten das, woran Moses sie etwa 40 Jahre später erinnerte, am eigenen Leib erfahren: „Schließlich führte uns Jehova mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit großer Furchtbarkeit und mit Zeichen und Wundern aus Ägypten heraus“ (5. Mose 26:8). Als die Israeliten daher gegen die Leitung des Moses rebellierten, ‘bekundeten sie keine Einsicht’, wie der Psalmist schrieb.
w89 15. 3. S. 17 Abs. 1 Einsicht, die von Jehova stammt
DAS Volk Israel wußte, daß Jehova der allein wahre Gott ist. Die Israeliten waren darüber unterrichtet worden, wie er mit ihren Vorvätern gehandelt hatte, und sie hatten selbst seine liebende Güte verspürt. Doch mehr als einmal handelten sie ohne Einsicht. Sie „benahmen sich rebellisch“ gegenüber Jehova und seinen Vertretern. Warum? Weil sie sich nicht mehr an das erinnerten, was er für sie getan hatte (Psalm 106:7, 13). Es verhielt sich nicht etwa so, daß sie von alldem nichts gewußt hätten; nein, sie versäumten es, voller Dankbarkeit darüber nachzusinnen. Infolgedessen erwiesen sie sich als ‘Menschen, die schädliche Dinge begehrten’ (1. Korinther 10:6).
Psalm 106:13)
„Schnell vergaßen sie seine Werke; Sie warteten nicht auf seinen Rat,“
w88 1. 7. S. 8 Abs. 5 „Erweist euch als dankbar“
5 Im 106. Psalm werden die Machttaten, die Jehova zugunsten seines Volkes Israel wirkte, in Gedichtform aufgezählt. Seine Handlungsweise mit den Israeliten überstieg noch die Güte und die mit dem Leben verbundenen Segnungen, die er ohnehin den Menschen im allgemeinen gewährt. Trotz dieser Vorteile bekundeten die Israeliten, wie der Psalmist zeigt, keine Wertschätzung für die empfangenen einzigartigen Segnungen. In Vers 13 heißt es: „Schnell vergaßen sie seine Werke; sie warteten nicht auf seinen Rat.“ Ihre Dankbarkeit nahm nicht etwa erst im Laufe der Zeit allmählich ab, so daß sie nach Jahrzehnten nicht mehr gewußt hätten, was Gott für sie getan hatte. Nein, sie vergaßen schnell, schon nach wenigen Wochen, welche außergewöhnlichen Wunder Jehova ihrethalben am Roten Meer gewirkt hatte (2. Mose 16:1-3).
Psalm 106:16)
„Und sie begannen, Moses im Lager zu beneiden, Auch Aaron, den Heiligen Jehovas.“
it-1 S. 31 Abiram
Abiram und sein Bruder Dathan unterstützten Korah, den Leviten, in seiner Empörung gegen Moses’ und Aarons Autorität. Anfänglich beteiligte sich noch ein dritter Rubeniter namens On an der Empörung, der aber danach nicht mehr erwähnt wird (4Mo 16:1). Diese Männer versammelten 250 Vorsteher um sich, „Männer von Ruhm“, und warfen Moses und Aaron vor, sie würden sich eigenmächtig über die übrigen der Versammlung erheben (4Mo 16:1-3). Aus den Worten, die Moses an Korah richtete, geht deutlich hervor, daß Korah und seine levitischen Anhänger das Priestertum an sich reißen wollten, das Aaron übertragen worden war (4Mo 16:4-11). Das war aber bei Abiram und Dathan, die Rubeniter waren, offensichtlich nicht der Fall. Moses befaßte sich separat mit ihnen, und ihre Anschuldigungen, mit denen sie ihre Weigerung, vor ihm zu erscheinen, begründeten, richteten sich ausschließlich gegen ihn; Aaron wurde mit keinem Wort erwähnt. Sie beschimpften Moses als Führer des Volkes. Sie sagten, er ‘versuche, sich bis zum äußersten als Fürst über sie aufzuspielen’, und er habe sein Versprechen, sie in ein Land zu führen, das von Milch und Honig fließe, nicht gehalten. In dem Gebet, das Moses als Antwort auf diese Anschuldigungen an Jehova richtete, verteidigte er auch nur seine Handlungen, nicht die seines Bruders Aaron (4Mo 16:12-15).
Das läßt darauf schließen, daß die Empörung zwiespältig und nicht nur gegen das aaronische Priestertum gerichtet war, sondern auch gegen Moses, der für die Durchführung der göttlichen Anweisungen verantwortlich war (Ps 106:16). Vielleicht schien der Zeitpunkt günstig zu sein, unter dem Volk Stimmung für einen Wechsel zu machen, denn kurz vorher hatten die Israeliten heftig gegen Moses gemurrt und hatten davon gesprochen, ein neues Haupt zu bestimmen, das sie nach Ägypten zurückführen sollte, ja sie hatten davon gesprochen, Josua und Kaleb zu steinigen, weil sie Moses und Aaron unterstützten (4Mo 14:1-10). Ruben war Jakobs Erstgeborener gewesen, hatte aber das Recht auf das Erbe des Erstgeborenen verwirkt, weil er eine Sünde begangen hatte (1Ch 5:1). Vielleicht brachten Dathan und Abiram auf diese Weise ihren Unwillen darüber zum Ausdruck, daß Moses als Levit Autorität über sie ausübte, weil sie das Vorrecht, das ihr Vorvater verwirkt hatte, gern wiedererlangt hätten. Aus 4. Mose 26:9 geht jedoch hervor, daß sie nicht nur gegen Moses und Aaron kämpften, sondern auch „gegen Jehova Streit führten“, der Moses und Aaron in ihre leitende Stellung eingesetzt hatte.
Psalm 106:32)
„Ferner erregten sie Zorn an den Wassern von Merịba, So daß es Moses ihretwegen schlecht erging.“
it-2 S. 320 Meriba
2. Der Name „Meriba“ wurde später auch einem Ort in der Nähe von Kadesch gegeben, wo die Israeliten erneut mit Moses und Jehova haderten, weil sie kein Wasser hatten (4Mo 20:1-13). Im Gegensatz zu dem Ort bei Rephidim, wo die Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten nahezu zwei Monate lagerten (2Mo 16:1; 17:1; 19:1), war dieses Meriba nicht als Massa bekannt. Die Bibel unterscheidet dieses Meriba von dem anderen manchmal durch die Bezeichnung „Wasser von Meriba“ (Ps 106:32) oder „Wasser von Meriba zu Kadesch“ (4Mo 27:14; 5Mo 32:51).
Psalm 106:48)
„Gesegnet sei Jehova, der Gott Israels, Von unabsehbarer Zeit ja bis auf unabsehbare Zeit; Und das ganze Volk soll amen sagen. Preiset Jah!“
it-1 S. 115 Amen
Jedes der vier ersten Bücher (oder Sammlungen) der Psalmen endet mit diesem Ausdruck, was andeuten mag, daß es bei der Versammlung Israels üblich war, am Ende des betreffenden Liedes oder Psalms in ein „Amen“ einzustimmen (Ps 41:13; 72:19; 89:52; 106:48).
it-1 S. 115-116 Amen
Das Gebet in 1. Chronika 16:36 und die Gebete in den Psalmen (41:13; 72:19; 89:52; 106:48) sowie der Gebrauch des Wortes „amen“ in den kanonischen Briefen lassen erkennen, daß es richtig ist, ein Gebet mit „amen“ zu beenden. Obwohl nicht alle in der Bibel aufgezeichneten Gebete mit „amen“ enden, z. B. Davids letztes Gebet für Salomo (1Ch 29:19) oder Salomos Gebet bei der Einweihung des Tempels (1Kö 8:53-61), ist es gut möglich, daß sie damit abgeschlossen wurden. (Vgl. 1Ch 29:20.) Weder die in Matthäus 26:39, 42 und Johannes 17:1-26 aufgezeichneten Gebete Jesu noch das Gebet der Jünger in Apostelgeschichte 4:24-30 enden mit „amen“. Doch die zuvor angeführten Beweise zeigen deutlich, daß es richtig ist, ein Gebet mit „amen“ abzuschließen, und vor allem die Worte des Paulus in 1. Korinther 14:16 zeigen, daß es in der Christenversammlung üblich war, am Ende eines Gebets gemeinsam „amen“ zu sagen. Eine weitere Stütze für den Gebrauch dieses Wortes finden wir in Offenbarung 5:13, 14; 7:10-12 und 19:1-4, wo gezeigt wird, daß Geschöpfe im Himmel es verwenden, um einem Gebet oder einer feierlichen Erklärung zuzustimmen und dadurch ihr Vertrauen, ihre volle Anerkennung und ihre von Herzen kommende unerschütterliche Hoffnung zum Ausdruck zu bringen.
Psalm 107:23)
„Die sich mit Schiffen aufs Meer hinabbegeben, Die Geschäfte treiben auf ausgedehnten Wassern,“
w05 15. 10. S. 32 „Die sich auf Schiffen aufs Meer hinabbegeben“
„Die sich auf Schiffen aufs Meer hinabbegeben“
VOR dem Außenhafen von Gloucester in Massachusetts (USA) steht die Bronzestatue eines Seemanns, der mit aller Kraft sein Schiff durch den Sturm steuert. Die Statue soll an die Tausende von Fischern aus Gloucester erinnern, die auf dem Meer ihr Leben ließen. Auf dem Sockel der Statue und auf einer Gedenktafel in der Nähe sind die Worte aus Psalm 107:23, 24 nach der King James Version zu lesen: „Die sich auf Schiffen aufs Meer hinabbegeben, auf großen Wassern Handel treiben, diese sehen die Taten des Herrn und seine Wunderwerke in der Tiefe.“
In den fischreichen Gewässern des Atlantiks auf Fang zu gehen ist nicht ganz ungefährlich. Im Lauf der Jahre waren es mindestens 5 368 Männer aus Gloucester, einer Stadt von ungefähr 30 000 Einwohnern, von denen man weiß, dass sie vom Fischen nicht mehr zurückgekommen sind. Auf der Tafel steht: „Einige wurden von den heulenden Winden verheerender Nordoststürme überrascht, die das Meer zu haushohen Wellen aufpeitschten. Einige ereilte das Schicksal in der Einsamkeit eines abgedrifteten kleinen Ruderboots, das von einem Schoner in den Fanggründen ausgesetzt worden war. Einige Schiffe sanken tragischerweise nach Kollisionen im Sturm. Andere kamen großen Dampfschiffen auf deren Route in die Quere.“
Das Denkmal ist ein trauriger Zeuge der mühseligen Arbeit und der Gefahren, denen Fischer all die Jahrhunderte hindurch ausgesetzt waren. Man stelle sich nur die Tränen der Verzweiflung vor, die über den Verlust von Ehemännern, Vätern, Brüdern und Söhnen vergossen worden sind. Doch Jehova vergisst nicht die Witwen und Waisen oder gar diejenigen, die auf See geblieben sind. Der Apostel Johannes wies auf ein künftiges Ereignis hin, als er schrieb: „Das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten heraus, die darin waren“ (Offenbarung 20:13). Nach ihrer Auferstehung werden alle, die „sich auf Schiffen aufs Meer hinabbegeben [haben]“, ganz bestimmt wunderbare „Taten des Herrn“ zu sehen bekommen.
Psalm 107:24)
„Sie sind es, die die Werke Jehovas Und seine wunderbaren Werke in den Tiefen gesehen haben,“
Psalm 107:26)
„Sie steigen auf zu den Himmeln, Sie fahren nieder zu den Gründen. Des Unglücks wegen zerschmilzt ihre eigene Seele.“
it-1 S. 1157 Himmel
Somit erstreckt sich der Begriff „Himmel“ in physischem Sinne über einen weiten Bereich. Obschon er sich auf die entferntesten Gegenden des Weltalls beziehen kann, kann er sich auch auf etwas beziehen, was einfach außergewöhnlich hoch oder erhaben ist. So heißt es von Menschen an Bord von Schiffen in sturmgepeitschtem Meer: „Sie steigen auf zu den Himmeln, sie fahren nieder zu den Gründen“ (Ps 107:26).
Psalm 107:27)
„Sie taumeln und schwanken wie ein Betrunkener, Und selbst all ihre Weisheit erweist sich als verwirrt.“
w06 1. 9. S. 14 Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen
107:27-31. Die Weisheit der Welt wird ‘sich als verwirrt erweisen’, wenn Harmagedon über die Welt hereinbricht (Offenbarung 16:14, 16). Sie kann niemanden vor der Vernichtung bewahren. Nur diejenigen, die bei Jehova Rettung suchen, werden am Leben bleiben und ihm ‘für seine liebende Güte danken’.
w87 15. 3. S. 24 Ein glücklicher Gott ein glückliches Volk
Bibelhöhepunkte Psalm 107 bis 150
Ein glücklicher Gott ein glückliches Volk
Wahres Glück ist ein Ziel, das die meisten nie erreichen. Eine kleine Gruppe von Menschen dagegen führt ein glückliches Leben. Was ist der Schlüssel dazu? Es ist die wahre Anbetung. Die Psalmen überzeugen uns davon, daß Jehova ein glücklicher Gott ist, und daher können auch wir glücklich sein, wenn wir ihn anbeten. Das geht aus dem fünften Buch der Psalmen, das die Psalmen 107 bis 150 einschließt, hervor, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen.
Jehova, der Befreier
Lies bitte Psalm 107 bis 119. Das Gebet der Juden um Befreiung aus der Babylonischen Gefangenschaft ist erhört worden, und „die von Jehova Zurückgeforderten“ frohlocken in einem Lied über die Rückkehr (Psalm 107). David ‘sang und spielte Gott Melodien’ und verkündete Gottes Güte und Liebe, als er seinerzeit befreit wurde (Psalm 108, 109). Mit Kraft von Jehova soll Davids Herr, Jesus Christus, Gottes Feinde unterwerfen (Psalm 110). Jehova rettet sein Volk nicht nur, sondern segnet auch den Rechtschaffenen, der ihn fürchtet (Psalm 111, 112). Nach ihrer Befreiung aus Babylon sangen die Juden bei ihren großen jährlichen Festen die Hallelpsalmen oder Lieder des Lobpreises (Psalm 113 bis 118). Der Psalm 119 ist der längste aller Psalmen, und mit zwei Ausnahmen beziehen sich alle 176 Verse auf das Wort oder Gesetz Gottes.
♦ 107:27 — Inwiefern ‘erwies sich ihre Weisheit als verwirrt’?
Genausowenig, wie die Weisheit Seeleuten helfen konnte, die von einem verheerenden Sturm überrascht wurden, hatte sie den Juden während ihrer Gefangenschaft in Babylon helfen können; alle menschlichen Mittel, sie zu befreien, hatten versagt. Erst als sie sich auf dem Höhepunkt dieser stürmischen Zeit Jehova zugewandt hatten, war die Befreiung gekommen. Er veranlaßte, daß der symbolische Sturm abflaute, und brachte sie in einen sicheren „Hafen“ — das Land Juda (Psalm 107:30).
♦ 110:3 — Was bedeutet es, eine ‘Jungmannschaft gleich Tautropfen’ zu haben?
Tau wird mit Segen, Fruchtbarkeit und Überfluß in Verbindung gebracht (1. Mose 27:28). Tautropfen sind auch angenehm erfrischend, lebenerhaltend, und es gibt sie in großer Zahl. Am Tag der Streitmacht des messianischen Königs bieten sich seine Untertanen schnell, freudig und in so großer Zahl dar, daß sie mit Tautropfen verglichen werden können. Die vielen jungen Männer und Frauen in der Organisation Jehovas, die heute ihrem Gott und ihren Glaubensbrüdern dienen, gleichen ebenfalls erfrischenden Tautropfen.
♦ 116:3 — Was sind „die Stricke des Todes“?
Es schien, als hätte der Tod den Psalmisten mit unzerreißbaren Stricken so fest gebunden, daß es kein Entrinnen mehr gab. Stricke, die fest um die Glieder gebunden werden, verursachen heftige Schmerzen oder Wehen, und in der griechischen Septuaginta wird das hebräische Wort für „Stricke“ mit „Wehen“ wiedergegeben. Als Jesus Christus starb, war er somit in dem lähmenden Griff oder in den Wehen des Todes. Jehova auferweckte Jesus, „indem er die Wehen des Todes löste“ (Apostelgeschichte 2:24).
♦ 119:83 — Inwiefern glich der Psalmist einem „Schlauch“?
Während der Psalmist darauf wartete, daß Jehova ihn tröstete, war er wie ein Schlauch geworden, den man irgendwo aufhängte, wenn er nicht in Gebrauch war. Durch den Rauch in einem Zelt oder in einem Haus ohne Schornstein färbte sich ein solcher Schlauch mit der Zeit dunkel, er trocknete aus und schrumpfte. Etwas Vergleichbares widerfuhr dem Psalmisten durch die Hand seiner Verfolger (Vers 84). Seine Bedrängnis war wahrscheinlich an seinem betrübten und zerfurchten Gesicht abzulesen, und sein gesamter Körper mag so sehr angegriffen gewesen sein, als sei sein Lebenssaft zum Teil vertrocknet. (Vergleiche Psalm 32:4.) Er mag sich daher so wertlos vorgekommen sein wie ein ausgetrockneter Schlauch, den man wegwarf, weil man darin keine Flüssigkeit mehr aufbewahren konnte. Aber trotz alledem hatte er ‘Gottes Bestimmungen nicht vergessen’.
♦ 119:119 — Inwiefern läßt Gott die Bösen wie „Schaumschlacke“ zu bestehen aufhören?
Der Schaum, der sich an geschmolzenem Metall oder im Schmelzofen bildet, ist ein wertloses Abfallprodukt; er besteht aus Verunreinigungen, die weggeworfen werden. Ein Läuterer trennt daher Metalle wie Gold oder Silber von der „Schaumschlacke“. Ähnlich betrachtet Jehova die Bösen, die nur dazu taugen, auf die Schlackenhalde geworfen zu werden. Er läßt sie zu bestehen aufhören, indem er sie von den Wertvollen — denjenigen, die in seiner Gunst stehen — trennt. (Vergleiche Hesekiel 22:17-22.)
Die Lehre für uns: Wie die Juden in alter Zeit erwarten Jehovas Zeugen heute die Rettung — sie hoffen, während des Sturms von Harmagedon bewahrt zu werden (Offenbarung 16:14, 16). Zu Gottes festgesetzter Zeit wird das gegenwärtige System der Dinge durch diesen großen Krieg hinweggefegt werden. Diejenigen, die in bezug auf Rettung nicht zu Jehova aufblicken, werden völlig hilflos sein, wenn sie von den Wogen dieser großen Vernichtung überrollt werden. Doch die Überlebenden werden „Jehova danken für seine liebende Güte“. Daher können in den gegenwärtigen letzten Tagen sowohl Jesu gesalbte Nachfolger als auch die Glieder der „großen Volksmenge“ völlig auf Jehova vertrauen (Psalm 107:31; Offenbarung 7:9).
Lieder „der Aufstiege“
Lies Psalm 120 bis 134. Diese 15 Psalmen werden Lieder „der Aufstiege“ genannt. Die Gelehrten sind sich über die genaue Bedeutung des Wortes „Aufstiege“ nicht einig, aber vielleicht wurden diese Psalmen von den Israeliten gesungen, wenn sie zu den drei jährlichen Festen in das hochgelegene Jerusalem hinaufgingen oder aufstiegen (Psalm 122:1).
♦ 120:4 — Was waren die „geschärften Pfeile“ und die „brennenden Kohlen“?
Eine verleumderische Zunge kann so zerstörerisch sein wie eine Waffe oder ein Feuer (Sprüche 12:18; Jakobus
Psalm 107:30)
„Und sie freuen sich, da diese zur Ruhe kommen, Und er führt sie zum Hafen ihres Wohlgefallens.“
w87 15. 3. S. 24 Ein glücklicher Gott ein glückliches Volk
Bibelhöhepunkte Psalm 107 bis 150
Ein glücklicher Gott ein glückliches Volk
Wahres Glück ist ein Ziel, das die meisten nie erreichen. Eine kleine Gruppe von Menschen dagegen führt ein glückliches Leben. Was ist der Schlüssel dazu? Es ist die wahre Anbetung. Die Psalmen überzeugen uns davon, daß Jehova ein glücklicher Gott ist, und daher können auch wir glücklich sein, wenn wir ihn anbeten. Das geht aus dem fünften Buch der Psalmen, das die Psalmen 107 bis 150 einschließt, hervor, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen.
Jehova, der Befreier
Lies bitte Psalm 107 bis 119. Das Gebet der Juden um Befreiung aus der Babylonischen Gefangenschaft ist erhört worden, und „die von Jehova Zurückgeforderten“ frohlocken in einem Lied über die Rückkehr (Psalm 107). David ‘sang und spielte Gott Melodien’ und verkündete Gottes Güte und Liebe, als er seinerzeit befreit wurde (Psalm 108, 109). Mit Kraft von Jehova soll Davids Herr, Jesus Christus, Gottes Feinde unterwerfen (Psalm 110). Jehova rettet sein Volk nicht nur, sondern segnet auch den Rechtschaffenen, der ihn fürchtet (Psalm 111, 112). Nach ihrer Befreiung aus Babylon sangen die Juden bei ihren großen jährlichen Festen die Hallelpsalmen oder Lieder des Lobpreises (Psalm 113 bis 118). Der Psalm 119 ist der längste aller Psalmen, und mit zwei Ausnahmen beziehen sich alle 176 Verse auf das Wort oder Gesetz Gottes.
♦ 107:27 — Inwiefern ‘erwies sich ihre Weisheit als verwirrt’?
Genausowenig, wie die Weisheit Seeleuten helfen konnte, die von einem verheerenden Sturm überrascht wurden, hatte sie den Juden während ihrer Gefangenschaft in Babylon helfen können; alle menschlichen Mittel, sie zu befreien, hatten versagt. Erst als sie sich auf dem Höhepunkt dieser stürmischen Zeit Jehova zugewandt hatten, war die Befreiung gekommen. Er veranlaßte, daß der symbolische Sturm abflaute, und brachte sie in einen sicheren „Hafen“ — das Land Juda (Psalm 107:30).
♦ 110:3 — Was bedeutet es, eine ‘Jungmannschaft gleich Tautropfen’ zu haben?
Tau wird mit Segen, Fruchtbarkeit und Überfluß in Verbindung gebracht (1. Mose 27:28). Tautropfen sind auch angenehm erfrischend, lebenerhaltend, und es gibt sie in großer Zahl. Am Tag der Streitmacht des messianischen Königs bieten sich seine Untertanen schnell, freudig und in so großer Zahl dar, daß sie mit Tautropfen verglichen werden können. Die vielen jungen Männer und Frauen in der Organisation Jehovas, die heute ihrem Gott und ihren Glaubensbrüdern dienen, gleichen ebenfalls erfrischenden Tautropfen.
♦ 116:3 — Was sind „die Stricke des Todes“?
Es schien, als hätte der Tod den Psalmisten mit unzerreißbaren Stricken so fest gebunden, daß es kein Entrinnen mehr gab. Stricke, die fest um die Glieder gebunden werden, verursachen heftige Schmerzen oder Wehen, und in der griechischen Septuaginta wird das hebräische Wort für „Stricke“ mit „Wehen“ wiedergegeben. Als Jesus Christus starb, war er somit in dem lähmenden Griff oder in den Wehen des Todes. Jehova auferweckte Jesus, „indem er die Wehen des Todes löste“ (Apostelgeschichte 2:24).
♦ 119:83 — Inwiefern glich der Psalmist einem „Schlauch“?
Während der Psalmist darauf wartete, daß Jehova ihn tröstete, war er wie ein Schlauch geworden, den man irgendwo aufhängte, wenn er nicht in Gebrauch war. Durch den Rauch in einem Zelt oder in einem Haus ohne Schornstein färbte sich ein solcher Schlauch mit der Zeit dunkel, er trocknete aus und schrumpfte. Etwas Vergleichbares widerfuhr dem Psalmisten durch die Hand seiner Verfolger (Vers 84). Seine Bedrängnis war wahrscheinlich an seinem betrübten und zerfurchten Gesicht abzulesen, und sein gesamter Körper mag so sehr angegriffen gewesen sein, als sei sein Lebenssaft zum Teil vertrocknet. (Vergleiche Psalm 32:4.) Er mag sich daher so wertlos vorgekommen sein wie ein ausgetrockneter Schlauch, den man wegwarf, weil man darin keine Flüssigkeit mehr aufbewahren konnte. Aber trotz alledem hatte er ‘Gottes Bestimmungen nicht vergessen’.
♦ 119:119 — Inwiefern läßt Gott die Bösen wie „Schaumschlacke“ zu bestehen aufhören?
Der Schaum, der sich an geschmolzenem Metall oder im Schmelzofen bildet, ist ein wertloses Abfallprodukt; er besteht aus Verunreinigungen, die weggeworfen werden. Ein Läuterer trennt daher Metalle wie Gold oder Silber von der „Schaumschlacke“. Ähnlich betrachtet Jehova die Bösen, die nur dazu taugen, auf die Schlackenhalde geworfen zu werden. Er läßt sie zu bestehen aufhören, indem er sie von den Wertvollen — denjenigen, die in seiner Gunst stehen — trennt. (Vergleiche Hesekiel 22:17-22.)
Die Lehre für uns: Wie die Juden in alter Zeit erwarten Jehovas Zeugen heute die Rettung — sie hoffen, während des Sturms von Harmagedon bewahrt zu werden (Offenbarung 16:14, 16). Zu Gottes festgesetzter Zeit wird das gegenwärtige System der Dinge durch diesen großen Krieg hinweggefegt werden. Diejenigen, die in bezug auf Rettung nicht zu Jehova aufblicken, werden völlig hilflos sein, wenn sie von den Wogen dieser großen Vernichtung überrollt werden. Doch die Überlebenden werden „Jehova danken für seine liebende Güte“. Daher können in den gegenwärtigen letzten Tagen sowohl Jesu gesalbte Nachfolger als auch die Glieder der „großen Volksmenge“ völlig auf Jehova vertrauen (Psalm 107:31; Offenbarung 7:9).
Lieder „der Aufstiege“
Lies Psalm 120 bis 134. Diese 15 Psalmen werden Lieder „der Aufstiege“ genannt. Die Gelehrten sind sich über die genaue Bedeutung des Wortes „Aufstiege“ nicht einig, aber vielleicht wurden diese Psalmen von den Israeliten gesungen, wenn sie zu den drei jährlichen Festen in das hochgelegene Jerusalem hinaufgingen oder aufstiegen (Psalm 122:1).
♦ 120:4 — Was waren die „geschärften Pfeile“ und die „brennenden Kohlen“?
Eine verleumderische Zunge kann so zerstörerisch sein wie eine Waffe oder ein Feuer (Sprüche 12:18; Jakobus
Psalm 108:9)
„Mọab ist mein Waschbecken. Über Ẹdom werde ich meine Sandale werfen. Über Philistạ̈a werde ich im Triumph jauchzen.““
it-2 S. 375 Moab
Vermutlich ebenfalls im Hinblick auf diesen Sieg sprach der Psalmist davon, daß Gott Moab als sein „Waschbecken“ betrachte (Ps 60:8; 108:9).
it-2 S. 788 Sandale
Mit den Worten „Über Edom werde ich meine Sandale werfen“ (Ps 60:8; 108:9) meinte Jehova wahrscheinlich, daß Edom unterworfen werden würde. Die Äußerung bezog sich möglicherweise auf den Brauch, seine Sandale auf ein Stück Land zu werfen und so anzuzeigen, daß man es in Besitz nahm. Oder Jehova mag dadurch seine Verachtung für Edom zum Ausdruck gebracht haben, da Moab im selben Text „mein Waschbecken“ genannt wird. Im Nahen Osten ist das Werfen der Sandale heute eine Geste der Verachtung.
Psalm 108:10)
„Wer wird mich zu der befestigten Stadt bringen? Wer wird mich tatsächlich bis nach Ẹdom führen?“
it-2 S. 907 Sela
2. Eine bedeutende edomitische Stadt, die Amazja, der König von Juda, einnahm und in Joktheel umbenannte (2Kö 14:7). Sela könnte die in Psalm 108:10 nicht namentlich erwähnte ‘befestigte Stadt’ gewesen sein.
Psalm 109:8)
„Seine Tage mögen sich als wenige erweisen; Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.“
bt Kap. 2 S. 19 Abs. 20 „Ihr werdet Zeugen von mir sein“
Jehova wollte offenbar, dass 12 Apostel, die Jesus während seines Dienstes auf der Erde begleitet hatten, die künftigen „zwölf Grundsteine“ des Neuen Jerusalem bildeten (Offb. 21:2, 14). Gott ließ Petrus also verstehen, dass sich die Prophezeiung „Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer“ auf Judas bezog (Ps. 109:8).
it-1 S. 1425 Judas
Durch jemand anders ersetzt. Irgendwann zwischen Jesu Himmelfahrt und Pfingsten 33 u. Z. erklärte Petrus vor etwa 120 versammelten Jüngern, daß es angebracht sei, als Ersatz für Judas jemand anders auszusuchen, und er stützte sich dabei auf die Prophezeiung aus Psalm 109:8. Man stellte zwei Kandidaten auf und warf Lose über sie. Auf diese Weise wurde Matthias ausgewählt, „damit er den Platz dieses Dienstes und Apostelamtes einnehme, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen“ (Apg 1:15, 16, 20-26).
it-2 S. 1252 Vorherbestimmung, Vorherwissen
Wurde Judas von Gott dazu vorherbestimmt, Jesus zu verraten, um die Prophezeiung zu erfüllen?
Judas Iskariots verräterisches Vorgehen war eine Erfüllung göttlicher Prophezeiungen und ein Beweis für Jehovas Vorherwissen und das Vorherwissen seines Sohnes (Ps 41:9; 55:12, 13; 109:8; Apg 1:16-20). Es kann aber nicht gesagt werden, Gott habe Judas zu einer solchen Handlungsweise prädestiniert oder vorherbestimmt. Gemäß den Prophezeiungen sollte Jesus von einem seiner Vertrauten verraten werden, es wurde aber nicht ausdrücklich gesagt, welcher von ihnen der Verräter sein würde. Auch in diesem Fall schließen biblische Grundsätze aus, daß Gott Judas’ Handlungen vorherbestimmt hatte. Der göttliche Maßstab, den der Apostel Paulus anführte, lautet: „Lege niemals deine Hände jemandem voreilig auf; auch habe nicht teil an den Sünden anderer; bewahre dich selbst keusch“ (1Ti 5:22; vgl. 3:6). Jesu Sorge, bei der Auswahl seiner 12 Apostel weise und richtig vorzugehen, zeigt sich unter anderem darin, daß er die ganze Nacht zu seinem Vater betete, bevor er seine Entscheidung bekanntgab (Luk 6:12-16). Wäre Judas von Gott bereits als Verräter vorherbestimmt worden, würde dies auf Widersprüche in Gottes Führung und Leitung hinweisen, und er würde gemäß der Regel an den Sünden, die jemand begeht, teilhaben.
Als Judas zum Apostel gewählt wurde, wies sein Herz anscheinend noch keine eindeutigen Anzeichen für die Einstellung eines Verräters auf. Er ließ zu, daß in ihm ‘eine giftige Wurzel aufsproß’ und er dadurch befleckt wurde, was zur Folge hatte, daß er sich nicht mehr von Gott leiten ließ, sondern vom Teufel, und so zum Dieb und Verräter wurde (Heb 12:14, 15; Joh 13:2; Apg 1:24, 25; Jak 1:14, 15; siehe JUDAS Nr. 3). Als diese Entwicklung einen bestimmten Punkt erreicht hatte, konnte Jesus selbst sehen, was in Judas’ Herz vorging, und vorhersagen, wer ihn verraten werde (Joh 13:10, 11).
si S. 203-204 Abs. 32 44. Bibelbuch Apostelgeschichte
32 Wie die Evangelienberichte, so bestätigt auch die Apostelgeschichte die Glaubwürdigkeit und die Inspiration der Hebräischen Schriften. Kurz vor Pfingsten wies Petrus auf die Erfüllung zweier Prophezeiungen hin, die „der heilige Geist durch den Mund Davids über Judas vorhergesagt hatte“ (Apg. 1:16, 20; Ps. 69:25; 109:8).
Psalm 109:10)
„Und seine Söhne laß ganz gewiß umherirren; Und sie sollen betteln gehen, Und sie sollen von ihren öden Stätten aus nach [Nahrung] suchen.“
it-1 S. 390 Betteln, Bettler
In Sprüche 20:4 wird dagegen von dem Faulen gesagt, daß er „zur Erntezeit betteln“ werde, und in Psalm 109:10 wird die Strafe, die die Bösen ereilen wird, wie folgt beschrieben: „Seine Söhne laß ganz gewiß umherirren; und sie sollen betteln gehen, und sie sollen von ihren öden Stätten aus nach Nahrung suchen.“ In diesen beiden letzten Texten ist das Wort „betteln“ eine Wiedergabe des hebräischen Wortes schaʼál, das eigentlich „verlangen“ oder „erbitten“ bedeutet (2Mo 3:22; 1Kö 3:11). In den beiden Fällen wird jedoch angezeigt, daß das Bitten intensiv erfolgt und vielleicht öffentlich — ein Merkmal des Bettelns.
Psalm 109:23)
„Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, muß ich dahingehen. Ich bin abgeschüttelt worden wie eine Heuschrecke.“
w06 1. 9. S. 13 Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen
109:23 Was meinte David mit den Worten: „Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, muss ich dahingehen“? David sprach poetisch davon, dass er bald sterben müsse (Psalm 102:11).
it-2 S. 818 Schatten
Die Veränderlichkeit des Schattens und sein schließliches Verschwinden zufolge der Veränderung des Sonnenstandes dient als Bild für die Kurzlebigkeit oder Vergänglichkeit des Menschen (1Ch 29:15; Hi 8:9; 14:1, 2; Ps 102:11; 144:4; Pr 6:12; 8:13). Die Feststellung „Meine Tage sind wie ein Schatten, der sich geneigt hat“ bedeutet, daß der Tod des Betreffenden nahe bevorsteht (Ps 102:11; 109:23).
Psalm 109:31)
„Denn er wird zur Rechten des Armen stehen, Um [ihn] vor denen zu retten, die seine Seele richten.“
w06 1. 9. S. 14 Höhepunkte aus dem fünften Buch der Psalmen
109:30, 31; 110:5. Die rechte Hand, mit der ein Soldat das Schwert führte, war gewöhnlich nicht vom Schild geschützt. Der Schild wurde nämlich links gehalten. Bildlich gesprochen steht Jehova „zur Rechten“ seiner Diener, um für sie zu kämpfen. Dadurch beschützt er sie und steht ihnen bei — ein guter Grund, ihn ‘sehr zu lobpreisen’.
it-1 S. 1052 Hand
Gewöhnlich schwang ein Krieger mit der rechten Hand sein Schwert. Da sich der Schild in der Linken befand, war die Rechte ohne Schutz. Deshalb stand oder kämpfte ein Freund an seiner Rechten, um ihn zu unterstützen und zu schützen. Dieses Bild wird gebraucht, um darzustellen, wie Gott seinen Dienern hilft und sie beschützt (Ps 16:8; 109:30, 31; 110:5; 121:5).

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PSALM 102–105 | Schätze Aus Gottes Wort: woche vom 15.–21. August

BIBLISCHE TEXTE UND VERWEISE: SCHÄTZE AUS GOTTES WORT | PSALM 102–105

„JEHOVA BERÜCKSICHTIGT, DASS WIR STAUB SIND“ (10 MIN.):

David veranschaulicht durch Vergleiche Jehovas Barmherzigkeit.
103:11
Wenn man zum Himmel schaut, kann man kaum erfassen, wie weit es bis zu den Sternen ist. Genauso wenig können wir verstehen, wie groß Jehovas loyale Liebe ist
103:12
So weit, wie der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang entfernt ist — so weit entfernt Jehova unsere Sünden von uns
103:13
So wie ein Vater mitfühlt, wenn sein Sohn Schmerzen hat, so ist Jehova denen gegenüber barmherzig, die wegen ihrer Sünden niedergeschlagen sind und bereuen

Ps 103:8-12 — Jehova vergibt uns gern, wenn wir bereuen (w13 15. 6. 20 Abs. 14; w12 15. 7. 16 Abs. 17)

StudienbibelPsalm 103:8-12
8 Jehova* ist barmherzig und gnädig,+
Langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte.+
9 Er wird nicht für alle Zeit fortfahren zu rügen,+
Noch wird er auf unabsehbare Zeit grollen.+
10 Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan;+
Noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen.+
11 Denn wie die Himmel höher sind als die Erde,+
So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.+
12 So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang,+
So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.+
Der Wachtturm 2013Lerne Jehovas Loyalität und Bereitschaft zu vergeben schätzen
14. Warum kann es uns sehr trösten, über Jehovas Bereitschaft zu vergeben nachzudenken? An welchem Beispiel wird das deutlich?
14 Uns bewusst zu machen, wie groß Jehovas Bereitschaft zu vergeben ist, kann uns sehr trösten. Wieso? Das zeigt die Erfahrung einer Schwester, die wir Helena nennen wollen. Vor langer Zeit war ihr die Gemeinschaft entzogen worden; nach ein paar Jahren konnte sie aber wieder aufgenommen werden. Sie erzählt: „Ich hab mir zwar gesagt, dass Jehova mir vergeben hat (und das auch vor anderen vertreten), aber trotzdem hatte ich immer so ein Gefühl, als ob zwischen ihm und mir eine gewisse Distanz wäre — als ob andere ihm näher stünden und er realer für sie sei.“ Irgendwann beschäftigte sie sich mit einigen Sprachbildern, mit denen die Bibel Jehovas Bereitschaft zu vergeben beschreibt, und ließ das auf sich wirken. „Von da an spürte ich Jehovas innige Zuneigung und Liebe auf eine Weise, wie ich sie nie gekannt hatte“, erzählt sie. Besonders zu Herzen ging ihr folgender Gedanke: „Wenn Jehova unsere Sünden vergibt, bleibt nicht für den Rest unseres Lebens ein Makel an uns haften.“* Sie sagt: „Mir ging auf, dass ich gar nicht geglaubt hatte, Jehova könne mir vollständig vergeben — ich hatte mir eingebildet, ich müsse diese Last mein Leben lang mit mir herumtragen. Jetzt spüre ich allmählich, wie ich Jehova wirklich näherkommen kann, auch wenn es seine Zeit braucht. Mir ist, als hätte jemand eine Riesenlast von meinen Schultern genommen.“ Wie liebevoll ist doch der Gott, dem wir dienen dürfen — bereit, wirklich in großem Maße zu vergeben! (Ps. 103:9).
Der Wachtturm 2012Diene dem Gott der Freiheit
17. (a) Warum brauchen wir nicht zu resignieren, wenn uns unsere Unvollkommenheiten zu schaffen machen? (b) Wie hilft uns Jehova, wenn wir einen Fehler gemacht haben?
17 Es kommt natürlich vor, dass wir Fehler machen. Das geht uns schließlich allen so (Pred. 7:20). Lass dir davon nicht das Selbstwertgefühl oder den Mut rauben. Wenn du gewissermaßen stolperst und hinfällst, dann steh wieder auf und geh weiter — auch wenn es dazu nötig ist, die Ältesten deiner Versammlung um Hilfe zu bitten. Wie Jakobus schrieb, wird ihr „Gebet des Glaubens . . . dem sich nicht wohl Fühlenden zum Heil sein, und Jehova wird ihn aufrichten. Und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden“ (Jak. 5:15). Vergiss nie, dass Jehova durch und durch barmherzig ist und dass er dich „gezogen“ hat, weil er dein Potenzial gesehen hat. (Lies Psalm 103:8, 9.) Solange du ihm also mit ungeteiltem Herzen dienst, wird er dich nie aufgeben (1. Chr. 28:9).

Ps 103:13, 14 — Jehova weiß genau, wo unsere Grenzen liegen (w15 15. 4. 26 Abs. 8; w13 15. 6. 15 Abs. 16)

StudienbibelPsalm 103:13, 14
13 Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,+
Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.+
14 Denn er selbst kennt ja unser Gebilde,+
Ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind.+
Der Wachtturm 2015Vertraue immer auf Jehova!
8. Was verspricht uns Jehova, wenn es um unsere Grenzen geht?
8 Jehova kennt auch unsere Grenzen (Ps. 103:14). Deshalb erwartet er von uns nicht, alles aus eigener Kraft zu schaffen, sondern bietet uns seine väterliche Unterstützung an. Natürlich glauben wir manchmal, nicht mehr weitermachen zu können. Jehova lässt aber nicht zu, dass einer seiner Diener mehr leiden muss, als er ertragen kann. Er sichert uns zu: Er wird „den Ausweg schaffen“. (Lies 1. Korinther 10:13.) Wir haben also guten Grund, darauf zu vertrauen, dass Jehova unsere Grenzen richtig einschätzt.
Der Wachtturm 2013Lerne Jehovas Freigebigkeit und Vernünftigkeit schätzen
16 Nun, stell dir vor, du bist der arme Israelit und kommst mit deinem bisschen Mehl zur Stiftshütte, um zu opfern. Dort siehst du, wie viele wohlhabendere Israeliten ihr Groß- oder Kleinvieh als Opfer bringen. Du würdest dich am liebsten verstecken mit deinem scheinbar kümmerlichen Mehlopfer. Doch dann besinnst du dich darauf, dass dein Opfer in den Augen Jehovas sehr wohl wertvoll ist. Warum? Nicht zuletzt deshalb, weil Jehova erwartete, dass das Mehl von sehr guter Qualität war. Jehova sagte praktisch zu dem ärmeren Israeliten: „Mir ist klar, dass du nicht so viel geben kannst wie andere, aber ich weiß genau, dass du mir dein Bestes gibst.“ Jehova hat also ganz offensichtlich Verständnis für die Einschränkungen und Umstände seiner Diener und nimmt darauf Rücksicht — er ist vernünftig! (Ps. 103:14).

Ps 103:19, 22 — Dankbarkeit für seine Barmherzigkeit und für sein Mitgefühl sollten uns dazu motivieren, das Königreich zu unterstützen (w10 15. 11. 25 Abs. 5; w07 1. 12. 21 Abs. 1)

StudienbibelPsalm 103:19
19 Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet;+
Und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht.+
StudienbibelPsalm 103:22
22 Segnet Jehova, all ihr seine Werke,+
An allen Orten seiner Herrschaft.*+
Segne Jehova, o meine Seele.+
Der Wachtturm 2010Jehova ist unser Souveräner Herr!
5. Was drängt uns dazu, die Souveränität Jehovas zu verteidigen?
5 Als der Schöpfer aller Dinge ist Jehova Gott der Souverän der Erde ebenso wie des gesamten Universums. (Lies Offenbarung 4:11.) Er ist auch unser Richter, Satzungsgeber und König, denn er vereint in seiner Person die oberste richterliche, gesetzgebende und ausführende Regierungsgewalt (Jes. 33:22). Da wir ihm unsere Existenz verdanken und von ihm abhängig sind, sollten wir ihn als unseren Souveränen Herrn betrachten. Wir fühlen uns gedrängt, seine erhabene Stellung zu verteidigen, wenn wir immer im Sinn behalten: „Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht“ (Ps. 103:19; Apg. 4:24).
Der Wachtturm 2007Jehovas Souveränität und das Königreich Gottes
1. Warum ist Jehova der rechtmäßige Souverän des Universums?
„JEHOVA selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht“ (Psalm 103:19). Mit dieser Aussage verweist der Psalmenschreiber auf das Grundprinzip von Herrschaft. Als der Schöpfer ist Jehova Gott zu Recht der souveräne Herrscher des Universums.

NACH GEISTIGEN SCHÄTZEN GRABEN (8 MIN.):

Ps 102:12, 27 — Wie kann es uns in schweren Zeiten helfen, wenn wir uns auf unser Verhältnis zu Jehova konzentrieren? (w14 15. 3. 16 Abs. 19-21)

StudienbibelPsalm 102:12
12 Was dich betrifft, o Jehova, auf unabsehbare Zeit wirst du wohnen,+
Und dein Gedenk[name] wird für Generation um Generation sein.+
StudienbibelPsalm 102:27
27 Du aber bist derselbe*, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.+
Der Wachtturm 2014Uns positiver einschätzen — wie?
19. In welcher Lage war der Schreiber von Psalm 102?
19 Der Schreiber von Psalm 102 war am Boden zerstört. Er war „niedergedrückt“, stand körperlich oder emotional extrem unter Belastung. Er war „schwach“, ohne Kraft, an seiner schwierigen Lage etwas zu ändern (Ps. 102, Überschrift). Seine Worte lassen darauf schließen, dass er ganz versunken war in seiner Gefühlswelt, in Schmerz und Einsamkeit (Ps. 102:3, 4, 6, 11). Er glaubte sogar, Jehova wolle ihn wegwerfen (Ps. 102:10).
20. Wie kann das Gebet jemand helfen, der gegen schwarze Gedanken ankämpft?
20 Doch solange er lebte, konnte er nach wie vor Jehova preisen. (Lies Psalm 102:19-21.) Dieser Psalm beweist: Auch jemandem, der „im Glauben“ ist, kann es passieren, dass er sich vor lauter Schmerz kaum noch auf etwas anderes konzentrieren kann. Der Psalmenschreiber kam sich vor wie „ein einsamer Vogel auf einem Dach“ — allein mit seinen Problemen (Ps. 102:7). Wenn dir das je so geht, dann tu dasselbe wie der Psalmist: Schütte Jehova dein Herz aus. Und bist du auch noch so niedergedrückt — deine Gebete können dir dabei helfen, gegen schwarze Gedanken anzukämpfen. Jehova hat versprochen, er werde sich dem Gebet derer, die in Not sind, „sicherlich . . . zuwenden und ihr Gebet nicht verachten“ (Ps. 102:17). Du kannst dich darauf verlassen, dass er Wort hält!
21. Was kann einem helfen, positiver über sich zu denken?
21 Psalm 102 zeigt auch, wie du es schaffen kannst, positiver über dich zu denken. Der Psalmist lenkte dazu seine Gedanken bewusst auf seine Freundschaft zu Jehova (Ps. 102:12, 27). Das Bewusstsein, dass Jehova immer da sein wird, um seinen Dienern durch Prüfungen hindurchzuhelfen, tröstete ihn. Wenn dir also negative Gefühle so schwer zu schaffen machen, dass du eine Zeit lang nicht das für Jehova tun kannst, was du gern möchtest, dann vertraue ihm das im Gebet an. Bitte ihn darum, dich nicht nur deshalb zu erhören, damit deine Lage leichter wird, sondern auch „damit der Name Jehovas . . . verkündet werde“ (Ps. 102:20, 21).

Ps 103:13 — Warum beantwortet Jehova nicht jede unserer Bitten sofort? (w15 15. 4. 25 Abs. 7)

StudienbibelPsalm 103:13
13 Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist,+
Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.+
Der Wachtturm 2015Vertraue immer auf Jehova!
7. Warum erhört Jehova unsere Gebete nicht immer sofort?
7 Warum reagiert Jehova nicht sofort auf jede Bitte? Denken wir daran, dass er unser Verhältnis zu ihm mit dem eines Kindes zu seinem Vater vergleicht (Ps. 103:13). Ein Kind kann von den Eltern nicht erwarten, dass sie ihm sofort jede Bitte erfüllen. Manche Bitten entspringen vielleicht nur einer Laune. Für andere ist der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen. Und wieder andere Bitten sind weder für das Kind noch für die Beteiligten gut. Würden die Eltern auf jede Bitte des Kindes sofort eingehen, würde ihr Verhältnis außerdem eher dem eines Dieners zu seinem Herrn gleichen, wobei das Kind der Herr wäre. Auch Jehova lässt manchmal — zu unserem Besten — Zeit verstreichen, bis er unsere Gebete erhört. Dazu hat er als unser weiser Schöpfer, liebevoller Herr und himmlischer Vater auch das Recht. Jede Bitte sofort zu erfüllen, würde das angemessene Verhältnis zwischen ihm und uns auf den Kopf stellen. (Vergleiche Jesaja 29:16; 45:9.)

Was erfahre ich aus den gelesenen Kapiteln über Jehova?

Welche Gedanken kann ich bei Gesprächen im Predigtdienst verwenden?

PSALM 102–105 | VORSCHLÄGE FÜR IHRE PERSÖNLICHE KOMMENTAR

Psalm 102:6)
„Ich bin tatsächlich dem Pelikan der Wildnis ähnlich. Ich bin wie ein Käuzchen der Einöden geworden.“
*** it-1 S. 696 Eule ***
Zu den „unreinen“ Vögeln gehört auch das mit dem hebräischen Wort kōß bezeichnete Käuzchen (Athene noctua) (5Mo 14:16, Br, Lu, NW; siehe auch L. Koehler, W. Baumgartner, Lexicon in Veteris Testamenti Libros, 2. Auflage, Leiden 1958, S. 428; Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament, 3. Auflage, Leiden 1974, S. 444, 445). Das etwa 25 cm lange Käuzchen ist eine der am weitesten verbreiteten Eulenarten in Palästina; es ist in Dickichten, Olivenhainen und einsamen Ruinen zu finden. Der Psalmist fühlte sich in seiner Bedrängnis und Einsamkeit wie „ein Käuzchen der Einöden“ (Ps 102:6). Recht passend ist der arabische Name für diese spezielle Eulenart: „Mutter der Ruinen“.
*** it-2 S. 553 Pelikan ***
Wenn sich der Pelikan satt gefressen hat, fliegt er oft an einen einsamen Ort, wo er eine melancholische Haltung einnimmt. Er läßt seinen Kopf auf die Schultern sinken und sitzt so regungslos da, daß man ihn von weitem für einen weißen Stein halten könnte. Zuweilen verharrt der Vogel in dieser Stellung stundenlang, weshalb er zu der melancholischen Untätigkeit paßt, auf die der Psalmist Bezug nimmt, als er die Bitterkeit seines Kummers veranschaulicht und schreibt: „Ich bin tatsächlich dem Pelikan der Wildnis ähnlich“ (Ps 102:6). Dabei ist mit dem Begriff „Wildnis“ nicht unbedingt eine Wüste gemeint, sondern einfach eine Gegend, fern vom Lebensraum der Menschen, vielleicht ein Sumpf. Zu bestimmten Jahreszeiten halten sich Pelikane heute noch in den Sümpfen des n. Jordantals auf.
Psalm 102:11)
„Meine Tage sind wie ein Schatten, der sich geneigt hat, Und ich selbst bin verdorrt wie bloßer Pflanzenwuchs.“
*** it-2 S. 818 Schatten ***
Die Veränderlichkeit des Schattens und sein schließliches Verschwinden zufolge der Veränderung des Sonnenstandes dient als Bild für die Kurzlebigkeit oder Vergänglichkeit des Menschen (1Ch 29:15; Hi 8:9; 14:1, 2; Ps 102:11; 144:4; Pr 6:12; 8:13). Die Feststellung „Meine Tage sind wie ein Schatten, der sich geneigt hat“ bedeutet, daß der Tod des Betreffenden nahe bevorsteht (Ps 102:11; 109:23).
Psalm 102:19)
„Denn er hat herabgeschaut von seiner heiligen Höhe, Von den Himmeln selbst hat er, Jehova, ja auf die Erde geschaut,“
*** it-1 S. 1157 Himmel ***
Von seiner alles überragenden Stellung aus schaut Jehova gewissermaßen auf den materiellen Himmel und auf die Erde herab (Ps 14:2; 102:19; 113:6), und von dieser erhabenen Stellung aus redet er auch, erhört Bitten und hält Gericht (1Kö 8:49; Ps 2:4-6; 76:8; Mat 3:17).
Psalm 102:25)
„Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, Und die Himmel sind das Werk deiner Hände.“
*** w11 1. 7. S. 27 Von wem stammen die Gesetze des Universums? ***
3. Ewig oder vergänglich?
Aristoteles sah zwischen Himmel und Erde einen großen Unterschied. Sein Konzept war, dass die Erde Veränderung und Zerfall erfährt. Der Äther dagegen, aus dem der Sternenhimmel bestehe, sei absolut unveränderlich und ewig. Die kristallinen Sphären und die daran befestigten Gestirne würden weder Veränderung noch Alterung noch Zerfall unterliegen.
Lehrt die Bibel das auch? In Psalm 102:25-27 heißt es: „Vor Langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.“
In diesem Psalm, der vielleicht zweihundert Jahre vor Aristoteles geschrieben wurde, werden nicht die Erde und der Sternenhimmel einander gegenübergestellt, so als ob das eine vergänglich, das andere aber ewig sei. Der Psalmenschreiber stellt vielmehr Himmel und Erde Gott, dem Allmächtigen, gegenüber, auf den ihre Erschaffung zurückgeht.
*** w06 1. 1. S. 30 Fragen von Lesern ***
Jehovas ewige Existenz steht in krassem Gegensatz zur Kurzlebigkeit des Psalmisten. „Deine Jahre währen durch alle Generationen hindurch“, sagt er zu Jehova (Psalm 102:24). Und dann erklärt er weiter: „Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände“ (Psalm 102:25).
Doch selbst das enorme Alter der Erde und der Himmel ist nichts im Vergleich zu Jehovas ewiger Existenz.
*** it-1 S. 1159-1160 Himmel ***
Daß der materielle Himmel von Bestand ist, geht aus dem Umstand hervor, daß er in Vergleichen erwähnt wird, die sich auf ewigwährende Dinge beziehen, wie zum Beispiel auf die friedlichen, gerechten Auswirkungen der Herrschaft des davidischen Königreiches, das Gottes Sohn ererbt hat (Ps 72:5-7; Luk 1:32, 33). Bibeltexte wie Psalm 102:25, 26, die sagen, daß die Himmel „vergehen“ und wie ‘zerfallene Kleidung ersetzt werden’, sind nicht buchstäblich zu verstehen.
Gemäß Lukas 21:33 sagte Jesus: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden auf keinen Fall vergehen.“ Der Sinn dieser Äußerung ist anscheinend der gleiche wie in Matthäus 5:18: „Wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen [oder: „Es ist tatsächlich leichter, daß Himmel und Erde vergehen“, Luk 16:17], als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe.“
Psalm 102:25-27 betont, daß Gott ewig lebt und unvergänglich ist, wohingegen Himmel und Erde, seine materiellen Schöpfungswerke, vergänglich sind, das heißt, sie könnten vernichtet werden — wenn Gott es vorhätte. Im Gegensatz zur ewigwährenden Existenz Gottes ist die Beständigkeit irgendeines Teils seiner materiellen Schöpfung von bedingter Natur. Wie auf der Erde zu beobachten ist, muß sich die materielle Schöpfung einem ständigen Erneuerungsprozeß unterziehen, wenn sie bestehenbleiben oder ihre gegenwärtige Form erhalten will. Daß der materielle Himmel von dem Willen und der erhaltenden Macht Gottes abhängig ist, geht aus Psalm 148 hervor. Nachdem Sonne, Mond und Sterne zusammen mit anderen Teilen der Schöpfung Gottes erwähnt worden sind, wird in Vers 6 von Gott erklärt: „Er läßt sie für immer bestehen, auf unabsehbare Zeit. Eine Bestimmung hat er gegeben, und sie wird nicht vergehen.“
Die Worte in Psalm 102:25, 26 beziehen sich zwar auf Jehova Gott, doch der Apostel Paulus hielt es für passend, sie auf Jesus Christus anzuwenden. Er konnte dies tun, weil der einziggezeugte Sohn Gottes als Gottes persönlicher Vertreter dazu eingesetzt worden war, das materielle Universum zu erschaffen. Paulus stellte die Unveränderlichkeit des Sohnes der Beständigkeit der materiellen Schöpfung gegenüber; diese Schöpfung könnte Gott, wenn er wollte, „zusammenrollen wie einen Mantel“ und beiseite legen (Heb 1:1, 2, 8, 10, 12; vgl. 1Pe 2:3, Fn.).
*** rs S. 99 Abs. 2 Dreieinigkeit (Dreifaltigkeit, Trinität) ***
Warum werden die Worte aus Psalm 102:25-27 in Hebräer 1:10-12 auf den Sohn angewandt, während der Psalmist sie doch offensichtlich an Gott gerichtet hatte? Weil es kein anderer als der Sohn war, durch den Gott die vom Psalmisten beschriebenen Schöpfungswerke ausführte. (Siehe Kolosser 1:15, 16; Sprüche 8:22, 27-30.) In Hebräer 1:5b wird 2. Samuel 7:14 zitiert und auf den Sohn Gottes angewandt. Dieser Text erfüllte sich zwar zunächst an Salomo, später aber an Jesus Christus, doch das bedeutet nicht, daß Salomo und Jesus ein und dieselbe Person waren. Jesus ist ‘größer als Salomo’ und führt ein Werk aus, das durch Salomos Werk vorgeschattet wurde (Luk. 11:31, Pe).
*** w86 15. 12. S. 29 „Segne Jehova“ Warum? ***
♦ 89:49 — Worum handelte es sich bei den „Taten liebender Güte“?
Der Ausdruck „Taten liebender Güte“ bezieht sich auf den Königreichsbund mit allen dazugehörigen Einzelheiten. In schwierigen Zeiten war es angebracht, daß die Israeliten gegenüber Jehova diese Verheißungen erwähnten. Das geschah jedoch nicht aus Zweifel an dem Bund, sondern indem sie auf dessen Grundlage ihre Bitten an Gott richteten.
Die Lehre für uns: In Psalm 85 wird hervorgehoben, warum wir uns nach Gottes neuem System der Dinge sehnen sollten. Die materiellen Segnungen werden nur kurz erwähnt (Vers 12). Der Nachdruck wird auf die geistigen Segnungen gelegt: liebende Güte, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Frieden (Vers 10-13). Jehova hat kein Gefallen an materialistischen Wünschen, sondern zeigt, daß uns in erster Linie die geistigen Segnungen des neuen Systems motivieren sollten.
‘Jehova ist König geworden!’
Lies Psalm 90 bis 100. Moses stellt die Ewigkeit Gottes der kurzen Lebensspanne des Menschen gegenüber und hebt dann hervor, daß Jehova uns Sicherheit gibt (Psalm 90, 91). Jehovas erhabene Eigenschaften werden gepriesen, und in den folgenden Psalmen werden Gottes Macht, seine liebende Güte und seine Gerechtigkeit sowie das Königreichsthema in den Vordergrund gerückt (Psalm 92 bis 100).
♦ 90:10 — Lebte Moses nicht wesentlich länger als 80 Jahre?
Moses lebte zwar 120 Jahre, aber das war für die Menschen im allgemeinen nicht repräsentativ. Die Eingeschriebenen der treulosen Generation, die aus Ägypten auszog, sollten „vom Zwanzigjährigen aufwärts“ im Verlauf von 40 Jahren, also innerhalb der von Moses erwähnten Zeitspanne, sterben (4. Mose 14:29-34). Die Aussage, daß bis zum Zeitpunkt seines Todes ‘sein Auge nicht trübe geworden war und seine Lebenskraft nicht gewichen war’, deutet an, daß Moses seine Kraft von Gott erhalten hatte (5. Mose 34:7).
♦ 95:3 — Inwiefern ist Jehova ein „König über alle anderen Götter“?
Als universeller Souverän ist Jehova über alles erhaben, und er ist insofern König über alle falschen Gottheiten, als er weit über ihnen steht. Es gibt ganz einfach keinen Vergleich zwischen Jehova Gott und irgendwelchen Engeln oder irgend etwas, was einige anbeten mögen, einschließlich nicht existierender falscher Götter.
Die Lehre für uns: In Psalm 91 wird ein weiterer Grund hervorgehoben, warum wir Jehova segnen sollen, nämlich wegen des „geheimen Ortes des Höchsten“ (Vers 1, NW, Stud., Fußnote). Dies ist ein Ort der geistigen Sicherheit, ein Ort, wo man vor geistigem Schaden bewahrt wird und der denjenigen offensteht, die die in diesem Psalm dargelegten Anforderungen erfüllen. Er ist insofern „geheim“, als er Menschen, denen der Blick für das Geistige fehlt, unbekannt ist. Die Tatsache, daß es der geheime Ort „des Höchsten“ ist, macht deutlich, daß wir dort nur dann Sicherheit finden können, wenn wir in der Frage der universellen Souveränität auf der Seite Jehovas stehen.
„Preiset Jah!“
Lies Psalm 101 bis 106. David beschreibt hier die Form seiner Staatsführung (Psalm 101). Ein Niedergedrückter bittet Jehova, ‘Zion aufzubauen’ (Psalm 102). Die Aufforderung „Segne Jehova“, die in den folgenden Psalmen wiederholt erscheint, lenkt die Aufmerksamkeit auf Gottes Barmherzigkeit, auf seine Erhabenheit und auf seine Schöpfungswerke. Hier findet sich auch die erste von über zwanzig Stellen in den Psalmen mit der Aufforderung: „Preiset Jah!“ (Psalm 103, 104). Zum Abschluß wird Jehova in zwei geschichtlichen Psalmen wegen der Taten, die er zugunsten seines Volkes vollbracht hat, gesegnet (Psalm 105, 106).
♦ 102:25 — Wer legte die „Grundlagen der Erde“?
Obwohl der Psalmist von Gott sprach, wandte der Apostel Paulus diese Worte auf Jesus Christus an (Hebräer 1:10, 11). Erwiesenermaßen trifft diese Aussage jedoch auch auf Jesus Christus zu, da er bei der Erschaffung des Universums als Gottes Werkmeister tätig war (Kolosser 1:15, 16). Somit kann von Jesus ebenfalls gesagt werden, er habe die „Grundlagen der Erde“ gelegt.
♦ 103:14 — Was ist unter „Gebilde“ zu verstehen?
Das hier mit „Gebilde“ wiedergegebene Wort ist mit dem Verb „bilden“ verwandt, das in 1. Mose 2:7 gebraucht wird, und mit dem Substantiv „Töpfer“, das jemand bezeichnet, der etwas aus Ton bildet (Jesaja 29:16; Jeremia 18:2-6). Der Psalmist erinnert uns daran, daß uns Jehova, der große Töpfer, behutsam behandelt, da er weiß, daß wir so zerbrechlich sind wie irdene Gefäße. (Vergleiche 2. Korinther 4:7.)
♦ 104:4 — Inwiefern macht Jehova „seine Engel zu Geistern“?
Da die Engel Geistgeschöpfe sind, kann es sich nicht auf ihren geistigen Leib beziehen. Das Wort „Geist“ hat jedoch auch die Bedeutung von „Wind“ und „wirksame Kraft“. Gott kann somit seine Engel als mächtige Streitkräfte gebrauchen, um seinen Willen auszuführen. Sie können als Urteilsvollstrecker dienen — als ein „verzehrendes Feuer“. Christen können sich fest darauf verlassen, daß ihr Predigtwerk von solch mächtigen Engelgeschöpfen unterstützt wird. (Vergleiche Offenbarung 14:6, 7.)
Die Lehre für uns: Psalm 106 verhilft uns zu der Einsicht, daß die Rebellen Korah, Dathan und Abiram Moses wegen seiner Stellung als Führer der Nation Gottes beneideten (Psalm 106:16; 4. Mose 16:2-11). Die Rebellion wurde schließlich niedergeschlagen, als unter den Rebellen „ein Feuer entbrannte“ (Psalm 106:18). Hier werden ganz deutlich die Gefahren dargelegt, die Stolz und Neid mit sich bringen. Wer heute gegen die ernannten Diener Jehovas spricht, kann sich ebenfalls Gottes Mißfallen zuziehen (Hebräer 13:17; Judas 4, 8, 11).
Jehova hat uns wirklich vieles gegeben, wofür wir dankbar sein können. Sollten wir nicht, wenn wir all die Segnungen betrachten, die er über uns ausgießt, das tun, wozu uns der Psalmist auffordert: „Segne Jehova, o meine Seele.“ (Psalm 103:1)?
Psalm 102:26)
„Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; Und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden.“
*** w11 1. 7. S. 27-28 Von wem stammen die Gesetze des Universums? ***
3. Ewig oder vergänglich?
Aristoteles sah zwischen Himmel und Erde einen großen Unterschied. Sein Konzept war, dass die Erde Veränderung und Zerfall erfährt. Der Äther dagegen, aus dem der Sternenhimmel bestehe, sei absolut unveränderlich und ewig. Die kristallinen Sphären und die daran befestigten Gestirne würden weder Veränderung noch Alterung noch Zerfall unterliegen.
Lehrt die Bibel das auch? In Psalm 102:25-27 heißt es: „Vor Langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.“
In diesem Psalm, der vielleicht zweihundert Jahre vor Aristoteles geschrieben wurde, werden nicht die Erde und der Sternenhimmel einander gegenübergestellt, so als ob das eine vergänglich, das andere aber ewig sei. Der Psalmenschreiber stellt vielmehr Himmel und Erde Gott, dem Allmächtigen, gegenüber, auf den ihre Erschaffung zurückgeht. Dieser Psalm legt den Gedanken nahe, dass die Sterne genauso vergänglich sind wie alles auf der Erde. Wie sieht das die moderne Wissenschaft?
Die Geologie bestätigt sowohl die Bibel als auch Aristoteles darin, dass die Erde dem Zerfall unterworfen ist. Gestein zum Beispiel verwittert mit der Zeit und wird abgetragen, und durch Vulkantätigkeit oder andere geologische Prozesse entsteht wieder neues Gestein.
Wie steht es mit den Sternen? Sind sie von Natur aus dem Zerfall unterworfen, wie die Bibel andeutet? Oder sind sie ewig, wie Aristoteles lehrte? Als europäische Astronomen im 16. Jahrhundert erstmals eine Supernova — eine spektakuläre Sternexplosion — beobachteten, kamen Zweifel an Aristoteles’ Konzept von der Unvergänglichkeit der Sterne auf. Seither hat man festgestellt, dass Sterne tatsächlich sterben können, sei es, wenn sie explodieren, wenn sie langsam ausbrennen oder wenn sie in sich zusammenfallen. Außerdem hat man beobachtet, wie in sogenannten stellaren Geburtsstätten (durch Explosion alter Sterne angereicherte Gaswolken) neue Sterne entstehen. Das biblische Bild von einem Kleid, das „zerfällt“ und ersetzt wird, ist also äußerst passend. Ist es nicht erstaunlich, dass der Psalmenschreiber in alter Zeit Aussagen machen konnte, die voll und ganz mit jüngsten Entdeckungen übereinstimmen?
Nun fragt sich vielleicht manch einer: Lehrt die Bibel, dass die Erde oder der Himmel eines Tages ganz verschwinden oder ersetzt werden müssen? Nein, die Bibel verspricht, dass beide für immer bestehen bleiben (Psalm 104:5; 119:90). Nicht etwa, weil sie unvergänglich wären, sondern weil Gott, ihr Erschaffer, versprochen hat, sie zu erhalten (Psalm 148:4-6). Er sagt nicht, wie er das tun wird. Aber eigentlich müsste man doch erwarten können, dass derjenige, der das Universum ins Dasein gebracht hat, es auch erhalten kann. Ein Baumeister würde ja auch nicht für sich und seine Familie mit viel Liebe ein Haus bauen und es dann zerfallen lassen.
*** w11 1. 7. S. 28 Von wem stammen die Gesetze des Universums? ***
Der Wissenschaftler William Thomson, auch bekannt unter dem Namen Lord Kelvin, stellte im 19. Jahrhundert den 2. Hauptsatz der Thermodynamik auf, wonach Systeme in der Natur dem Zerfall und dem Zusammenbruch zustreben. Angeregt zu diesem Schluss wurde er unter anderem durch eine genaue Betrachtung von Psalm 102:25-27.
*** w08 1. 4. S. 11-12 Droht der Erde die Zerstörung? ***
Lange bevor Wissenschaftler in allem Materiellen ein „unumkehrbares Streben zur Desorganisation“ erkannten, schrieb ein Psalmist: „Vor langem hast du [Gott] sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden“ (Psalm 102:25-27).
Diese Worte stehen keineswegs im Widerspruch zu dem, was Gott von Anbeginn für die Erde vorgesehen hat. Der Psalmist stellt hier lediglich die ewige Existenz Gottes der Vergänglichkeit aller materiellen Schöpfung gegenüber. Ohne die erneuernde Kraft Gottes würden dem ganzen Universum letztlich völlige Desorganisation und Zerstörung drohen — und damit auch unserem Sonnensystem, ohne das es auf der Erde weder stabile Verhältnisse noch Licht oder Wärme gäbe. Sich selbst überlassen, würde die Erde daher tatsächlich eines Tages „zerfallen“ oder aufhören zu existieren.
*** w06 1. 1. S. 30 Fragen von Lesern ***
Fragen von Lesern
In Psalm 102:26 heißt es, dass die Erde und die Himmel ‘vergehen werden’. Bedeutet das, dass der Planet Erde zerstört wird?
Der Psalmenschreiber erklärte in einem Gebet zu Jehova: „Vor langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden“ (Psalm 102:25, 26). Der Kontext zeigt, dass es in diesen Versen nicht um die Zerstörung der Erde geht, sondern um die Ewigkeit Gottes. Außerdem zeigt er, warum diese wichtige Wahrheit ein Trost für Gottes Diener ist.
*** w06 1. 1. S. 30 Fragen von Lesern ***
Doch selbst das enorme Alter der Erde und der Himmel ist nichts im Vergleich zu Jehovas ewiger Existenz. Der Psalmist schreibt daher weiter: „Sie selbst [die Erde und die Himmel] werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen“ (Psalm 102:26). Der Planet Erde und die Himmel an sich sind vergänglich. Natürlich hat Jehova an anderer Stelle gesagt, dass sie ewig bestehen werden (Psalm 119:90; Prediger 1:4). Aber sie könnten vernichtet werden, wenn Gott es so wollte. Gott selbst kann dagegen nicht sterben. Die materielle Schöpfung ‘besteht’ nur deshalb „für immer“, weil Gott sie erhält (Psalm 148:6). Würde Jehova die Schöpfung nicht erneuern, würde sie „so wie ein Kleid . . . zerfallen“ (Psalm 102:26). Wie ein Mensch, der seine Kleidung überdauert, könnte Jehova seine Schöpfung überdauern — wenn er das so wollte. Doch wir wissen aus anderen Bibeltexten, dass das nicht sein Wille ist. Gottes Wort verspricht uns felsenfest, dass Jehova beschlossen hat, die Erde und die Himmel für immer bestehen zu lassen (Psalm 104:5).
*** it-1 S. 1159-1160 Himmel ***
Daß der materielle Himmel von Bestand ist, geht aus dem Umstand hervor, daß er in Vergleichen erwähnt wird, die sich auf ewigwährende Dinge beziehen, wie zum Beispiel auf die friedlichen, gerechten Auswirkungen der Herrschaft des davidischen Königreiches, das Gottes Sohn ererbt hat (Ps 72:5-7; Luk 1:32, 33). Bibeltexte wie Psalm 102:25, 26, die sagen, daß die Himmel „vergehen“ und wie ‘zerfallene Kleidung ersetzt werden’, sind nicht buchstäblich zu verstehen.
Gemäß Lukas 21:33 sagte Jesus: „Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden auf keinen Fall vergehen.“ Der Sinn dieser Äußerung ist anscheinend der gleiche wie in Matthäus 5:18: „Wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen [oder: „Es ist tatsächlich leichter, daß Himmel und Erde vergehen“, Luk 16:17], als daß auch nur e i n kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe.“
Psalm 102:25-27 betont, daß Gott ewig lebt und unvergänglich ist, wohingegen Himmel und Erde, seine materiellen Schöpfungswerke, vergänglich sind, das heißt, sie könnten vernichtet werden — wenn Gott es vorhätte. Im Gegensatz zur ewigwährenden Existenz Gottes ist die Beständigkeit irgendeines Teils seiner materiellen Schöpfung von bedingter Natur. Wie auf der Erde zu beobachten ist, muß sich die materielle Schöpfung einem ständigen Erneuerungsprozeß unterziehen, wenn sie bestehenbleiben oder ihre gegenwärtige Form erhalten will. Daß der materielle Himmel von dem Willen und der erhaltenden Macht Gottes abhängig ist, geht aus Psalm 148 hervor. Nachdem Sonne, Mond und Sterne zusammen mit anderen Teilen der Schöpfung Gottes erwähnt worden sind, wird in Vers 6 von Gott erklärt: „Er läßt sie für immer bestehen, auf unabsehbare Zeit. Eine Bestimmung hat er gegeben, und sie wird nicht vergehen.“
Die Worte in Psalm 102:25, 26 beziehen sich zwar auf Jehova Gott, doch der Apostel Paulus hielt es für passend, sie auf Jesus Christus anzuwenden. Er konnte dies tun, weil der einziggezeugte Sohn Gottes als Gottes persönlicher Vertreter dazu eingesetzt worden war, das materielle Universum zu erschaffen. Paulus stellte die Unveränderlichkeit des Sohnes der Beständigkeit der materiellen Schöpfung gegenüber; diese Schöpfung könnte Gott, wenn er wollte, „zusammenrollen wie einen Mantel“ und beiseite legen (Heb 1:1, 2, 8, 10, 12; vgl. 1Pe 2:3, Fn.).
Psalm 102:27)
„Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.“
*** w11 1. 7. S. 27 Von wem stammen die Gesetze des Universums? ***
3. Ewig oder vergänglich?
Aristoteles sah zwischen Himmel und Erde einen großen Unterschied. Sein Konzept war, dass die Erde Veränderung und Zerfall erfährt. Der Äther dagegen, aus dem der Sternenhimmel bestehe, sei absolut unveränderlich und ewig. Die kristallinen Sphären und die daran befestigten Gestirne würden weder Veränderung noch Alterung noch Zerfall unterliegen.
Lehrt die Bibel das auch? In Psalm 102:25-27 heißt es: „Vor Langem hast du sogar die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind das Werk deiner Hände. Sie selbst werden vergehen, du aber, du wirst fortwährend bestehen; und so wie ein Kleid werden sie alle zerfallen. So wie Kleidung wirst du sie ersetzen, und sie werden ihren Lauf beenden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre, sie werden nicht vollendet werden.“
In diesem Psalm, der vielleicht zweihundert Jahre vor Aristoteles geschrieben wurde, werden nicht die Erde und der Sternenhimmel einander gegenübergestellt, so als ob das eine vergänglich, das andere aber ewig sei. Der Psalmenschreiber stellt vielmehr Himmel und Erde Gott, dem Allmächtigen, gegenüber, auf den ihre Erschaffung zurückgeht.
*** it-1 S. 1159-1160 Himmel ***
Psalm 102:25-27 betont, daß Gott ewig lebt und unvergänglich ist, wohingegen Himmel und Erde, seine materiellen Schöpfungswerke, vergänglich sind, das heißt, sie könnten vernichtet werden — wenn Gott es vorhätte. Im Gegensatz zur ewigwährenden Existenz Gottes ist die Beständigkeit irgendeines Teils seiner materiellen Schöpfung von bedingter Natur.
Psalm 103:1)
„Segne Jehova, o meine Seele, Ja alles in mir seinen heiligen Namen.“
*** w99 15. 5. S. 21 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Es war König David von Israel, der den 103. Psalm komponierte. Er begann mit den Worten: „Segne Jehova, o meine Seele, ja alles in mir seinen heiligen Namen“ (Psalm 103:1). In einem Nachschlagewerk heißt es: „Das Wort segnen, wenn auf Gott bezogen, bedeutet ‚preisen‘, was stets auch eine starke Zuneigung zu Gott einschließt sowie Gefühle der Dankbarkeit.“ David wollte Jehova mit einem Herzen voller Liebe und Dankbarkeit preisen, und er forderte seine Seele — ja sich selbst — auf, ‘Jehova zu segnen’. Doch was rief im Herzen Davids dieses innige Empfinden gegenüber dem Gott hervor, den er anbetete?
Psalm 103:2)
„Segne Jehova, o meine Seele, Und vergiß nicht alle seine Taten,“
*** w99 15. 5. S. 21 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
David fuhr fort: „Vergiß nicht alle seine [Jehovas] Taten“ (Psalm 103:2). Dankbarkeit Jehova gegenüber steht offenbar damit in Zusammenhang, daß man voller Wertschätzung über „alle seine Taten“ nachdenkt. Welche Taten Jehovas hatte David im Sinn? Nun, die Schöpfungswerke Jehovas zu betrachten — beispielsweise den sternenübersäten Himmel in einer klaren Nacht — erfüllt das Herz bestimmt mit Dankbarkeit gegenüber unserem Schöpfer. David war vom Sternenhimmel tief berührt (Psalm 8:3, 4; 19:1). Allerdings erinnerte er sich, wie der 103. Psalm zeigt, auch an andere Taten Jehovas.
Psalm 103:3)
„Ihn, der all deine Vergehung vergibt, Der all deine Krankheiten heilt,“
*** w99 15. 5. S. 21-22 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Jehova ‘vergibt all deine Vergehung’
In diesem Psalm zählte David die Taten liebender Güte Gottes auf. Die erste und herausragendste davon besang er so: Jehova ‘vergibt all deine Vergehung’ (Psalm 103:3). David war sich sehr wohl seines eigenen sündigen Zustandes bewußt. Nachdem Nathan ihn auf sein ehebrecherisches Verhältnis mit Bathseba angesprochen hatte, gab David bereitwillig zu: „Gegen dich [Jehova], dich allein, habe ich gesündigt, und was böse ist in deinen Augen, habe ich getan“ (Psalm 51:4). Gebrochenen Herzens flehte er: „Erweise mir Gunst, o Gott, gemäß deiner liebenden Güte. Gemäß der Fülle deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen aus. Wasch mich gründlich von meinem Vergehen, und reinige mich auch von meiner Sünde“ (Psalm 51:1, 2). Wie dankbar muß David gewesen sein, daß ihm vergeben wurde! Als unvollkommener Mensch beging er in seinem Leben noch weitere Sünden, doch niemals versäumte er es, Reue zu zeigen, Zurechtweisung anzunehmen und sich zu korrigieren. Das Nachsinnen über Gottes wunderbare Taten liebender Güte ihm gegenüber muß David veranlaßt haben, Jehova zu segnen.
Sind wir nicht alle Sünder? (Römer 5:12). Sogar der Apostel Paulus sagte bedauernd: „Ich habe wirklich Lust an dem Gesetz Gottes gemäß dem Menschen, der ich innerlich bin, aber ich sehe in meinen Gliedern ein anderes Gesetz, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich gefangennimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Ich elender Mensch! Wer wird mich befreien von dem Leib, der diesem Tod verfallen ist?“ (Römer 7:22-24). Wie dankbar können wir sein, daß Jehova unsere Sünden gern auslöscht, wenn wir bereuen und um Vergebung bitten! Er führt über sie nicht Buch.
David dachte auch an folgendes: „[Jehova heilt] all deine Krankheiten“ (Psalm 103:3). Da heilen wiederherstellen bedeutet, ist mehr damit verbunden als das Vergeben einer Missetat. Es schließt die Beseitigung von Krankheiten ein — die unangenehmen Folgen der Verfehlungen in unserem Leben. Jehova wird in der neuen Welt, die er herbeiführt, tatsächlich die physischen Auswirkungen der Sünde, wie zum Beispiel Krankheit und Tod, beseitigen (Jesaja 25:8; Offenbarung 21:1-4). Doch schon heute heilt uns Jehova von geistigen Schwächen. Dabei kann es sich unter anderem um ein belastetes Gewissen handeln oder um ein gestörtes Verhältnis zu Jehova. ‘Vergessen wir nicht’, was Jehova für jeden von uns persönlich in dieser Hinsicht bereits getan hat.
*** it-1 S. 1102 Heilen ***
Zu den Gaben, die Jehova der ganzen Menschheit gegeben hat, gehört das Regenerationsvermögen des menschlichen Organismus und die Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu heilen, wenn er krank oder verwundet ist. Ein Arzt kann wohl seinem Patienten sagen, was er tun muß, um seine Genesung zu beschleunigen, aber in Wirklichkeit bewirkt die Erholungsfähigkeit, die Gott dem Körper gegeben hat, die Heilung. Deshalb erkannte David an, daß ihn sein Schöpfer während einer Krankheit stützen und er alle seine Leiden heilen konnte, obwohl er in Unvollkommenheit geboren wurde (Ps 51:5; 41:1-3; 103:2-4).
*** it-2 S. 123 Krankheiten und ihre Behandlung ***
Die Grundlage dieser Heilungen war das Opfer seines menschlichen Lebens. Dieses Opfer stellte den Höhepunkt seines Lebensweges dar, den er, seit Gottes Geist 29 u. Z. am Jordan auf ihn gekommen war, verfolgte. Christen haben demnach eine Grundlage für die Hoffnung und ausreichend Beweise, daß durch den auferweckten Jesus Christus und durch Gottes Königreich gehorsame Menschen nicht lediglich vorübergehend von Krankheit geheilt werden, sondern eine dauerhafte Befreiung von Sünde, Krankheit und dem adamischen Tod erleben werden. Für all dies gebührt der Lobpreis Jehova, den David als denjenigen kennzeichnete, „der all deine Krankheiten heilt“ (Ps 103:1-3; Off 21:1-5).
Psalm 103:4)
„Der dein Leben zurückfordert von der Grube, Der dich krönt mit liebender Güte und Erbarmungen,“
*** w99 15. 5. S. 22 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Er ‘fordert dein Leben zurück’
‘Jehova fordert dein Leben von der Grube zurück’, sang David (Psalm 103:4). Bei der „Grube“ handelt es sich um das allgemeine Grab der Menschheit — den Scheol oder Hades. Schon bevor David König über Israel wurde, geriet er in die Fänge des Todes. König Saul von Israel nährte beispielsweise einen mörderischen Haß gegen David und versuchte mehrmals, ihn umzubringen (1. Samuel 18:9-29; 19:10; 23:6-29). Auch die Philister wollten David töten (1. Samuel 21:10-15). Doch jedesmal rettete ihn Jehova vor der „Grube“. Welch große Dankbarkeit muß David empfunden haben, wenn er sich an diese Taten Jehovas erinnerte!
Wie steht es mit uns? Hat uns Jehova schon einmal gestützt, wenn wir niedergeschlagen waren oder einen Verlust erlitten hatten? Oder hat man uns von Begebenheiten erzählt, die zeigen, wie Jehova in unseren Tagen treue Zeugen sozusagen ‘von der Grube zurückgefordert’ hat? Vielleicht haben uns Berichte von Befreiungstaten Jehovas tief berührt, die wir in Ausgaben dieser Zeitschrift gelesen haben. Warum sich nicht etwas Zeit nehmen und mit Wertschätzung über solche Taten des wahren Gottes nachsinnen? Und natürlich haben wir alle guten Grund, Jehova für die Auferstehungshoffnung dankbar zu sein (Johannes 5:28, 29; Apostelgeschichte 24:15).
Jehova hat uns nicht nur das Leben gegeben, sondern er sorgt auch dafür, daß wir Freude daran haben und es als lebenswert empfinden. Wie der Psalmist erklärte, ‘krönt uns Gott mit liebender Güte und Erbarmungen’ (Psalm 103:4). In der heutigen schwierigen Zeit läßt uns Jehova nicht im Stich, sondern er steht uns bei, und zwar durch seine sichtbare Organisation und die ernannten Ältesten oder Hirten der Versammlung. Dadurch sind wir imstande, kritische Situationen zu meistern, ohne die Selbstachtung und die Würde zu verlieren. Christliche Hirten sind sehr auf das Wohl der Schafe bedacht. Sie ermuntern Kranke und Niedergeschlagene und tun alles, was sie können, um denjenigen, die zu Fall gekommen sind, wieder aufzuhelfen (Jesaja 32:1, 2; 1. Petrus 5:2, 3; Judas 22, 23). Der Geist Jehovas bewirkt, daß diese Hirten die Herde mitfühlend und liebevoll behandeln. Jehovas ‘liebende Güte und Erbarmungen’ gleichen wirklich einer Krone, die uns schmückt und uns Würde verleiht. Wir wollen Jehova und seinen heiligen Namen segnen und seine Taten nie vergessen!
Psalm 103:5)
„Der deine Lebenszeit mit Gutem sättigt; Deine Jugend erneuert sich ständig so wie die eines Adlers.“
*** w99 15. 5. S. 22-23 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Der Psalmist David fuhr fort, sich zu erinnern, und sang: „[Jehova sättigt] deine Lebenszeit mit Gutem . . .; deine Jugend erneuert sich ständig so wie die eines Adlers“ (Psalm 103:5). Jehova schenkt uns ein Leben voller Zufriedenheit und Freude. Ja, die Erkenntnis der Wahrheit an sich ist ein Schatz ohnegleichen und eine Quelle großer Freude! Und denken wir an die tiefe Befriedigung, die das Werk des Predigens und Jüngermachens mit sich bringt, das uns Jehova anvertraut hat. Welch eine Freude ist es doch, jemand zu finden, der sich für den wahren Gott interessiert und dem wir dann helfen können, Jehova kennenzulernen, damit auch er Jehova segnen kann! Ob wir nun in unserem Gebiet hörende Ohren finden oder nicht, so ist es doch ein einzigartiges Vorrecht, sich an einem Werk zu beteiligen, das mit der Heiligung des Namens Jehovas und der Rechtfertigung seiner Souveränität in Verbindung steht.
Wer wird nicht ab und zu müde oder matt, während er beharrlich Gottes Königreich bekanntmacht? Doch Jehova gibt seinen Dienern immer wieder neue Kraft, er macht sie ‘Adlern’ gleich, die mit kraftvollen Flügelschlägen in große Höhen aufsteigen. Wie dankbar können wir sein, daß unser liebevoller himmlischer Vater uns solch eine „dynamische Kraft“ verleiht, so daß wir Tag für Tag treu unseren Dienst verrichten können! (Jesaja 40:29-31).
Ein Beispiel: Clara geht ganztags einer Beschäftigung nach und verbringt etwa 50 Stunden monatlich im Predigtdienst. Sie erklärt: „Manchmal bin ich zwar müde, aber ich raffe mich auf und gehe in den Predigtdienst, schon deshalb, weil ich mich verabredet habe. Bin ich erst einmal unterwegs, fühl’ ich mich stets mit neuer Kraft belebt.“ Wahrscheinlich haben auch wir im christlichen Predigtdienst diese belebende Kraft verspürt, die auf die göttliche Unterstützung zurückzuführen ist. Mögen wir uns wie David in den einleitenden Worten dieses Psalms gedrängt fühlen zu sagen: „Segne Jehova, o meine Seele, ja alles in mir seinen heiligen Namen.“
*** it-1 S. 58 Adler ***
An diesen Vorgang, der eine gewisse Einschränkung der Bewegungsfähigkeit und der Kraft mit sich bringt und eine Erneuerung des normalen Lebens zur Folge hat, mag der Psalmist gedacht haben, als er die Worte äußerte: „Deine Jugend erneuert sich ständig so wie die eines Adlers“ (Ps 103:5). Andere sehen darin einen Hinweis auf das verhältnismäßig hohe Alter der Adler, von denen einige bis zu 80 Jahre alt werden.
Psalm 103:6)
„Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit Und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten.“
*** w04 1. 12. S. 15 Abs. 10 In unversehrter Lauterkeit wandeln ***
David hatte bestimmte „Taten“ Gottes im Sinn und fuhr fort: „Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten. Er ließ Moses seine Wege wissen, seine Handlungen auch die Söhne Israels“ (Psalm 103:2, 6, 7). Vielleicht dachte David daran, dass die Israeliten zur Zeit des Moses von den Ägyptern ausgebeutet wurden. In diesem Fall muss es ihn tief berührt haben, wie Jehova Moses die Wege wissen ließ, die in die Freiheit führen sollten. Und das dürfte ihn in seiner Entschlossenheit bestärkt haben, in Gottes Wahrheit zu wandeln.
*** w99 15. 5. S. 23-24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Jehova befreit seine Diener
Weiter heißt es im Lied des Psalmisten: „Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten. Er ließ Moses seine Wege wissen, seine Handlungen auch die Söhne Israels“ (Psalm 103:6, 7). Wahrscheinlich dachte David an die ‘Übervorteilung’ der Israeliten, als sie zur Zeit des Moses von den Ägyptern bedrückt wurden. Bestimmt kam im Herzen Davids ein Gefühl der Dankbarkeit auf, als er darüber nachdachte, wie Jehova dem Moses seine Wege, die zur Befreiung führten, zeigte.
Auch wir können ähnliche Empfindungen des Dankes verspüren, wenn wir über Gottes Handlungsweise mit den Israeliten nachdenken. Wir sollten auch nicht versäumen, den Erlebnissen der neuzeitlichen Diener Jehovas Aufmerksamkeit zu schenken, die in den Kapiteln 29 und 30 des Buches Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes festgehalten sind. Durch die dort und in anderen Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft dokumentierten Berichte können wir erkennen, wie Jehova seinen Dienern in der Neuzeit geholfen hat, Haft, Pöbelaktionen, Verbot sowie Konzentrations- und Zwangsarbeitslager zu ertragen. Es gab Prüfungen in den von Kriegen zerrissenen Ländern wie Burundi, dem früheren Jugoslawien, Liberia und Ruanda. Jehova hat seine treuen Diener stets unterstützt, wenn es zu Verfolgung kam. Über diese Taten unseres großen Gottes, Jehova, nachzudenken kann für uns den gleichen Nutzen haben wie Davids Nachsinnen über den Bericht der Befreiung aus Ägypten.
Psalm 103:7)
„Er ließ Moses seine Wege wissen, Seine Handlungen auch die Söhne Israels.“
*** w04 1. 12. S. 15 Abs. 10 In unversehrter Lauterkeit wandeln ***
David hatte bestimmte „Taten“ Gottes im Sinn und fuhr fort: „Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten. Er ließ Moses seine Wege wissen, seine Handlungen auch die Söhne Israels“ (Psalm 103:2, 6, 7). Vielleicht dachte David daran, dass die Israeliten zur Zeit des Moses von den Ägyptern ausgebeutet wurden. In diesem Fall muss es ihn tief berührt haben, wie Jehova Moses die Wege wissen ließ, die in die Freiheit führen sollten. Und das dürfte ihn in seiner Entschlossenheit bestärkt haben, in Gottes Wahrheit zu wandeln.
*** w99 15. 5. S. 23-24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Jehova befreit seine Diener
Weiter heißt es im Lied des Psalmisten: „Jehova vollführt Taten der Gerechtigkeit und richterliche Entscheidungen für alle Übervorteilten. Er ließ Moses seine Wege wissen, seine Handlungen auch die Söhne Israels“ (Psalm 103:6, 7). Wahrscheinlich dachte David an die ‘Übervorteilung’ der Israeliten, als sie zur Zeit des Moses von den Ägyptern bedrückt wurden. Bestimmt kam im Herzen Davids ein Gefühl der Dankbarkeit auf, als er darüber nachdachte, wie Jehova dem Moses seine Wege, die zur Befreiung führten, zeigte.
Auch wir können ähnliche Empfindungen des Dankes verspüren, wenn wir über Gottes Handlungsweise mit den Israeliten nachdenken. Wir sollten auch nicht versäumen, den Erlebnissen der neuzeitlichen Diener Jehovas Aufmerksamkeit zu schenken, die in den Kapiteln 29 und 30 des Buches Jehovas Zeugen — Verkündiger des Königreiches Gottes festgehalten sind. Durch die dort und in anderen Veröffentlichungen der Wachtturm-Gesellschaft dokumentierten Berichte können wir erkennen, wie Jehova seinen Dienern in der Neuzeit geholfen hat, Haft, Pöbelaktionen, Verbot sowie Konzentrations- und Zwangsarbeitslager zu ertragen. Es gab Prüfungen in den von Kriegen zerrissenen Ländern wie Burundi, dem früheren Jugoslawien, Liberia und Ruanda. Jehova hat seine treuen Diener stets unterstützt, wenn es zu Verfolgung kam. Über diese Taten unseres großen Gottes, Jehova, nachzudenken kann für uns den gleichen Nutzen haben wie Davids Nachsinnen über den Bericht der Befreiung aus Ägypten.
Psalm 103:11)
„Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, So ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten.“
*** w11 1. 8. S. 13 Er denkt daran, dass „wir Staub sind“ ***
„Wie die Himmel höher sind als die Erde, so ist seine liebende Güte übermächtig gegenüber denen, die ihn fürchten“ (Vers 11). Wenn man nachts zum Himmel hochschaut, kann man nur staunen, wie weit es bis zu den Sternen ist. David vermittelt uns hier einprägsam das Ausmaß von Gottes Barmherzigkeit, die ja ein Aspekt seiner loyalen Liebe ist. Diese Barmherzigkeit erweist Gott „denen, die ihn fürchten“ — „das Herz muss demütig die Herrlichkeit Gottes anbeten“, wie es ein Bibelkenner einmal formulierte.
Psalm 103:12)
„So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, So weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt.“
*** w11 1. 8. S. 13 Er denkt daran, dass „wir Staub sind“ ***
„So fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt“ (Vers 12). In anderen Übersetzungen heißt es an der Stelle: „So fern, wie der Osten vom Westen ist“. Das ist so weit, wie unsere Vorstellung reicht. Ein Bibelkommentar führt dazu aus: „Fliege so weit, wie dich die Schwingen der Phantasie tragen können, und wenn deine Reise ostwärts geht, entfernst du dich mit jedem Flügelschlag vom Westen.“ David sagt hier: Wenn Gott unsere Sünden vergibt, entfernt er sie so weit von uns, wie wir es uns nur vorstellen können.
*** w03 1. 7. S. 17 Abs. 15 ‘Gott ist Liebe’ ***
15 Der Psalmist David gebrauchte folgende anschauliche Worte für Jehovas Vergebung: „So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns“ (Psalm 103:12, Die Gute Nachricht; Kursivschrift von uns). Wie weit ist der Osten vom Westen entfernt? In gewissem Sinne ist es die äußerste entgegengesetzte Entfernung, die man sich vom Westen aus vorstellen kann; die beiden Punkte treffen nie zusammen. Nach Ansicht eines Gelehrten ist mit dieser Aussage gemeint: „so weit entfernt wie nur möglich; so weit entfernt, wie man sich nur vorstellen kann“. Die inspirierten Worte Davids wollen uns also sagen, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden so weit von uns wegträgt, wie wir uns nur denken können.
*** cl Kap. 26 S. 262-263 Abs. 9 Ein Gott, der „zum Vergeben bereit“ ist ***
9 David gebrauchte noch andere anschauliche Worte für Jehovas Vergebung: „So fern der Osten von dem Westen liegt, so weit entfernt er unsere Schuld von uns“ (Psalm 103:12, Die Gute Nachricht; Kursivschrift von uns). Wie weit ist der Osten vom Westen entfernt? In gewissem Sinne ist es die äußerste entgegengesetzte Entfernung, die man sich vom Westen aus vorstellen kann; die beiden Punkte treffen nie zusammen. Nach Ansicht eines Gelehrten ist mit dieser Aussage gemeint: „so weit entfernt wie nur möglich; so weit entfernt, wie man sich nur vorstellen kann“. Die inspirierten Worte Davids wollen uns also sagen, dass Jehova, wenn er vergibt, unsere Sünden so weit von uns wegträgt, wie wir uns nur denken können.
*** w99 15. 5. S. 24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Wenn wir unsere Sünden bereuen und auf der Grundlage des vergossenen Blutes Christi Vergebung suchen, entfernt Gott unsere Übertretungen von uns — so weit weg von uns, „so fern der Sonnenaufgang ist vom Sonnenuntergang“ —, und er schenkt uns wieder seine Gunst.
Psalm 103:13)
„Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist, Hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten.“
*** w11 1. 8. S. 13 Er denkt daran, dass „wir Staub sind“ ***
„Wie ein Vater seinen Söhnen Barmherzigkeit erweist, hat Jehova denen Barmherzigkeit erwiesen, die ihn fürchten“ (Vers 13). David, der selbst Kinder hatte, kannte die Regungen im Herzen eines liebenden Vaters. Es läuft über vor Mitgefühl zu seinen Kindern, besonders wenn sie leiden. David versichert uns, dass unser lieber Vater im Himmel seinen Kindern auf der Erde Barmherzigkeit erweist, vor allem wenn ihnen ihre Fehler leidtun und sie ein „gebrochenes und zerschlagenes“ Herz haben (Psalm 51:17).
Psalm 103:14)
„Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, Ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind.“
*** w11 1. 8. S. 13 Er denkt daran, dass „wir Staub sind“ ***
Nach den drei Vergleichen erklärt David, warum Jehova mit unvollkommenen Menschen barmherzig ist: „Er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind“ (Vers 14). Jehova weiß: Wir sind aus Staub gemacht und haben Grenzen und Schwächen. Er berücksichtigt, dass wir sündige Menschen sind, und ist „zum Vergeben bereit“, sofern wir ehrlich bereuen (Psalm 86:5).
*** g 2/08 S. 10 Vergibt Gott schwere Sünden? ***
Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind“ (Psalm 103:12-14).
Keine Frage: Jehova vergibt gern und vollständig. Er weiß, dass wir „Staub“ sind, und berücksichtigt unsere Grenzen und unsere Unvollkommenheit.
*** cl Kap. 26 S. 261 Abs. 4 Ein Gott, der „zum Vergeben bereit“ ist ***
4 Jehova ist sich dessen bewusst, dass uns Grenzen gesetzt sind. „Er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, dass wir Staub sind“, heißt es in Psalm 103:14. Er vergisst nicht, dass wir wegen unserer Schwächen, ja als Folge unserer Unvollkommenheit, wie Staub sind. Die Formulierung, er kennt „unser Gebilde“, erinnert uns daran, dass Jehova in der Bibel mit einem Töpfer verglichen wird und wir mit seinen Tongefäßen (Jeremia 18:2-6). Wie der große Töpfer mit uns umgeht, hängt davon ab, wie zerbrechlich wir durch unsere Sündhaftigkeit sind und inwieweit wir uns von ihm formen lassen.
*** cl Kap. 26 S. 261 Ein Gott, der „zum Vergeben bereit“ ist ***
Das mit „unser Gebilde“ übersetzte hebräische Wort wird auch für Töpferware gebraucht (Jesaja 29:16).
*** w97 1. 12. S. 10-11 Abs. 4 Jehova, ein Gott, der „zum Vergeben bereit“ ist ***
Warum ist Jehova bereit, Barmherzigkeit zu erweisen? Im nächsten Vers wird die Antwort gegeben: „Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind“ (Psalm 103:12-14). Ja, Jehova vergißt nicht, daß wir Geschöpfe aus Staub sind, daß wir auf Grund unserer Unvollkommenheit Schwächen haben. Die Aussage, er kenne „unser Gebilde“, erinnert uns daran, daß Jehova in der Bibel mit einem Töpfer verglichen wird und wir mit den Gefäßen, die er formt (Jeremia 18:2-6). Ein Töpfer nimmt seine Tongefäße fest in die Hand, aber behandelt sie mit Gefühl, stets mit Rücksicht auf ihre Beschaffenheit. Ebenso beherrscht ist auch Jehova, der große Töpfer, wenn er mit uns handelt, und zwar mit Rücksicht auf die Schwächen unserer sündigen Natur. (Vergleiche 2. Korinther 4:7.)
*** w94 1. 9. Obwohl aus Staub wir drängen voran! ***
Obwohl aus Staub wir drängen voran!
„Er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind“ (PSALM 103:14).
REIN materiell betrachtet, sind wir Staub. „Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele“ (1. Mose 2:7). Diese einfache Beschreibung der Erschaffung des Menschen stimmt mit den wissenschaftlichen Tatsachen überein. Die über 90 Elemente, aus denen der menschliche Körper besteht, kommen alle im „Staub vom Erdboden“ vor. Gemäß den Angaben eines Chemikers setzt sich der Körper eines Erwachsenen aus 65 Prozent Sauerstoff, 18 Prozent Kohlenstoff, 10 Prozent Wasserstoff, 3 Prozent Stickstoff, 1,5 Prozent Kalzium und 1 Prozent Phosphor sowie einer Reihe weiterer Elemente zusammen. Ob diese Angaben wirklich ganz genau sind, spielt eigentlich keine Rolle. Tatsache ist: Wir sind Staub.
2 Wer außer Jehova hätte so komplizierte Geschöpfe aus bloßem Staub erschaffen können? Gottes Werke sind vollkommen und ohne Makel, und deshalb besteht kein Grund, sich über die von ihm gewählte Methode zur Erschaffung des Menschen zu beklagen. Die Tatsache, daß der große Schöpfer den Menschen aus dem Staub des Erdbodens auf furchteinflößende und wunderbare Weise erschaffen konnte, steigert eher noch unsere Wertschätzung für seine grenzenlose Macht, seine Fähigkeiten und seine praktische Weisheit (5. Mose 32:4, Fußnote; Psalm 139:14).
Veränderte Umstände
3 Geschöpfen aus Staub sind Grenzen gesetzt. Gott beabsichtigte jedoch nie, daß diese belastend oder übermäßig einschränkend sein sollten. Niemand sollte wegen dieser Grenzen entmutigt oder unglücklich sein. Doch wie David gemäß dem Kontext von Psalm 103:14 erwähnte, können Grenzen, denen die Menschen unterliegen, ein Grund dafür sein, daß sie entmutigt und unglücklich sind. Warum? Als Adam und Eva Gott ungehorsam wurden, änderte sich auch die Situation für ihre künftige Nachkommenschaft. Aus Staub gemacht zu sein erhielt damals eine neue Bedeutung.
4 David sprach nicht von den natürlichen Grenzen, die selbst vollkommene aus Staub gemachte Menschen haben, sondern von menschlichen Schwächen aufgrund der ererbten Unvollkommenheit. Sonst hätte er nicht von Jehova gesagt: „. . . ihn, der all deine Vergehung vergibt, der all deine Krankheiten heilt, der dein Leben zurückfordert von der Grube . . . Er hat uns selbst nicht nach unseren Sünden getan; noch hat er nach unseren Vergehungen das auf uns gebracht, was wir verdienen“ (Psalm 103:2-4, 10). Wären die vollkommenen Menschen treu geblieben, dann wären sie — obwohl sie aus Staub gemacht waren — nicht fehlgegangen, sie hätten sich keiner Vergehung schuldig gemacht, so daß sie der Vergebung bedurft hätten; sie hätten auch keine Heilung von Krankheiten nötig gehabt. Und vor allem hätten sie niemals in die Grube des Todes hinabsteigen müssen, aus der jemand nur durch eine Auferstehung zurückgefordert werden kann.
5 Da wir alle unvollkommen sind, widerfahren uns die Dinge, von denen David sprach. Wir sind uns ständig unserer Grenzen bewußt, die die Unvollkommenheit mit sich bringt. Es macht uns traurig, wenn die uns gesetzten Grenzen manchmal unser Verhältnis zu Jehova oder zu unseren christlichen Brüdern zu trüben scheinen. Wir bedauern es, daß unsere Schwächen und der Druck der Welt Satans uns zuweilen mutlos machen. Da sich die Herrschaft Satans rasch ihrem Ende nähert, übt seine Welt immer größeren Druck auf die Menschen im allgemeinen und auf Christen im besonderen aus (Offenbarung 12:12).
6 Haben wir das Gefühl, daß es immer schwieriger wird, ein christliches Leben zu führen? Manchen Christen kommt es so vor, als würden sie um so unvollkommener, je länger sie in der Wahrheit sind. Es ist allerdings wahrscheinlicher, daß sie sich zunehmend ihrer Schwächen bewußt werden sowie ihrer Unfähigkeit, mit den Maßstäben Jehovas so übereinzustimmen, wie sie es gern möchten. Das ist wahrscheinlich deshalb so, weil sie die gerechten Anforderungen Jehovas genauer kennenlernen und diese mehr schätzen. Wir dürfen uns durch dieses Bewußtsein nicht derart entmutigen lassen, daß wir dem Teufel in die Hände arbeiten. Im Laufe der Jahrhunderte hat er wiederholt versucht, Diener Jehovas durch Entmutigung zu veranlassen, die wahre Anbetung aufzugeben. Echte Liebe zu Gott sowie ‘vollendeter Haß’ auf den Teufel haben die meisten jedoch davor bewahrt (Psalm 139:21, 22; Sprüche 27:11).
7 Trotzdem mögen sich Diener Jehovas hin und wieder entmutigt fühlen. Ein Grund könnte Unzufriedenheit mit den eigenen Leistungen sein. Vielleicht spielen gesundheitliche Probleme eine Rolle oder gespannte Beziehungen zu Familienangehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen. Der treue Hiob war so entmutigt, daß er Gott bat: „O daß du mich im Scheol verbärgest, daß du mich verborgen hieltest, bis dein Zorn sich abwendet, daß du mir eine Zeitgrenze setztest und meiner gedächtest!“ Wenn sogar Hiob, ein „Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend“, aufgrund schwieriger Umstände entmutigt sein konnte, dürfen wir uns nicht wundern, wenn es uns genauso ergeht (Hiob 1:8, 13-19; 2:7-9, 11-13; 14:13).
8 Welch ein Trost ist es doch, daß Jehova ins Herz sieht und ihm gute Beweggründe nicht entgehen! Er wird niemanden von sich stoßen, der sich in aller Aufrichtigkeit bemüht, ihm wohlzugefallen. Gelegentliche Entmutigung kann ein gutes Zeichen sein, da sie darauf schließen läßt, daß wir unseren Dienst für Jehova ernst nehmen. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, mag jemand, der nie mit Entmutigung zu kämpfen hat, sich seiner Schwächen nicht so sehr bewußt sein wie sich andere der ihren. Denken wir daran: „[Wer] denkt, er stehe, der sehe zu, daß er nicht falle“ (1. Korinther 10:12; 1. Samuel 16:7; 1. Könige 8:39; 1. Chronika 28:9).
Auch sie waren aus Staub
9 In Hebräer, Kapitel 11 werden zahlreiche vorchristliche Zeugen Jehovas aufgeführt, die einen starken Glauben bewiesen. Christen im ersten Jahrhundert und in der Neuzeit haben es ihnen gleichgetan. Das, was wir von ihnen lernen können, ist von unschätzbarem Wert. (Vergleiche Hebräer 13:7.) Wessen Glaube beispielsweise wäre für Christen nachahmenswerter als der des Moses? Er wurde aufgefordert, dem mächtigsten Herrscher seiner Zeit, dem Pharao von Ägypten, Gerichtsbotschaften zu verkündigen. Heute müssen Jehovas Zeugen der falschen Religion und anderen Organisationen, die sich dem aufgerichteten Königreich Christi widersetzen, eine ähnliche Gerichtsbotschaft verkündigen (Offenbarung 16:1-15).
10 Ein solcher Auftrag ist keineswegs leicht auszuführen, wie Moses zeigte. „Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehen sollte und daß ich die Söhne Israels aus Ägypten hinausführen muß?“ fragte er. Wir können sein Gefühl der Unzulänglichkeit verstehen. Er hatte auch Bedenken, wie die Israeliten reagieren würden: „Angenommen aber, sie glauben mir nicht und hören nicht auf meine Stimme.“ Jehova erklärte ihm daraufhin, wie er seine Bevollmächtigung beweisen könne, doch Moses hatte noch ein Problem. Er sagte: „Entschuldige, Jehova, aber ich bin kein gewandter Redner, weder seit gestern noch seit vorher, noch seitdem du zu deinem Knecht redest, denn ich bin schwerfällig von Mund“ (2. Mose 3:11; 4:1, 10).
11 Vielleicht fühlen wir uns manchmal so wie Moses. Wir sind uns zwar unserer theokratischen Verpflichtungen bewußt, aber wir fragen uns womöglich, ob wir diesen jemals nachkommen können. „Wer bin ich, daß ich Menschen anspreche, von denen einige eine höhere gesellschaftliche und berufliche Stellung haben oder gebildeter sind als ich, und daß ich mir anmaße, sie über die Wege Gottes zu unterweisen? Wie werden meine Glaubensbrüder reagieren, wenn ich in den christlichen Zusammenkünften Kommentare gebe oder in der Theokratischen Predigtdienstschule Aufgaben löse? Werden ihnen nicht meine Unzulänglichkeiten ins Auge fallen?“ Denken wir jedoch daran, daß Jehova mit Moses war und ihn für seinen Auftrag ausrüstete, weil er Glauben ausübte (2. Mose 3:12; 4:2-5, 11, 12). Wenn wir seinen Glauben nachahmen, wird Jehova mit uns sein und uns genauso für das uns übertragene Werk ausrüsten.
12 Wer wegen seiner Sünden oder Fehler enttäuscht oder entmutigt ist, kann bestimmt nachempfinden, wie sich David fühlte, als er sagte: „Meine Übertretungen erkenne ich selbst, und meine Sünde ist beständig vor mir.“ David bat Jehova auch inständig: „Verbirg dein Angesicht vor meinen Sünden, und tilge selbst all meine Vergehungen aus.“ Doch niemals ließ er sich durch Entmutigung von seinem Wunsch abbringen, Jehova zu dienen. „Wirf mich nicht weg von deinem Angesicht; und deinen heiligen Geist o nimm nicht weg von mir.“ David war eindeutig „Staub“, aber weil er an das Versprechen Jehovas glaubte, „ein gebrochenes und zerschlagenes Herz“ nicht zu verachten, verwarf Jehova ihn nicht (Psalm 38:1-9; 51:3, 9, 11, 17).
13 Beachten wir allerdings, daß wir uns durch die ‘so große Wolke von Zeugen’ zwar ermuntert fühlen sollten, „in dem vor uns liegenden Wettlauf mit Ausharren [zu] laufen“, daß wir jedoch nicht aufgefordert werden, diesen Zeugen nachzufolgen. Wir sollen den Fußstapfen des ‘Hauptvermittlers und Vervollkommners unseres Glaubens, Jesus’, folgen — nicht unvollkommenen Menschen, nicht einmal den treuen Aposteln des ersten Jahrhunderts (Hebräer 12:1, 2; 1. Petrus 2:21).
14 Die Apostel Paulus und Petrus, die Säulen in der Christenversammlung waren, strauchelten manchmal. „Das Gute, das ich wünsche, tue ich nicht, sondern das Schlechte, das ich nicht wünsche, das treibe ich“, schrieb Paulus. „Ich elender Mensch!“ (Römer 7:19, 24). Und Petrus sagte in einem Anflug von Selbstüberschätzung zu Jesus: „Wenn auch alle anderen deinetwegen zum Straucheln kommen, werde ich niemals zum Straucheln gebracht werden!“ Jesus warnte Petrus, daß er ihn dreimal verleugnen würde, aber anmaßend widersprach Petrus seinem Meister und prahlte: „Selbst wenn ich mit dir sterben müßte, will ich dich auf keinen Fall verleugnen.“ Doch bekanntlich verleugnete er Jesus und vergoß bittere Tränen wegen dieses Fehlers. Ja, Paulus und Petrus waren aus Staub (Matthäus 26:33-35).
15 Trotz ihrer Schwächen gingen Moses, David, Paulus, Petrus und andere gleich ihnen aus allem siegreich hervor. Warum? Weil sie einen starken Glauben an Jehova hatten, ihm absolut vertrauten und ihm trotz gewisser Rückschläge unerschütterlich treu blieben. Sie hatten die Zuversicht, daß er ihnen „die Kraft, die über das Normale hinausgeht“, geben würde. Und er tat es — er ließ sie niemals so tief fallen, daß eine Wiederherstellung unmöglich gewesen wäre. Wer weiterhin Glauben ausübt, kann sicher sein, daß seine Situation in Übereinstimmung mit folgenden Worten beurteilt wird: „Gott ist nicht ungerecht, daß er eure Arbeit und die Liebe vergessen würde, die ihr seinem Namen gegenüber erzeigt habt.“ Welch ein Ansporn für uns voranzudrängen, obwohl wir aus Staub sind! (2. Korinther 4:7; Hebräer 6:10).
Was bedeutet es für uns persönlich, aus Staub zu sein?
16 Aus Erfahrung wissen viele Eltern und Lehrer, wie weise es ist, Kinder oder Schüler gemäß ihren individuellen Fähigkeiten zu beurteilen, statt sie mit Geschwistern oder Mitschülern zu vergleichen. Das ist im Einklang mit folgendem biblischen Grundsatz, an den sich Christen halten sollten: „Jeder erprobe sein eigenes Werk, und dann wird er Grund zum Frohlocken im Hinblick auf sich allein und nicht im Vergleich mit einer anderen Person haben“ (Galater 6:4).
17 In Übereinstimmung mit diesem Grundsatz beurteilt uns Jehova als einzelne, wenngleich er mit seinem Volk als einer organisatorischen Gesamtheit handelt. In Römer 14:12 heißt es: „Jeder von uns [wird] für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.“ Jehova kennt das genetische Muster aller seiner Diener genau. Er kann sowohl ihre physische und geistige Beschaffenheit, ihre Fähigkeiten, ihre ererbten Stärken und Schwächen beurteilen als auch die sich ihnen bietenden Möglichkeiten, christliche Früchte hervorzubringen, sowie den Umfang, in dem sie diese Möglichkeiten nutzen. Jesu Aussage über die Witwe, die zwei kleine Münzen in den Tempelschatz warf, und sein Gleichnis von dem Samen, der auf den vortrefflichen Boden gesät wurde, sind ermunternde Beispiele für Christen, die sich wegen eines unangebrachten Vergleichs mit anderen niedergeschlagen fühlen (Markus 4:20; 12:42-44).
18 Damit wir unsere Möglichkeiten voll ausschöpfen können, müssen wir unbedingt herausfinden, was es in unserem persönlichen Fall bedeutet, Staub zu sein (Sprüche 10:4; 12:24; 18:9; Römer 12:1). Nur wenn wir uns unserer persönlichen Schwächen und Mängel genau bewußt sind, können wir klar erkennen, wo Verbesserungen erforderlich und möglich sind. Bei dieser Selbstprüfung dürfen wir nie vergessen, daß uns die Kraft des heiligen Geistes helfen kann, Verbesserungen vorzunehmen. Durch diesen Geist wurde das Universum erschaffen, die Bibel geschrieben und wird inmitten einer untergehenden Welt eine friedliche Neue-Welt-Gesellschaft ins Dasein gebracht. Gottes heiliger Geist ist somit stark genug, denjenigen, die darum bitten, die zur Bewahrung der Lauterkeit nötige Weisheit und Kraft zu geben (Micha 3:8; Römer 15:13; Epheser 3:16).
19 Jehova ist sich bewußt, daß wir Staub sind — welch ein Trost für uns! Doch niemals dürfen wir das als berechtigte Entschuldigung betrachten und denken, wir könnten die Hände in den Schoß legen oder sogar sündigen. Auf gar keinen Fall! Jehovas Rücksichtnahme darauf, daß wir Staub sind, ist ein Ausdruck seiner unverdienten Güte. Wir wollen jedoch keine ‘gottlosen Menschen sein, welche die unverdiente Güte unseres Gottes zu einer Entschuldigung für Zügellosigkeit verkehren und sich gegenüber unserem alleinigen Besitzer und Herrn, Jesus Christus, als falsch erweisen’ (Judas 4). Aus Staub gemacht zu sein ist keine Entschuldigung für Gottlosigkeit. Ein Christ bemüht sich, verkehrte Neigungen zu bekämpfen, seinen Leib zu zerschlagen und ihn zum Sklaven zu machen, um ‘Gottes heiligen Geist nicht zu betrüben’ (Epheser 4:30; 1. Korinther 9:27).
20 Jetzt, in den letzten Jahren des satanischen Weltsystems, ist nicht die Zeit kürzerzutreten — jedenfalls nicht, wenn es darum geht, das Königreich zu verkündigen und die Frucht des Geistes Gottes in noch vollerem Maße zu entwickeln. Auf beiden Gebieten sollten wir „reichlich beschäftigt“ sein. Jetzt ist die Zeit voranzudrängen, da wir wissen, daß unsere „mühevolle Arbeit . . . nicht vergeblich ist“ (1. Korinther 15:58). Jehova wird uns stützen, denn David sagte ihn betreffend: „Niemals wird er zulassen, daß der Gerechte wankt“ (Psalm 55:22). Welch eine Freude, daß Jehova uns gestattet, persönlich einen Anteil an dem großartigsten Werk zu haben, mit dem unvollkommene Menschen jemals beauftragt wurden — und das, obwohl wir aus Staub sind!
[Fußnote]
In Herders Bibelkommentar heißt es zu Psalm 103:14: „Er weiß ja, daß er die Menschen aus Staub der Erde gebildet hat, und er kennt die Schwachheiten und die Vergänglichkeit ihres Lebens, die seit der Ursünde auf ihnen lastet“ (Kursivschrift von uns).
*** g90 8. 9. S. 23 Selbstmord Ist eine Auferstehung möglich? ***
Denn er selbst kennt ja unser Gebilde, ist eingedenk dessen, daß wir Staub sind“ (Psalm 103:10-14). Nur Gott versteht völlig, welche Rolle Gemütskrankheiten, außergewöhnliche Belastungen oder sogar genetische Störungen bei einer „Selbstmordkrise“ spielen, die gemäß dem National Observer „keine lebenslange Eigenheit ist, sondern oft nur eine Angelegenheit von Minuten oder Stunden“. (Siehe Prediger 7:7.)
*** w86 15. 12. S. 29 „Segne Jehova“ Warum? ***
♦ 89:49 — Worum handelte es sich bei den „Taten liebender Güte“?
Der Ausdruck „Taten liebender Güte“ bezieht sich auf den Königreichsbund mit allen dazugehörigen Einzelheiten. In schwierigen Zeiten war es angebracht, daß die Israeliten gegenüber Jehova diese Verheißungen erwähnten. Das geschah jedoch nicht aus Zweifel an dem Bund, sondern indem sie auf dessen Grundlage ihre Bitten an Gott richteten.
Die Lehre für uns: In Psalm 85 wird hervorgehoben, warum wir uns nach Gottes neuem System der Dinge sehnen sollten. Die materiellen Segnungen werden nur kurz erwähnt (Vers 12). Der Nachdruck wird auf die geistigen Segnungen gelegt: liebende Güte, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Frieden (Vers 10-13). Jehova hat kein Gefallen an materialistischen Wünschen, sondern zeigt, daß uns in erster Linie die geistigen Segnungen des neuen Systems motivieren sollten.
‘Jehova ist König geworden!’
Lies Psalm 90 bis 100. Moses stellt die Ewigkeit Gottes der kurzen Lebensspanne des Menschen gegenüber und hebt dann hervor, daß Jehova uns Sicherheit gibt (Psalm 90, 91). Jehovas erhabene Eigenschaften werden gepriesen, und in den folgenden Psalmen werden Gottes Macht, seine liebende Güte und seine Gerechtigkeit sowie das Königreichsthema in den Vordergrund gerückt (Psalm 92 bis 100).
♦ 90:10 — Lebte Moses nicht wesentlich länger als 80 Jahre?
Moses lebte zwar 120 Jahre, aber das war für die Menschen im allgemeinen nicht repräsentativ. Die Eingeschriebenen der treulosen Generation, die aus Ägypten auszog, sollten „vom Zwanzigjährigen aufwärts“ im Verlauf von 40 Jahren, also innerhalb der von Moses erwähnten Zeitspanne, sterben (4. Mose 14:29-34). Die Aussage, daß bis zum Zeitpunkt seines Todes ‘sein Auge nicht trübe geworden war und seine Lebenskraft nicht gewichen war’, deutet an, daß Moses seine Kraft von Gott erhalten hatte (5. Mose 34:7).
♦ 95:3 — Inwiefern ist Jehova ein „König über alle anderen Götter“?
Als universeller Souverän ist Jehova über alles erhaben, und er ist insofern König über alle falschen Gottheiten, als er weit über ihnen steht. Es gibt ganz einfach keinen Vergleich zwischen Jehova Gott und irgendwelchen Engeln oder irgend etwas, was einige anbeten mögen, einschließlich nicht existierender falscher Götter.
Die Lehre für uns: In Psalm 91 wird ein weiterer Grund hervorgehoben, warum wir Jehova segnen sollen, nämlich wegen des „geheimen Ortes des Höchsten“ (Vers 1, NW, Stud., Fußnote). Dies ist ein Ort der geistigen Sicherheit, ein Ort, wo man vor geistigem Schaden bewahrt wird und der denjenigen offensteht, die die in diesem Psalm dargelegten Anforderungen erfüllen. Er ist insofern „geheim“, als er Menschen, denen der Blick für das Geistige fehlt, unbekannt ist. Die Tatsache, daß es der geheime Ort „des Höchsten“ ist, macht deutlich, daß wir dort nur dann Sicherheit finden können, wenn wir in der Frage der universellen Souveränität auf der Seite Jehovas stehen.
„Preiset Jah!“
Lies Psalm 101 bis 106. David beschreibt hier die Form seiner Staatsführung (Psalm 101). Ein Niedergedrückter bittet Jehova, ‘Zion aufzubauen’ (Psalm 102). Die Aufforderung „Segne Jehova“, die in den folgenden Psalmen wiederholt erscheint, lenkt die Aufmerksamkeit auf Gottes Barmherzigkeit, auf seine Erhabenheit und auf seine Schöpfungswerke. Hier findet sich auch die erste von über zwanzig Stellen in den Psalmen mit der Aufforderung: „Preiset Jah!“ (Psalm 103, 104). Zum Abschluß wird Jehova in zwei geschichtlichen Psalmen wegen der Taten, die er zugunsten seines Volkes vollbracht hat, gesegnet (Psalm 105, 106).
♦ 102:25 — Wer legte die „Grundlagen der Erde“?
Obwohl der Psalmist von Gott sprach, wandte der Apostel Paulus diese Worte auf Jesus Christus an (Hebräer 1:10, 11). Erwiesenermaßen trifft diese Aussage jedoch auch auf Jesus Christus zu, da er bei der Erschaffung des Universums als Gottes Werkmeister tätig war (Kolosser 1:15, 16). Somit kann von Jesus ebenfalls gesagt werden, er habe die „Grundlagen der Erde“ gelegt.
♦ 103:14 — Was ist unter „Gebilde“ zu verstehen?
Das hier mit „Gebilde“ wiedergegebene Wort ist mit dem Verb „bilden“ verwandt, das in 1. Mose 2:7 gebraucht wird, und mit dem Substantiv „Töpfer“, das jemand bezeichnet, der etwas aus Ton bildet (Jesaja 29:16; Jeremia 18:2-6). Der Psalmist erinnert uns daran, daß uns Jehova, der große Töpfer, behutsam behandelt, da er weiß, daß wir so zerbrechlich sind wie irdene Gefäße. (Vergleiche 2. Korinther 4:7.)
♦ 104:4 — Inwiefern macht Jehova „seine Engel zu Geistern“?
Da die Engel Geistgeschöpfe sind, kann es sich nicht auf ihren geistigen Leib beziehen. Das Wort „Geist“ hat jedoch auch die Bedeutung von „Wind“ und „wirksame Kraft“. Gott kann somit seine Engel als mächtige Streitkräfte gebrauchen, um seinen Willen auszuführen. Sie können als Urteilsvollstrecker dienen — als ein „verzehrendes Feuer“. Christen können sich fest darauf verlassen, daß ihr Predigtwerk von solch mächtigen Engelgeschöpfen unterstützt wird. (Vergleiche Offenbarung 14:6, 7.)
Die Lehre für uns: Psalm 106 verhilft uns zu der Einsicht, daß die Rebellen Korah, Dathan und Abiram Moses wegen seiner Stellung als Führer der Nation Gottes beneideten (Psalm 106:16; 4. Mose 16:2-11). Die Rebellion wurde schließlich niedergeschlagen, als unter den Rebellen „ein Feuer entbrannte“ (Psalm 106:18). Hier werden ganz deutlich die Gefahren dargelegt, die Stolz und Neid mit sich bringen. Wer heute gegen die ernannten Diener Jehovas spricht, kann sich ebenfalls Gottes Mißfallen zuziehen (Hebräer 13:17; Judas 4, 8, 11).
Jehova hat uns wirklich vieles gegeben, wofür wir dankbar sein können. Sollten wir nicht, wenn wir all die Segnungen betrachten, die er über uns ausgießt, das tun, wozu uns der Psalmist auffordert: „Segne Jehova, o meine Seele.“ (Psalm 103:1)?
Psalm 103:15)
„Was den sterblichen Menschen betrifft, seine Tage sind gleich denen des grünen Grases; Wie eine Blüte des Feldes, so blüht er auf.“
*** w99 15. 5. S. 24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Im Vergleich zur Unvergänglichkeit Jehovas, des „Gottes der Ewigkeit“, sind die ‘Tage des sterblichen Menschen’ wirklich kurz, „gleich denen des grünen Grases“.
Psalm 103:17)
„Aber die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit Gegenüber denen, die ihn fürchten, Und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne,“
*** w99 15. 5. S. 24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
Doch David bemerkte voller Wertschätzung: „Die liebende Güte Jehovas ist von unabsehbarer Zeit, ja bis auf unabsehbare Zeit gegenüber denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit bis auf die Söhne der Söhne, gegenüber denen, die seinen Bund halten, und gegenüber denen, die seiner Befehle gedenken, um sie auszuführen“ (1. Mose 21:33, Fußnote; Psalm 103:15-18). Diejenigen, die Jehova fürchten, werden von ihm nicht vergessen. Zu gegebener Zeit wird er ihnen ewiges Leben geben (Johannes 3:16; 17:3).
Psalm 103:19)
„Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; Und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht.“
*** w99 15. 5. S. 24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
David drückte seine Wertschätzung für Jehovas Königtum aus und sagte: „Jehova selbst hat seinen Thron in den Himmeln fest errichtet; und sein eigenes Königtum hat über alles geherrscht“ (Psalm 103:19). Das Königtum Jehovas hatte zwar für eine gewisse Zeit hier auf der Erde eine sichtbare Ausdrucksform, nämlich das Königreich Israel, doch Jehovas Thron befindet sich tatsächlich im Himmel. Da Jehova der Schöpfer ist, ist er der souveräne Herrscher des Universums und führt seinen göttlichen Willen im Himmel und auf der Erde gemäß seinen Vorsätzen aus.
Psalm 103:20)
„Segnet Jehova, o ihr, seine Engel, mächtig an Kraft, die ihr sein Wort ausführt, Indem ihr auf die Stimme seines Wortes hört.“
*** w99 15. 5. S. 24 „Segne Jehova, o meine Seele“ ***
David ermunterte sogar die Engel im Himmel. Er sang: „Segnet Jehova, o ihr, seine Engel, mächtig an Kraft, die ihr sein Wort ausführt, indem ihr auf die Stimme seines Wortes hört. Segnet Jehova, all ihr seine Heerscharen, ihr, seine Diener, die ihr seinen Willen tut. Segnet Jehova, all ihr seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft. Segne Jehova, o meine Seele“ (Psalm 103:20-22). Sollten wir uns nicht ebenso gedrängt fühlen, Jehova zu segnen, wenn wir über seine Taten liebender Güte uns betreffend nachdenken? Auf jeden Fall! Und wir können sicher sein, daß unsere eigene Stimme des Lobpreises im mächtigen Chor der Lobpreiser Gottes, zu dem sogar die gerechten Engel gehören, nicht untergehen wird.
Psalm 104:1)
„Segne Jehova, o meine Seele. O Jehova, mein Gott, du hast dich als sehr groß erwiesen. Mit Würde und Pracht hast du dich bekleidet,“
*** w08 15. 8. S. 13 Abs. 6-8 Ehre Jehova Strahle Würde aus ***
6 Es muss den gottesfürchtigen Psalmenschreiber sehr berührt haben, den mit funkelnden Sternen übersäten, prächtigen Nachthimmel zu betrachten. Voller Bewunderung dafür, wie Jehova ‘die Himmel ausspannt gleich einem Zelttuch’, schreibt er, Jehova habe sich durch sein geniales schöpferisches Wirken ‘mit Würde und Pracht bekleidet’. (Lies Psalm 104:1, 2.) Ja, die Würde und Pracht des unsichtbaren allmächtigen Schöpfers zeigt sich deutlich an seinen sichtbaren Werken.
7 Nehmen wir beispielsweise unsere Galaxis, die Milchstraße. Sie allein zählt mehr als 100 Milliarden Sterne! Wollte man sie alle zählen, brauchte man dafür bei einem Stern pro Sekunde über 3 000 Jahre. In dieser gewaltigen Ansammlung von Planeten- und Sternsystemen erscheint unsere Erde so unbedeutend wie ein einzelnes Sandkorn an einem endlosen Strand.
8 Doch die Milchstraße mit ihren über 100 Milliarden Sternen ist ja nur eine von vielen Galaxien. Einige Astronomen schätzen die Zahl aller Galaxien auf 50 Milliarden, andere gehen von bis zu 125 Milliarden aus! Wie viele Sterne gibt es wohl im ganzen Universum? Die Antwort übertrifft bei Weitem unser Begriffsvermögen. Doch Jehova „zählt die Zahl der Sterne; sie alle ruft er mit ihrem Namen“ (Ps. 147:4). Wenn man sieht, wie sich Jehova mit so viel Würde und Pracht bekleidet hat, fühlt man sich dann nicht automatisch gedrängt, seinen großen Namen zu rühmen?
Psalm 104:2)
„Indem du dich mit Licht umhüllst wie mit einem Kleid, Die Himmel ausspannst gleich einem Zelttuch,“
*** it-1 S. 1160 Himmel ***
Von Jehova, dem „Vater der himmlischen Lichter“ (Jak 1:17), wird häufig gesagt, er habe ‘die Himmel gleich einem Zelttuch ausgebreitet’ oder ‘ausgespannt’ (Ps 104:1, 2; Jes 45:12). Für einen menschlichen Betrachter auf der Erde sieht der Himmel — sowohl die atmosphärische Ausdehnung am Tage als auch der Sternenhimmel bei Nacht — aus wie ein riesiger gewölbter Baldachin.
Psalm 104:4)
„Der seine Engel zu Geistern macht, Seine Diener zu einem verzehrenden Feuer.“
*** it-1 S. 843-844 Geist ***
In Psalm 104:4 heißt es, daß Gott „seine Engel zu Geistern macht, seine Diener zu einem verzehrenden Feuer“. Einige Übersetzungen geben den Vers wie folgt wieder: „Du machst dir die Winde zu Boten und lodernde Feuer zu deinen Dienern“ oder ähnlich (EÜ; Her; Lu). Eine solche Übersetzung des hebräischen Textes ist nicht unzulässig (vgl. Ps 148:8); jedoch stimmt die Wiedergabe dieses Textes bei Paulus (Heb 1:7) mit der in der Septuaginta überein und entspricht der zuerst genannten Wiedergabe. (In dem griechischen Text von Hebräer 1:7 steht der bestimmte Artikel [tous] vor „Engel“, nicht vor „Geister [pneumata]“, so daß die Engel das Subjekt des Satzes sind.) In Barnes’ Notes on the New Testament (1974) heißt es: „Es ist anzunehmen, daß . . . [Paulus], der die hebräische Sprache genau kannte, eine bessere Möglichkeit hatte, die richtige Konstruktion [von Psalm 104:4] zu kennen, als wir; und es ist vom moralischen Standpunkt aus sicher, daß er die Passage in einer Argumentation so anwandte, wie sie allgemein von denen verstanden wurde, an die er schrieb — das heißt von Personen, die mit der hebräischen Sprache und Literatur vertraut waren.“ (Vgl. Heb 1:14.)
*** w86 15. 12. S. 29 „Segne Jehova“ Warum? ***
♦ 89:49 — Worum handelte es sich bei den „Taten liebender Güte“?
Der Ausdruck „Taten liebender Güte“ bezieht sich auf den Königreichsbund mit allen dazugehörigen Einzelheiten. In schwierigen Zeiten war es angebracht, daß die Israeliten gegenüber Jehova diese Verheißungen erwähnten. Das geschah jedoch nicht aus Zweifel an dem Bund, sondern indem sie auf dessen Grundlage ihre Bitten an Gott richteten.
Die Lehre für uns: In Psalm 85 wird hervorgehoben, warum wir uns nach Gottes neuem System der Dinge sehnen sollten. Die materiellen Segnungen werden nur kurz erwähnt (Vers 12). Der Nachdruck wird auf die geistigen Segnungen gelegt: liebende Güte, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Frieden (Vers 10-13). Jehova hat kein Gefallen an materialistischen Wünschen, sondern zeigt, daß uns in erster Linie die geistigen Segnungen des neuen Systems motivieren sollten.
‘Jehova ist König geworden!’
Lies Psalm 90 bis 100. Moses stellt die Ewigkeit Gottes der kurzen Lebensspanne des Menschen gegenüber und hebt dann hervor, daß Jehova uns Sicherheit gibt (Psalm 90, 91). Jehovas erhabene Eigenschaften werden gepriesen, und in den folgenden Psalmen werden Gottes Macht, seine liebende Güte und seine Gerechtigkeit sowie das Königreichsthema in den Vordergrund gerückt (Psalm 92 bis 100).
♦ 90:10 — Lebte Moses nicht wesentlich länger als 80 Jahre?
Moses lebte zwar 120 Jahre, aber das war für die Menschen im allgemeinen nicht repräsentativ. Die Eingeschriebenen der treulosen Generation, die aus Ägypten auszog, sollten „vom Zwanzigjährigen aufwärts“ im Verlauf von 40 Jahren, also innerhalb der von Moses erwähnten Zeitspanne, sterben (4. Mose 14:29-34). Die Aussage, daß bis zum Zeitpunkt seines Todes ‘sein Auge nicht trübe geworden war und seine Lebenskraft nicht gewichen war’, deutet an, daß Moses seine Kraft von Gott erhalten hatte (5. Mose 34:7).
♦ 95:3 — Inwiefern ist Jehova ein „König über alle anderen Götter“?
Als universeller Souverän ist Jehova über alles erhaben, und er ist insofern König über alle falschen Gottheiten, als er weit über ihnen steht. Es gibt ganz einfach keinen Vergleich zwischen Jehova Gott und irgendwelchen Engeln oder irgend etwas, was einige anbeten mögen, einschließlich nicht existierender falscher Götter.
Die Lehre für uns: In Psalm 91 wird ein weiterer Grund hervorgehoben, warum wir Jehova segnen sollen, nämlich wegen des „geheimen Ortes des Höchsten“ (Vers 1, NW, Stud., Fußnote). Dies ist ein Ort der geistigen Sicherheit, ein Ort, wo man vor geistigem Schaden bewahrt wird und der denjenigen offensteht, die die in diesem Psalm dargelegten Anforderungen erfüllen. Er ist insofern „geheim“, als er Menschen, denen der Blick für das Geistige fehlt, unbekannt ist. Die Tatsache, daß es der geheime Ort „des Höchsten“ ist, macht deutlich, daß wir dort nur dann Sicherheit finden können, wenn wir in der Frage der universellen Souveränität auf der Seite Jehovas stehen.
„Preiset Jah!“
Lies Psalm 101 bis 106. David beschreibt hier die Form seiner Staatsführung (Psalm 101). Ein Niedergedrückter bittet Jehova, ‘Zion aufzubauen’ (Psalm 102). Die Aufforderung „Segne Jehova“, die in den folgenden Psalmen wiederholt erscheint, lenkt die Aufmerksamkeit auf Gottes Barmherzigkeit, auf seine Erhabenheit und auf seine Schöpfungswerke. Hier findet sich auch die erste von über zwanzig Stellen in den Psalmen mit der Aufforderung: „Preiset Jah!“ (Psalm 103, 104). Zum Abschluß wird Jehova in zwei geschichtlichen Psalmen wegen der Taten, die er zugunsten seines Volkes vollbracht hat, gesegnet (Psalm 105, 106).
♦ 102:25 — Wer legte die „Grundlagen der Erde“?
Obwohl der Psalmist von Gott sprach, wandte der Apostel Paulus diese Worte auf Jesus Christus an (Hebräer 1:10, 11). Erwiesenermaßen trifft diese Aussage jedoch auch auf Jesus Christus zu, da er bei der Erschaffung des Universums als Gottes Werkmeister tätig war (Kolosser 1:15, 16). Somit kann von Jesus ebenfalls gesagt werden, er habe die „Grundlagen der Erde“ gelegt.
♦ 103:14 — Was ist unter „Gebilde“ zu verstehen?
Das hier mit „Gebilde“ wiedergegebene Wort ist mit dem Verb „bilden“ verwandt, das in 1. Mose 2:7 gebraucht wird, und mit dem Substantiv „Töpfer“, das jemand bezeichnet, der etwas aus Ton bildet (Jesaja 29:16; Jeremia 18:2-6). Der Psalmist erinnert uns daran, daß uns Jehova, der große Töpfer, behutsam behandelt, da er weiß, daß wir so zerbrechlich sind wie irdene Gefäße. (Vergleiche 2. Korinther 4:7.)
♦ 104:4 — Inwiefern macht Jehova „seine Engel zu Geistern“?
Da die Engel Geistgeschöpfe sind, kann es sich nicht auf ihren geistigen Leib beziehen. Das Wort „Geist“ hat jedoch auch die Bedeutung von „Wind“ und „wirksame Kraft“. Gott kann somit seine Engel als mächtige Streitkräfte gebrauchen, um seinen Willen auszuführen. Sie können als Urteilsvollstrecker dienen — als ein „verzehrendes Feuer“. Christen können sich fest darauf verlassen, daß ihr Predigtwerk von solch mächtigen Engelgeschöpfen unterstützt wird. (Vergleiche Offenbarung 14:6, 7.)
Die Lehre für uns: Psalm 106 verhilft uns zu der Einsicht, daß die Rebellen Korah, Dathan und Abiram Moses wegen seiner Stellung als Führer der Nation Gottes beneideten (Psalm 106:16; 4. Mose 16:2-11). Die Rebellion wurde schließlich niedergeschlagen, als unter den Rebellen „ein Feuer entbrannte“ (Psalm 106:18). Hier werden ganz deutlich die Gefahren dargelegt, die Stolz und Neid mit sich bringen. Wer heute gegen die ernannten Diener Jehovas spricht, kann sich ebenfalls Gottes Mißfallen zuziehen (Hebräer 13:17; Judas 4, 8, 11).
Jehova hat uns wirklich vieles gegeben, wofür wir dankbar sein können. Sollten wir nicht, wenn wir all die Segnungen betrachten, die er über uns ausgießt, das tun, wozu uns der Psalmist auffordert: „Segne Jehova, o meine Seele.“ (Psalm 103:1)?
Psalm 104:5)
„Er hat die Erde auf ihre festen Stätten gegründet; Sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden.“
*** w08 1. 8. S. 31 Wird die Erde bestehen bleiben? ***
Einen Weltuntergang wird es nicht geben. Wieso können wir uns da so sicher sein? Weil Gott von der Erde sagt: „Sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden“ (Psalm 104:5). Außerdem heißt es in der Bibel: „Ein Geschlecht geht, und ein Geschlecht kommt, aber die Erde besteht ewiglich“ (Prediger 1:4, Elberfelder Bibel).
Im hebräischen Urtext von Psalm 104:5 wird die Beständigkeit der Erde durch zwei Wörter hervorgehoben: ‛ōlám für „unabsehbare Zeit“ und ‛adh mit der Bedeutung „für immer“. ‛ōlám kann mit „viele Jahre“, „Dauer“ oder „Ewigkeit“ übersetzt werden. Gemäß der Elberfelder Studienbibel mit Sprachschlüssel bedeutet ‛adh „Ewigkeit, immer, dauernd“. Die beiden hebräischen Wörter sind somit eine doppelte Bestätigung dafür, dass die Erde immer bestehen wird.
*** it-1 S. 1026 Grundlage ***
Obwohl die Erde an nichts aufgehängt ist, hat sie gewissermaßen dauerhafte Grundfesten, die nicht zum Wanken gebracht werden können, denn die unveränderlichen Gesetze, die das Universum beherrschen, sorgen dafür, daß sie beständig an ihrem Platz bleibt, und Gottes Vorsatz mit der Erde ist unabänderlich (Hi 26:7; 38:33; Ps 104:5; Mal 3:6).
*** it-2 S. 1181 Unabsehbare Zeit ***
Ein anderer hebräischer Begriff, ʽadh, bezeichnet die unbegrenzte zukünftige Zeit, die Unendlichkeit oder Ewigkeit (1Ch 28:9; Ps 19:9; Jes 9:6; 45:17; Hab 3:6). Manchmal, wie beispielsweise in Psalm 45:6, erscheinen die Wörter ʽōlám und ʽadh zusammen und können folgendermaßen wiedergegeben werden: „ewiglich und immerdar“ (RSt), „in Zeit und Ewigkeit“ (Buber) und „auf unabsehbare Zeit, ja für immer“ (NW). Bezüglich der Erde erklärte der Psalmist: „Sie wird auf unabsehbare Zeit oder für immer nicht zum Wanken gebracht werden“ (Ps 104:5).
*** gm Kap. 8 S. 103-104 Abs. 14 Hat die Wissenschaft die Bibel widerlegt? ***
14 In dem anderen Vers lesen wir: „Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken“ (Psalm 104:5, Neue Jerusalemer Bibel). Das wurde dahin gehend interpretiert, daß sich die Erde nach ihrer Erschaffung überhaupt nicht bewegen könne. In Wirklichkeit betont dieser Vers jedoch die Unvergänglichkeit der Erde, nicht ihre Unbeweglichkeit. Sie wird niemals in die Nichtexistenz „wanken“ oder zerstört werden, wie andere Bibeltexte bestätigen (Psalm 37:29; Prediger 1:4). Somit hat auch diese Schriftstelle nichts mit der Bewegung der Erde oder der Sonne zu tun.
Psalm 104:6)
„Mit einer Wassertiefe gleich einem Gewand bedecktest du sie. Über den Bergen selbst standen die Wasser.“
*** gm Kap. 8 S. 100 Abs. 5 Hat die Wissenschaft die Bibel widerlegt? ***
5 Vielleicht noch bemerkenswerter ist der Aufschluß, den die Bibel über die Geschichte der Berge gibt. Folgende Aussage findet sich in einem Fachbuch für Geologie: „Seit Urzeiten besteht der immer wiederkehrende Prozeß der Entstehung und Zerstörung von Bergen. . . . Berge sind nicht nur auf dem Boden verschwundener Meere entstanden, sondern häufig sind sie auch lange nach ihrer Entstehung überschwemmt und dann wieder emporgehoben worden.“2 Man vergleiche dies mit folgenden poetischen Worten des Psalmisten: „Mit einer Wassertiefe gleich einem Gewand bedecktest du sie [die Erde]. Über den Bergen selbst standen die Wasser. Dann hoben sich Berge, Talebenen senkten sich — an den Ort, den du für sie gegründet hast“ (Psalm 104:6, 8).
Psalm 104:8)
„Dann hoben sich Berge, Talebenen senkten sich — An den Ort, den du für sie gegründet hast.“
Psalm 104:11)
„Sie tränken ständig all die wildlebenden Tiere des freien Feldes; Die Zebras löschen regelmäßig ihren Durst.“
*** g96 8. 3. S. 18 Die Bibel studieren Im Zoo! ***
In Psalm 104:11 heißt es, daß Zebras regelmäßig ihren Durst löschen. Deshalb entfernen sie sich nur selten mehr als 8 Kilometer von einer Wasserstelle.“
Psalm 104:18)
„Die hohen Berge sind für die Steinböcke; Die zerklüfteten Felsen sind eine Zuflucht für die Klippdachse.“
*** w04 15. 3. S. 9 ‘Du bist majestätischer als die Berge’ ***
„Die hohen Berge sind für die Steinböcke“, sang der Psalmist (Psalm 104:18). Der Nubische Steinbock mit seinen mächtigen Hörnern und andere Steinböcke gehören zu den geschicktesten Kletterern. Sie wagen sich über schier unpassierbare schmale Felsvorsprünge. Der Steinbock ist für das Leben an unzugänglichen Orten gut ausgerüstet, zum Beispiel durch die Art seiner Hufe. Seine Hufe spreizen sich unter seinem Gewicht und geben ihm festen Halt, wenn er auf schmalen Felskanten steht oder läuft. Der Steinbock ist wirklich meisterhaft gemacht.
*** w97 15. 7. S. 24 Kletterkünstler der Felsenklüfte ***
„Die hohen Berge sind für die Steinböcke“
Das sang der Psalmist (Psalm 104:18). Steinböcke sind für das Leben in den Bergen bestens ausgerüstet. Sie sind überaus wendig, und auf unwegsamem Gelände bewegen sie sich souverän und schnell. Das liegt zum Teil an ihren Hufen. Die Hufzehen lassen sich unter dem Eigengewicht spreizen, wodurch der Steinbock festen Halt auf schmalen Felsvorsprüngen hat, auf denen er steht oder auf denen er sich bewegt.
Steinböcke haben auch einen außergewöhnlich guten Gleichgewichtssinn. Sie können sehr weit springen und dann auf einem Vorsprung landen, der gerade eben allen vier Füßen einen Standplatz bietet. Der Biologe Douglas Chadwick beobachtete einmal, wie ein Tier einer verwandten Art seinen Gleichgewichtssinn nutzte, um nicht auf einem Vorsprung gefangen zu sein, der so wenig Platz bot, daß es sich nicht einmal drehen konnte. Chadwick erzählte: „Das Tier fixierte kurz den nächsten, etwa 120 Meter tiefer gelegenen Felsvorsprung, dann setzte es seine Vorderfüße fest auf und schob sein Hinterteil langsam, aber sicher an der Felswand hoch und herum, als ob es ein Rad schlagen würde. Ich hielt den Atem an. Das Tier machte so lange weiter, bis seine Hinterfüße wieder auf dem Boden waren und es in der Richtung stand, aus der es gekommen war“ (National Geographic). Kein Wunder, daß Steinböcke die „Kletterkünstler der Felsenklüfte“ genannt werden!
Psalm 104:24)
„Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.“
*** cl Kap. 5 S. 55 Abs. 18 Schöpferische Macht Jehova hat „Himmel und Erde gemacht“ ***
Ein Psalmenschreiber rief: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! . . . Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse“ (Psalm 104:24). Wie wahr! Biologen haben bereits über eine Million Tierarten bestimmt, doch ihre Meinungen gehen auseinander, ob es nicht vielleicht 10 Millionen, 30 Millionen oder noch mehr Arten gibt. Bei menschlichen Künstlern kann es vorkommen, dass ihnen die Ideen ausgehen. Im Unterschied dazu ist Jehovas Kreativität — seine Macht, immer wieder etwas Neues und Anderes zu erfinden und zu schaffen — offenbar unerschöpflich.
*** cl Kap. 17 S. 173-175 Abs. 13-14 ‘O Tiefe der Weisheit Gottes!’ ***
13 Der Mensch ist jedoch nur ein Beispiel für Jehovas schöpferische Weisheit. In Psalm 104:24 lesen wir: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.“ Die Weisheit Jehovas zeigt sich in der ganzen Schöpfung um uns herum. Die Ameise etwa ist „instinktiv weise“ (Sprüche 30:24). Ameisenkolonien sind hervorragend organisiert. Manche halten sich Blattläuse wie Vieh, geben ihnen Unterschlupf und „melken“ sie. Andere betätigen sich als Gärtner und „züchten“ Pilze. Viele Tiere sind so programmiert, dass sie instinktiv Erstaunliches leisten. Die Hausfliege vollbringt akrobatische Leistungen, mit denen das modernste vom Menschen konstruierte Flugzeug nicht mithalten kann. Zugvögel orientieren sich an den Sternen, am Magnetfeld der Erde oder nach einer Art inneren Landkarte. Biologen bringen Jahre damit zu, die ausgeklügelten Verhaltensmuster, die diesen Geschöpfen einprogrammiert sind, zu erforschen. Wie weise muss der göttliche Programmierer sein!
14 Die Wissenschaft profitiert sehr von der schöpferischen Weisheit Jehovas. Es gibt einen ganzen Technologiezweig, der Konstruktionen aus der Natur nachzuahmen versucht — die Biomimetik. Ein Spinnennetz ist in unseren Augen vielleicht bewundernswert schön. Ein Ingenieur dagegen sieht darin eine geniale Konstruktion. Die zarten Spinnenfäden sind im Verhältnis oft stärker als Stahl und reißfester als die Fasern einer kugelsicheren Weste. Aber wie stark genau? Stellen wir uns ein maßstabsgetreu vergrößertes Spinngewebe von den Ausmaßen eines Fischernetzes vor. Es könnte ein Passagierflugzeug mitten im Flug abfangen! Ja, Jehova hat alles „in Weisheit gemacht“.
*** it-2 S. 871 Schöpfung ***
Schöpfungswerke gingen menschlichen Erfindungen voraus. Tausende von Jahren bevor menschliche Erfindungen auf der Bildfläche erschienen, hatte Jehova seine Geschöpfe mit einer eigenen Version dieser Erfindungen ausgestattet. So war der Vogelflug der Entwicklung von Flugzeugen um Jahrtausende voraus. Nautilus und Tintenfisch gebrauchen Schwimmtanks, um wie Unterseeboote im Meer auf- oder abzusteigen. Krake und Kalmar verwenden Düsenantrieb. Fledermäuse und Delphine sind geschickt in der Verwendung von Sonarsystemen. Verschiedene Reptilien und Seevögel haben eingebaute „Entsalzungsanlagen“ in ihrem Körper, die es ihnen ermöglichen, Meerwasser zu trinken.
Mit Hilfe eines genial konstruierten Nests und unter Verwendung von Wasser klimatisieren Termiten ihren Bau. Mikroskopisch kleine Pflanzen, Insekten, Fische und Bäume haben ihr eigenes „Frostschutz“system. Eingebaute Thermometer ermöglichen es gewissen Schlangen, Stechmücken, Thermometerhühnern und Buschhühnern, minimale Temperaturschwankungen wahrzunehmen. Hornissen, Wespen und Faltenwespen stellen Papier her.
Thomas Edison wird die Erfindung der elektrischen Glühbirne zugeschrieben, doch hat diese den Nachteil, daß durch die Wärmeabgabe Energie verlorengeht. Jehovas Geschöpfe — Schwämme, Pilze, Bakterien, Leuchtkäfer, Insekten und Fische — erzeugen kaltes Licht in vielen Farben.
Viele Zugvögel haben nicht nur einen Kompaß in ihrem Kopf, sondern verfügen auch über eine biologische Uhr. Einige mikroskopisch kleine Bakterien verfügen über Rotationsmotoren, die sie vorwärts oder rückwärts bewegen können.
Aus gutem Grund heißt es in Psalm 104:24: „Wie viele sind deiner Werke, o Jehova! Sie alle hast du in Weisheit gemacht. Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse.“
Psalm 104:26)
„Dort fahren die Schiffe; Was den Leviạthan betrifft, ihn hast du gebildet, darin zu spielen.“
*** it-2 S. 204 Leviathan ***
Da die Belegstellen mit Ausnahme von Hiob 3:8 in Verbindung mit dem Leviathan Wasser erwähnen, scheint der Leviathan ein großes, kräftiges Wassertier zu bezeichnen, obwohl nicht unbedingt eine besondere Art gemeint sein muß. In Psalm 104:25, 26 heißt es von ihm, er spiele im Meer, wo Schiffe fahren, und aus diesem Grund vermuten viele, der Ausdruck beziehe sich hier auf eine Walart. Wale kommen im Mittelmeer zwar selten vor, aber sie sind dort nicht unbekannt, und Teile von zwei Walskeletten sind in Beirut (Libanon) im Museum zu sehen. In den Fußnoten mancher Übersetzungen (Ar; He; Kau) steht „Krokodil“. Des weiteren ist das Wort „Meer“ (jam) an sich nicht ausschlaggebend, da es sich im Hebräischen auf ein großes Binnengewässer wie das Galiläische Meer beziehen kann (Meer von Kinnereth) (4Mo 34:11; Jos 12:3) oder sogar auf den Nil (Jes 19:5) oder den Euphrat (Jer 51:36).
Psalm 104:29)
„Wenn du dein Angesicht verbirgst, geraten sie in Bestürzung. Wenn du ihren Geist wegnimmst, verscheiden sie, Und zu ihrem Staub kehren sie zurück.“
*** it-2 S. 1139 Tod ***
Was ist der Tod vom biblischen Standpunkt aus?
Interessanterweise stimmen diese biblischen Aussagen mit den wissenschaftlichen Kenntnissen über den Hergang des Todes überein. Wenn es z. B. beim Menschen zum Herzstillstand kommt, transportiert das Blut keine Nährstoffe und keinen Sauerstoff (der durch die Atmung aufgenommen wird) mehr in die Milliarden von Körperzellen. In dem Werk The World Book Encyclopedia (1987, Bd. 5, S. 52b) heißt es aber: „Jemand, dessen Herz und Lungen nicht mehr arbeiten, wird wahrscheinlich als klinisch tot betrachtet, doch der biologische Tod ist vielleicht noch nicht eingetreten. Die einzelnen Zellen des Körpers leben noch einige Minuten weiter. Jemand kann wiederbelebt werden, wenn die Herz- und Lungentätigkeit wieder in Gang gesetzt wird, so daß die Zellen mit dem nötigen Sauerstoff versorgt werden. Nach ungefähr drei Minuten beginnen die Gehirnzellen — die auf Sauerstoffmangel sehr empfindlich reagieren — abzusterben. Kurz danach ist eine Wiederbelebung nicht mehr möglich, die Person ist tot. Nach und nach sterben die übrigen Körperzellen ebenfalls ab. Als letztes sterben die Knochen-, Haar- und Hautzellen, die noch einige Stunden weiterwachsen.“ Die lebenswichtige Bedeutung der Atmung und der Blutzirkulation zur Erhaltung der Lebenskraft (rúach chajjím) in den Körperzellen ist somit unumstritten, und es besteht auch kein Zweifel darüber, daß der Tod nicht allein durch den Atem- und den Herzstillstand verursacht wird, sondern dadurch, daß die Lebenskraft oder der Geist die Körperzellen verläßt, wie es in der Bibel gezeigt wird (Ps 104:29; 146:4; Pr 8:8).
Psalm 104:30)
„Wenn du deinen Geist aussendest, werden sie erschaffen; Und du erneuerst die Fläche des Erdbodens.“
*** w02 15. 5. S. 5 Wer ist Gott eigentlich? ***
Das Wort „Geist“ wird in der Bibel auch in einem anderen Sinn verwendet. Der Psalmist sagte im Gebet zu Gott: „Wenn du deinen Geist aussendest, werden sie erschaffen“ (Psalm 104:30). Dieser Geist ist nicht Gott selbst, sondern eine Kraft, die er aussendet oder gebraucht, um seinen Willen auszuführen. Durch diesen Geist erschuf Gott die buchstäblichen Himmel, die Erde und alles, was lebt (1. Mose 1:2; Psalm 33:6). Dieser Geist wird als heiliger Geist bezeichnet. Gott gebrauchte seinen heiligen Geist, um die Bibelschreiber zu inspirieren (2. Petrus 1:20, 21). Der heilige Geist ist somit die unsichtbare wirksame Kraft, durch die Gott das verwirklicht, was er tun will.
Psalm 104:32)
„Er schaut auf die Erde, und sie zittert; Er rührt die Berge an, und sie rauchen.“
*** it-1 S. 357 Berg ***
Über Jehova sagt der Psalmist: „Er rührt die Berge an, und sie rauchen“ (Ps 104:32; 144:5, 6). Dies mag darauf hindeuten, daß Bergwälder durch Blitzschlag in Brand gesetzt werden können, so daß der Berg raucht.
Psalm 104:35)
„Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden; Und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein. Segne Jehova, o meine Seele. Preiset Jah!“
*** si S. 104 Abs. 17 19. Bibelbuch Psalmen ***
17 Besonders interessant ist der Psalm 104. In diesem wird Jehova wegen der Würde und der Pracht, womit er sich bekleidet hat, gepriesen, auch wird darin seine Weisheit beschrieben, wie sie sich in seinen vielen Werken und Erzeugnissen auf der Erde zeigt. Dann erscheint zum erstenmal der Ausruf „Preiset Jah!“ und damit das Thema des ganzen Buches der Psalmen (V. 35). Die Aufforderung an wahre Anbeter, Jehovas Namen zu lobpreisen, so wie es ihm gebührt, ist im Hebräischen nur e i n Wort, halelu-Jáh oder „Halleluja“; die letztere Form ist heute weltweit bekannt. Von diesem Vers an kommt der Ausdruck 24mal vor, und eine Anzahl Psalmen beginnen und schließen damit.
Psalm 105:4)
„Forscht nach Jehova und seiner Stärke. Sucht sein Angesicht beständig.“
*** w00 1. 3. S. 15 Abs. 6 „Forscht nach Jehova und seiner Stärke“ ***
Die Bibel fordert uns auf: „Forscht nach Jehova und seiner Stärke“ (Psalm 105:4). Warum? Weil wir dann, wenn wir uns Gottes Stärke zunutze machen, unsere Kraft zum Nutzen statt zum Schaden anderer gebrauchen.
*** it-1 S. 135 Angesicht, Gesicht ***
Das Angesicht suchen bedeutet, sich zu bemühen, bei jemandem, z. B. bei Gott oder einem irdischen Herrscher, Gehör zu finden, indem man ihn um Gunst oder Hilfe anfleht (Ps 24:6; 27:8, 9; 105:4; Spr 29:26; Hos 5:15).
Psalm 105:12)
„[Das geschah,] als sie an Zahl noch wenige waren, Ja sehr wenige, und ansässige Fremdlinge darin.“
*** it-2 S. 92 Königreich Gottes ***
Gott übt Königsmacht über Abraham und seine Nachkommen aus. Die Menschen, die Jehova Gott als ihr Oberhaupt betrachteten, blieben zwar von persönlichen Problemen und Schwierigkeiten nicht verschont, aber es wurde ihnen geholfen, diese in Übereinstimmung mit den gerechten göttlichen Grundsätzen zu lösen bzw. zu ertragen, ohne dabei ihre Würde zu verlieren. Gott schützte und stärkte sie (1Mo 13:5-11; 14:18-24; 19:15-24; 21:9-13, 22-33). Nachdem der Psalmist darauf hingewiesen hatte, daß Jehovas ‘richterliche Entscheidungen auf der ganzen Erde sind’, sagte er von Abraham, Isaak und Jakob: „Sie [waren] an Zahl noch wenige . . ., ja sehr wenige, und ansässige Fremdlinge darin [in Kanaan]. Und sie wanderten beständig umher, von Nation zu Nation, von einem Königreich zu einem anderen Volk. Er [Jehova] ließ nicht zu, daß irgendein Mensch sie übervorteilte, sondern ihretwegen wies er Könige zurecht, indem er sprach: ‚Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut nichts Böses‘ “ (Ps 105:7-15; vgl. 1Mo 12:10-20; 20:1-18; 31:22-24, 36-55). Auch das war ein Beweis dafür, daß Gott immer noch der Souverän über die Erde war und von dieser Stellung in Übereinstimmung mit der Entwicklung seines Vorsatzes Gebrauch machte.
Psalm 105:13)
„Und sie wanderten beständig umher, von Nation zu Nation, Von einem Königreich zu einem anderen Volk.“
Psalm 105:14)
„Er ließ nicht zu, daß irgendein Mensch sie übervorteilte, Sondern ihretwegen wies er Könige zurecht,“
*** w10 15. 4. S. 8 Abs. 5-6 Jehovas Vorsatz: Welche Rolle spielt der heilige Geist? ***
5 Jehova gebrauchte seinen Geist, um die Vorfahren des verheißenen Samens zu schützen. Er versprach Abram (Abraham): „Ich bin dir ein Schild“ (1. Mo. 15:1). Das waren keine leeren Worte, wie ein Vorfall bestätigt, der sich um 1919 v. u. Z. ereignete. Damals wohnten Abraham und Sara vorübergehend in Gerar. Abimelech, der König von Gerar, wollte Sara zu seiner Frau machen und holte sie zu sich — nicht ahnend, dass sie schon mit Abraham verheiratet war. Steckte vielleicht Satan hinter dieser Aktion, der verhindern wollte, dass Sara den „Samen“ Abrahams zur Welt bringen würde? Dazu sagt die Bibel nichts. Was sie aber sagt, ist, dass Jehova einschritt. In einem Traum forderte er Abimelech auf, Sara ihrem Mann zurückzugeben (1. Mo. 20:1-18).
6 Das war kein Einzelfall. Jehova hat Abraham und seine Angehörigen aus den verschiedensten Situationen befreit (1. Mo. 12:14-20; 14:13-20; 26:26-29). Daher konnte der Psalmist über Abraham und seine Nachkommen sagen: „Er [Jehova] ließ nicht zu, dass irgendein Mensch sie übervorteilte, sondern ihretwegen wies er Könige zurecht, indem er sprach: ‚Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut nichts Böses‘ “ (Ps. 105:14, 15).
*** it-2 S. 92 Königreich Gottes ***
Gott übt Königsmacht über Abraham und seine Nachkommen aus. Die Menschen, die Jehova Gott als ihr Oberhaupt betrachteten, blieben zwar von persönlichen Problemen und Schwierigkeiten nicht verschont, aber es wurde ihnen geholfen, diese in Übereinstimmung mit den gerechten göttlichen Grundsätzen zu lösen bzw. zu ertragen, ohne dabei ihre Würde zu verlieren. Gott schützte und stärkte sie (1Mo 13:5-11; 14:18-24; 19:15-24; 21:9-13, 22-33). Nachdem der Psalmist darauf hingewiesen hatte, daß Jehovas ‘richterliche Entscheidungen auf der ganzen Erde sind’, sagte er von Abraham, Isaak und Jakob: „Sie [waren] an Zahl noch wenige . . ., ja sehr wenige, und ansässige Fremdlinge darin [in Kanaan]. Und sie wanderten beständig umher, von Nation zu Nation, von einem Königreich zu einem anderen Volk. Er [Jehova] ließ nicht zu, daß irgendein Mensch sie übervorteilte, sondern ihretwegen wies er Könige zurecht, indem er sprach: ‚Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut nichts Böses‘ “ (Ps 105:7-15; vgl. 1Mo 12:10-20; 20:1-18; 31:22-24, 36-55). Auch das war ein Beweis dafür, daß Gott immer noch der Souverän über die Erde war und von dieser Stellung in Übereinstimmung mit der Entwicklung seines Vorsatzes Gebrauch machte.
*** it-2 S. 680 Reichtum ***
Abraham, Hiob und andere bewiesen, daß ihnen Reichtum anvertraut werden konnte. Sie waren fleißig und gebrauchten ihren materiellen Besitz richtig. Hiob war z. B. jederzeit bereit, Armen und Niedergedrückten zu helfen (Hi 29:12-16). Da diese Männer richtig eingestellt waren, hatte Jehova Gott allen Grund, sie davor zu schützen, von selbstsüchtigen, habgierigen Menschen übervorteilt zu werden (1Mo 31:5-12; Hi 1:10; Ps 105:14).
Psalm 105:15)
„[Indem er sprach:] „Tastet meine Gesalbten nicht an, Und meinen Propheten tut nichts Böses.““
*** w10 15. 4. S. 8 Abs. 5-6 Jehovas Vorsatz: Welche Rolle spielt der heilige Geist? ***
5 Jehova gebrauchte seinen Geist, um die Vorfahren des verheißenen Samens zu schützen. Er versprach Abram (Abraham): „Ich bin dir ein Schild“ (1. Mo. 15:1). Das waren keine leeren Worte, wie ein Vorfall bestätigt, der sich um 1919 v. u. Z. ereignete. Damals wohnten Abraham und Sara vorübergehend in Gerar. Abimelech, der König von Gerar, wollte Sara zu seiner Frau machen und holte sie zu sich — nicht ahnend, dass sie schon mit Abraham verheiratet war. Steckte vielleicht Satan hinter dieser Aktion, der verhindern wollte, dass Sara den „Samen“ Abrahams zur Welt bringen würde? Dazu sagt die Bibel nichts. Was sie aber sagt, ist, dass Jehova einschritt. In einem Traum forderte er Abimelech auf, Sara ihrem Mann zurückzugeben (1. Mo. 20:1-18).
6 Das war kein Einzelfall. Jehova hat Abraham und seine Angehörigen aus den verschiedensten Situationen befreit (1. Mo. 12:14-20; 14:13-20; 26:26-29). Daher konnte der Psalmist über Abraham und seine Nachkommen sagen: „Er [Jehova] ließ nicht zu, dass irgendein Mensch sie übervorteilte, sondern ihretwegen wies er Könige zurecht, indem er sprach: ‚Tastet meine Gesalbten nicht an, und meinen Propheten tut nichts Böses‘ “ (Ps. 105:14, 15).
*** it-2 S. 624 Prophet ***
Gleicherweise waren Isaak und Jakob, die Erben der Verheißung, „Propheten“, die mit Gott persönlich in Verbindung standen (Ps 105:9-15). Außerdem segneten sie ihre Söhne und äußerten dabei Prophezeiungen (1Mo 27:27-29, 39, 40; 49:1-28).
*** si S. 18 1. Bibelbuch 1. Mose (Genesis) ***
20:7 Abraham, ein Prophet Ps. 105:9, 15
Psalm 105:19)
„Bis zu der Zeit, da sein Wort kam, Die Rede Jehovas selbst läuterte ihn.“
*** w86 1. 11. S. 19-20 Abs. 10-19 Eine glückliche, geeinte Familie dein Anteil als Jugendlicher ***
So, wie du im Wasser eines stillen Teiches das Spiegelbild deines Angesichts siehst, so magst du durch das von Herz zu Herz mit deinen Eltern geführte Gespräch feststellen, daß sich ihre Gefühle und Beweggründe nicht allzusehr von deinen unterscheiden. Ein solcher Gedankenaustausch fördert das gegenseitige Verständnis und Interesse — Eigenschaften, die für eine herzliche Familiengemeinschaft unerläßlich sind.
11 Sei also bereit, mit deinen Eltern auch über unangenehme Dinge zu reden. Sprich mit ihnen über deine Ängste und Fehlschläge ebenso wie über deine Freuden und Erfolge. Sprich über deine Ziele im Leben und über deine Gebete. Widerstehe dem Drang, ‘dich abzusondern’ (Sprüche 18:1). Bemühe dich immer wieder, etwas Zeit mit deinem Vater oder deiner Mutter zu verbringen, um über solch ganz persönliche Dinge sprechen zu können. Einige Jugendliche haben festgestellt, daß sie dazu Gelegenheit haben, wenn sie mit ihren Eltern im Predigtdienst stehen, mit ihnen einen längeren Weg zurückzulegen haben oder auch, wenn sie sich mit der ganzen Familie auf die eine oder andere Art entspannen.
12 In der Regel werden sich deine Bemühungen um einen vernünftigen Gedankenaustausch zwar günstig auswirken, doch keiner von euch — weder du noch deine Eltern — ist vollkommen. Manchmal mögen Eltern ungerecht handeln, es an Einfühlungsvermögen fehlen lassen oder kein gutes Beispiel geben. Vielleicht sind sie ungläubig und behandeln dich nicht immer in Übereinstimmung mit biblischen Grundsätzen. Wer in einer Eineltern- oder einer Zweitfamilie lebt, ist oft außergewöhnlichem Druck ausgesetzt. Ganz gleich, wie nahe du deinen Eltern stehst, wird es manchmal vorkommen, daß du dich unverstanden fühlst. Wie kannst du in einer solchen Lage treu ausharren?
Lerne es, ‘das Joch in deiner Jugend zu tragen’
13 Als Jeremia von Jehova beauftragt wurde zu prophezeien, sagte er: „Ich weiß wirklich nicht zu reden, denn ich bin nur ein Knabe.“ Aber Jehova beruhigte und stärkte ihn. Wegen der Leiden, Ängste und Entmutigungen, die er durchzumachen hatte, dachte Jeremia manchmal daran aufzugeben, und einmal sagte er sogar: „Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren wurde!“ (Jeremia 1:6, 19; 20:7-9, 11, 14). Später schrieb er jedoch: „Gut ist es für einen kräftigen Mann, daß er das Joch in seiner Jugend trage“ (Klagelieder 3:27). Inwiefern könnte man das Tragen eines Jochs der Betrübnis als nützlich betrachten? Das läßt sich am Fall Josephs veranschaulichen.
14 Im Alter von 17 Jahren erhielt Joseph in einem Traum die göttliche Verheißung, daß er einmal eine prominente Stellung einnehmen werde. Aber seine eifersüchtigen Brüder verkauften ihn in die Sklaverei. Er wurde nach Ägypten gebracht, wo man ihn später zu Unrecht der versuchten Vergewaltigung beschuldigte und in einem Kerker in Ketten legte (1. Mose 37:2, 4-11, 28; 39:20). Dieser vorbildliche junge Mann, der der Erbe einer herrlichen Verheißung war, befand sich in einem Verlies, dessen Wände ihn angeödet haben müssen. Als Fremder im Ausland hatte er keinen Freund, der ihm gegenüber Mitgefühl hätte bekunden oder für ihn hätte eintreten können.
15 „In Fesseln zwangen sie seine [Josephs] Füße, in Eisenbande kam seine Seele bis zu der Zeit, da sein Wort kam, die Rede Jehovas selbst läuterte ihn“ (Psalm 105:17-19). Dreizehn Jahre lang hatte Joseph als Sklave und Gefangener zu leiden, bis sich die Verheißung Jehovas erfüllte. Durch diese Erfahrung wurde er geläutert. Wiewohl Jehova die Schwierigkeiten nicht verursachte, ließ er sie doch zu einem bestimmten Zweck zu. Würde Joseph ständig auf die „Rede Jehovas“ hoffen, obwohl er sich im Schmelztiegel der Unbilden befand? Würde er seine vortrefflichen Eigenschaften reifen lassen und die für eine schwierige Aufgabe nötige Geduld, Demut, geistige Kraft und Entschlossenheit entwickeln? Nun, Joseph ging aus dem Feuer des Läuterers wie Gold hervor — reiner und auch kostbarer in den Augen Gottes, der sich seiner danach auf wunderbare Weise bediente (1. Mose 41:14, 38-41, 46; 42:6, 9).
16 Sowohl Joseph als auch Jeremia litten unschuldigerweise. Sie hatten bereits gottgefällige Eigenschaften bekundet. Aber sie wurden noch mehr geläutert, als sie mit Schwierigkeiten fertig werden mußten. Wieviel mehr müssen Jugendliche, die einen Fehler begangen haben, geläutert werden! Zucht zu akzeptieren mag schwerfallen, doch sie trägt dir, wenn du durch sie ‘geübt worden bist’, Gerechtigkeit ein (Hebräer 12:5-7, 11). Durch diese ‘Übung’ kannst du eine innere Kraft entwickeln, die mit durch Gluthitze gehärtetem Stahl zu vergleichen ist. Wie ‘Jehova weiterhin mit Joseph war und ihm fortwährend liebende Güte erwies’, so wird er dir die über das Normale hinausgehende Kraft geben und dein Ausharren reich belohnen (1. Mose 39:21; 2. Korinther 4:7).
17 Eine Jugendliche, deren Stiefvater anfangs offenbar ungebührlich streng war und die Gefühle, die sie aufgrund des Todes ihres geliebten Vaters hegte, anscheinend nicht berücksichtigte, trug sich mit dem Gedanken, von zu Hause wegzulaufen. Als ihr klar wurde, daß dadurch nur noch mehr Probleme entstehen würden, blieb sie — und harrte aus. Heute, ungefähr 13 Jahre danach, sagt sie: „Durch die Zucht meines Stiefvaters wurde ich ein besserer Mensch. Solange ich mit meiner Mutter allein lebte, wurde ich verwöhnt und war rebellisch. Stets wollte ich tun, was mir gefiel. Dann lernte ich aber, auf andere Rücksicht zu nehmen. Jehova erhörte auch meine vielen Gebete um Kraft, so daß ich mit dem Tod meines Vaters fertig werden konnte und meinem Stiefvater näherkam.“ Ja, wenn du es lernst, schwierige Situationen zu ertragen, wirst du Jehova näherkommen. So kann er dein Freund werden, ‘deine Zuversicht von deiner Jugend an’ (Psalm 71:5).
18 Vergiß nie: Wie wertvoll du als Mensch bist oder was für ein Leben du einmal führen wirst, hängt nicht allein von deinen familiären Verhältnissen ab, sondern „durch seine Handlungen gibt sich ein Knabe [oder ein Mädchen] zu erkennen, ob sein [oder ihr] Tun lauter und gerade ist“ (Sprüche 20:11). Durch deine rechtschaffenen Handlungen wirst du Gottes Wohlgefallen erlangen und deinem Leben Sinn und Zweck verleihen. Keine Familie ist vollkommen. Achte daher auf die positiven Eigenschaften deiner Angehörigen. Denke an die Opfer, die deine Eltern gebracht haben, um beispielsweise für Nahrung, Kleidung, Obdach und ärztliche Betreuung zu sorgen. Zahle nicht mit Undankbarkeit zurück, sondern „ehre deinen Vater und deine Mutter“. Beweise, daß du sie sehr schätzt (Epheser 6:1-3; Sprüche 16:20; 17:13).
19 Durch vernünftigen Gedankenaustausch mit deinen Eltern wird deine Liebe zu ihnen stärker. Du wirst dann von Herzen gehorsam sein. „Mein Sohn [oder meine Tochter], mein Gesetz vergiß nicht, und meine Gebote möge dein Herz beobachten“, sagt der weise Vater und nennt dann die Belohnung: „Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden“ (Sprüche 3:1, 2).
Psalm 105:31)
„Er sagte, daß die Bremsen herbeikommen sollten, Stechmücken in all ihre Gebiete.“
*** it-1 S. 432 Bremse ***
BREMSE
[hebr.: ʽaróv].
Es kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden, welches Insekt ursprünglich mit dem hebräischen Wort bezeichnet wurde, das in der Bibel in Verbindung mit der vierten Plage über Ägypten (der ersten, von der die Israeliten in Gosen verschont blieben) erwähnt wird (2Mo 8:21, 22, 24, 29, 31; Ps 78:45; 105:31). ʽaróv wird verschiedentlich mit „Bremse“ (JB; NW; ZB), „Fliegen“ (RSt), „Stechfliegen“ (ATD; Lu), „Ungeziefer“ (EÜ; GN) und „Hundsfliege“ (LXX) wiedergegeben.
Unter die deutsche Bezeichnung „Bremse“ fallen die verschiedenen Arten der Viehfliegen. Die Weibchen der Viehfliegen stechen in die Haut von Mensch und Tier und saugen Blut. Im Larvenstadium leben die Viehfliegen als Parasiten im Körper von Menschen und Tieren; Arten, deren Parasiten den Menschen befallen, kommen in den Tropen vor. Die Ägypter und ihr Vieh hatten daher unter der Bremsenplage sehr zu leiden, und in manchen Fällen führte sie sogar zum Tod.
Psalm 105:39)
„Er breitete eine Wolke als Abschirmung aus Und Feuer, um bei Nacht Licht zu geben.“
*** it-2 S. 810 Säule ***
Als die Ägypter den Israeliten nachjagten, bewegte sich die Säule nach hinten, und vielleicht breitete sie sich wie eine Mauer aus (Ps 105:38, 39). Auf der ägyptischen Seite verursachte sie Finsternis, während sie auf der israelitischen Seite Licht spendete (2Mo 14:19, 20).
Psalm 105:40)
„Sie baten, und er ging daran, Wachteln herbeizuführen, Und mit Brot vom Himmel sättigte er sie fortwährend.“
*** it-2 S. 271 Manna ***
Der Psalmist nannte das Manna „das Korn des Himmels“ (Ps 78:24), „Brot vom Himmel“ (Ps 105:40) und „das Brot von Starken“ (Ps 78:25). Von Engeln wird gesagt, sie seien „mächtig an Kraft“ (Ps 103:20), und sie können deshalb als „Starke“ bezeichnet werden. Das bedeutet jedoch nicht, daß Engel tatsächlich Manna essen, sondern daß Gott vielleicht Engel benutzte, um es für die Israeliten zu beschaffen. (Vgl. Gal 3:19.) Oder der Ausdruck „das Brot von Starken“ vermittelt lediglich den Gedanken, daß es vom Himmel stammte, denn dort ist der Wohnort der „Starken“.
*** w86 15. 2. S. 16 Abs. 1-6 Das „Brot des Lebens“ für alle erhältlich ***
größten menschlichen Tragödien, einer der größten menschlichen Herausforderungen der Geschichte, steht“.
2 Jesus sagte voraus, daß Nahrungsmittelknappheit ein Teil des Zeichens seiner Gegenwart in Königreichsmacht sein würde (Matthäus 24:3, 7, 32, 33; 25:31, 32; Lukas 21:11). Wie froh wir doch sein können, daß sich sein Königreich genaht hat! Dieser glorreiche König wird bald alle Feinde der Menschheit bezwingen, indem er mit den politischen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten Schluß macht, die solch grausames Leid nach sich gezogen haben. Dann werden alle Völker jubeln, weil sie für jeden Tag ihr Brot erhalten (Matthäus 6:10, 11; 24:21, 22; Daniel 2:44; Sprüche 29:2).
3 Unter dieser gerechten Regierung wird unsere gute Erde imstande sein, einen „Überfluß“ an Nahrung hervorzubringen, der ausreichen wird, um weit mehr als die gegenwärtige Weltbevölkerung zu ernähren (Psalm 72:12-14, 16, 18). Jehova wird für sein Volk ein „Festmahl“ an guten Dingen bereiten (Jesaja 25:6). Aber es ist noch etwas anderes nötig. Werden denn die Menschen im Laufe der Jahre immer noch krank werden und sterben? Glücklicherweise heißt es in Jesaja 25:8 von Jehova: „Er wird tatsächlich den Tod für immer verschlingen, und der Souveräne Herr Jehova wird gewißlich die Tränen von allen Angesichtern abwischen.“ Wie wird das bewerkstelligt werden?
Jehovas liebevolle Vorkehrung
4 Als Joseph Nahrungsmittelverwalter in Ägypten war, gab es Getreide im Überfluß. Der Grund dafür bestand darin, daß Joseph nach seiner Bevollmächtigung durch Pharao in weiser Voraussicht Vorbereitungen für die vorausgesagten sieben Hungerjahre getroffen hatte und daß Jehova in liebevoller Weise seinen Segen dazu gab (1. Mose 41:49). Für alle war genug da, und es gab noch Überschüsse. Als Jakob, Josephs Vater, sowie Josephs Brüder und ihre Familien zu Joseph nach Ägypten kamen, zogen sie großen Nutzen aus der göttlichen Vorsehung. Zweifellos wurden jene Israeliten dort auch gut vertraut mit dem Sauerteigbrot aus Weizen, da es offensichtlich aus Ägypten stammt.
5 Später traf Jehova für sein Volk eine weitere liebevolle Vorkehrung. Die Millionen von Israeliten verließen Ägypten und zogen durch die Wildnis des Sinai. Wie nur konnte eine so große Menschenmenge in dieser kahlen, unwirtlichen Wüste Nahrung finden? Obwohl Jehova erzürnt war über ihren Mangel an Glauben, „öffnete [er] sogar die Türen des Himmels. Und er ließ auf sie Manna zum Essen regnen, und das Korn des Himmels gab er ihnen.“ „Mit Brot vom Himmel sättigte er sie fortwährend“, und zwar während 40 langer Jahre (Psalm 78:22-24; 105:40; 2. Mose 16:4, 5, 31, 35). Man darf nicht vergessen, daß nicht nur die Israeliten Manna aßen. „Viel Mischvolk“, das aus Nichtisraeliten bestand, übte Glauben an Jehova aus und schloß sich ihnen beim Auszug aus Ägypten an. Auch für diese Menschen beschaffte Gott Manna (2. Mose 12:38).
6 Die Menschheit hat indes immer ein Bedürfnis gehabt, das größer ist als das Bedürfnis nach buchstäblichem „Brot vom Himmel“. Selbst diejenigen, die das durch ein Wunder zustande gekommene Manna aßen, alterten und starben, denn der ererbte sündige Zustand des Menschen macht den Tod unabwendbar, ganz gleich, welche Nahrung man zu sich nimmt (Römer 5:12). Israels Opfer waren ein Mittel zur Aufrechterhaltung eines guten Verhältnisses zu Gott, aber jene Opfer machten auch den sündigen Zustand der Nation deutlich. Sie ‘vermochten niemals, Sünden vollständig wegzunehmen’. Zudem schatteten diese Opfer Jesu „einziges Schlachtopfer“ vor, durch
Psalm 105:41)
„Er öffnete einen Felsen, und Wasser begannen herauszufließen; Diese liefen als Strom durch die wasserlosen Gegenden.“
*** it-2 S. 642 Psalmen (Buch) ***
das in der Wildnis durch ein Wunder hervorgebrachte Wasser „als Strom durch die wasserlosen Gegenden“ lief (105:41), so daß dann das Volk Israel und seine vielen Haustiere genügend Wasser hatten, das ihnen leicht zugänglich war.

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